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Franz Koglmann in Gruppenaufnahmen

  • musicmakermark
  • 26. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Der österreischische Jazz-Trompeter, Flügelhornspieler, Bandleader und Komponist Franz Koglmann veröffentlichte neben Aufnahmen unter seinem Namen auch solche von mehreren Gruppen. Von diesen kamen teilweise nur eine oder gar keine eigene Aufnahmen heraus.


 

Als Musiker und Komponist agiert Koglmann stets im Spannungsfeld der Traditionen des Cool und des West Coast-Jazz auf der einen sowie der zweiten Wiener Schule und der europäischen Kunstmusik auf der anderen Seite.

 

Seine grösstenteils komplexen und durchstrukturierten Werke liess er in unterschiedlichsten Besetzungen vortragen. Seine Stammformation war lange Zeit das Pipetett, ein bis zu 17 Mann starkes, postmodernes Kammerensemble, das grösstenteils aus europäischen Musikern gebildet wird.

 

"Schlaf Schlemmer, Schlaf Magritte" (Pipe, 1985) war ein Album dieser Gruppe. Diese bestand neben dem Leader aus Roberto Ottaviano (ss), Theo Jörgensmann (cl), Erich Saufnauer (frh), Georg Lehner (oboe), Rudolf Ruschel (tb), Raoul Herget (tuba), Robert Weiss (p), Klaus Koch (b) und Peter Barborik (dm).

 

In einer ähnlichen Besetzung folgte "Ich" (Hat Hut, 1987). Die unter Koglmanns Namen veröffentlichte Doppel-LP enthielt auch einen Track des Duos KoKo von Koglmann mit dem Pipetett-Bassisten Klaus Koch. Dazu kamen fünf Stücke von KoKoPhil, einem Trio mit zusätzlich Philipp Wachsmann (vio, elect). Dazu enthielt die CD ein Werk des Franz Koglmann Quartetts.

 

Als Trio Kokoko hatten Kogelmann und Koch mit Eckard Koltermann (bcl, bs)  die LP "Good Night" (Creative Works, 1986) realisiert. Weitere Aufnahmen des Pipetetts kamen unter Koglmanns Namen auf der LP "Orte der Geometrie" (hat ART, 1989) heraus. Dazu wurde Ran Blake (p) als Gastmusiker und Gustav Bauer als Dirigent beigezogen. Insgesamt waren 14 Musiker daran beteiligt.

 

Die LP enthielt auch Stücke von Pipetett-Splittergruppen. Es waren dies das Pipe Trio mit Koglmann, Jean-Christophe Mastnak (frh) und Rudolf Ruschl (tb). Dazu kam das Quintett A mit Koglmann, Guillermo Gregorio (as), Roberto Ottaviano (ss), Martin Schelling (cl) und Burkhard Stangl (g).

 

Weitere Tracks stammten vom Quintett B mit Koglmann, Jean-Christophe Mastnak (frh), Mario Arcari (oboe), Burkhard Stangl (g) und Fritz Hauser (dm). Auch Koko & Co. mit Koglmann, Koch, Jean-Christophe Mastnak (frh) und Guillermo Gregorio (as) steuerte ein Stück bei.

 

Daneben unterhielt Koglmann auch kleinere Ensembleformen. Im Monoblue Quartet musizierte Koglmann mit Tony Coe (cl, ts), Burckhard Stangl (g) und Klaus Koch (b). Auf "L'Heure Bleue" (hat ART, 1991) finden sich zudem vier Duostücke von Koglmann mit Misha Mengelberg (p).


Auf "We Thought About Duke" (hat ART, 1995) ergänzte Lee Konitz (as) diese Gruppe zum Quintett. Auf der selben Aufnahme finden sich auch Nummern des Pipe Trios mit oder ohne Konitz. Das Trio bestand neben Koglmann aus den langjährigen Pipetett-Mitgliedern Rudolf Ruschel (tb) und Raoul Herget (tuba).

 

Das Pipe Trio sollte zusammen mit einer Mezzosopranistin anlässlich einer Priesterweihe im Wiener Stephansdom 1996 die Auftragskomposition "139. Psalm" intonieren. Die Aufführung wurde nach der Generalprobe seitens der Domverantwortlichen untersagt bzw. abgesagt.

 

Unter Koglmanns Namen erschien die Johann Strauss-Hommage "An Affair With Strauss" (Between The Lines, 2000), eine Aufnahme des neu formierten Monoblue Quartets mit Peter Herbert (b), Tony Coe (cl, ts, vcl) und Burkhard Stangl (g).

 

Das Monoblue Quartet und das Pipetett kamen auch auf später Aufnahmen unter Koglmanns Namen zum Einsatz. Auf "Fruits Of Solitude" (ezz-thetics, 2019) präsentierte er das Franz Koglmann Septett mit Daniele D'Agaro (cl, bcl, ts), John Clark (frh), Mario Arcari (oboe, engh), Milan Turkovic (bassoon), Attila Pasztor (cello) und Peter Herbert (b).

 

"West Of The Moon" (Handsemmel und Cracked AnEgg, 2019) war im selben Jahr eine Aufnahme des Georg Graewe Franz Koglmann Quintets mit Koglmann, Graewe (p, org), Michael Moore (cl, as), Robert Landfermann (b) und Gerry Hemingway (dm).               12/25

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