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Fletcher Henderson

Amerikanischer Jazz-Pianist, Bandleader, Arrangeur und Komponist, geboren am 18. Dezember 1897 in Cuthbert, Georgia. Er besuchte die Universität in Atlanta und graduierte 1920. Henderson zog nach New York City, um an der Columbia University den Magister im Bereich Chemie abzulegen.

 

Er versuchte, aufgrund der Rassendiskriminierung vergebens, Arbeit in einem Chemieunternehmen zu finden. Er spielte Piano auf einem der zahlreichen River Boats auf dem Hudson River und beschloss, Musiker zu werden. Arbeit fand er in der Harry Pace/W.C. Handy's Music Publishing Company.



Dazu war er bei der "Black Swan Recording Company" angestellt, zuständig als Musikdirektor und Pianist. Er organisierte die Auftritte der Bluessängerin Ethel Waters und spielte mit der Band Black Swan Troubadours bei diesen Konzerten. Sein Erfolg in musikalischer Hinsicht liess Henderson das Chemiestudium vergessen.

 

1922 gründete er mit Don Redman, Elmer Chambers und weiteren Musikern seine erste eigene Band. Diese hatte Ende 1923 mit "Gulf Coast Blues/Down Hearted Blues" (Paramount) einen ersten Hit. Mit ihren Clubauftrittiten wurde sie schnell die damals beste "schwarze" Band in New York. 1924 warb Henderson den aufstrebenden Trompeter Louis Armstrong von der King Oliver’s Creole Jazz Band ab.

 

Dank Armstrong kam Fletcher Henderson auf neue Ideen hinsichtlich Instrumentation und Arrangement. Neben Armstrong spielten im Verlauf der zweiten Hälfte der 1920er Jahre auch Henry "Red" Allen, Joe "Fox" Smith, Rex Stewart, Tommy Ladnier, Jimmy Harrison, Roy Eldridge, Coleman Hawkins, Buster Bailey, Benny Carter und Chu Berry in seiner Big Band.

 

Zu Beginn der 1930er Jahre half Fletchers jüngerer Bruder, Horace Henderson (1904–1988) bei den Arrangements. Obwohl die Band sehr populär war, hatte Henderson selbst wenig geschäftlichen Erfolg. Nach einem Verkehrsunfall 1928 verlor er gänzlich das geschäftliche Interesse und versuchte sich nicht mehr als Geschäftsführer. Dafür wurde er ein anerkannter Arrangeur. Seine Arbeit beeinflusste nachhaltig die Musikwelt.

 

Er arbeitete in dieser Funktion auch für die Bands von Teddy Hill, Isham Jones und Benny Goodman. Viele Erfolgstitel von Benny Goodman stammten aus der Feder von Henderson. 1939 löste Henderson seine eigene Band auf und arbeitete ausschliesslich für Benny Goodman als Pianist und Arrangeur. Erstmals spielte dabei eine "weisse" Band zusammen mit einem "schwarzen" Musiker auf der Bühne. 

 

1948/1949 gab Henderson zusammen mit Ethel Waters einige Konzerte. Fletcher Henderson erlitt 1950 einen Schlaganfall, wurde teilweise gelähmt und konnte seitdem nicht mehr spielen. Er starb am 28. Dezember 1952 in New York City. Er veröffentlichte Dutzende von Aufnahmen unter vielen Bandnamen. Discogs.com listet unter Writing & Arrangement über 900 Einträge auf. Als Musiker sind fast 700 Einträge verzeichnet.

 

Sein Schaffen wurde auf über 140 Alben und Compilations festgehalten. "A Study In Frustration (The Fletcher Henderson Story)" (Columbia, 1961) hiess schon Anfang der 1960er Jahre eine 4-LP-Box, deren Einzelteile auch separat angeboten wurden. Über vier CD erstreckte sich "Wrappin' It Up" (Quadromania, 2005). "In Chronology" (Complete Jazz Series, 2009) hiess eine Serie von 17 DL-Alben.                                                                               04/24

 

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Fred Wesley

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