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Garth Hudson

Kanadischer Multiinstrumentalist (org, key, p, acc, sax, dm), Sänger, Songwriter und Schauspieler, geboren am 2. August 1937 in Windsor, Ontario. Er wuchs in einer musikalischen Familie auf. Sein Vater Fred James Hudson spielte Schlagzeug, Klarinette, Saxophon und Flöte und seine Mutter Olive Louella Pentland sang und spielte Akkordeon und Klavier.


Als Hudson drei Jahre alt war, zog seine Familie von Windsor nach London, Ontario, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Er bekam Klavierunterricht, lernte Musiktheorie und spielte Orgel in der St. Luke’s Anglican Church. Später studierte er an der University of Western Ontario. Nach Auftritten mit vielen kleineren Bands wurde Hudson im Dezember 1961 Mitglied von The Hawks, der Begleitband des Rockabilly-Sängers Ronnie Hawkins.


Hudsons Engagement bei Hawkins war jedoch an Bedingungen geknüpft. Er forderte eine Lowrey Orgel, deren Klang zu seinem Markenzeichen wurde. Hawkins musste ihm neben seinem Gehalt zusätzlich zehn Dollar pro Woche dafür bezahlen, dass er den anderen Musikern der Hawks - Rick Danko, Levon Helm, Richard Manuel und Robbie Robertson - Musikunterricht gab.


1963 verliessen Hudson, Danko, Helm, Manuel und Robertson die Hawks. Sie tourten unter Gruppennamen wie Levon Helm Sextet oder Levon and The Hawks durch die Lande, bis sie 1965 von Bob Dylan entdeckt und als Begleitband engagiert wurden. Dylan ging mit ihnen auf Tournee und machte Aufnahmen.


1967 machten sich die fünf Musiker selbstständig und begannen unter dem Gruppennamen The Band erste Aufnahmen zu machen und aufzutreten. The Band existierte bis 1977 und war in jener Zeit eine der wichtigsten Bands zwischen Country Rock und Americana. 1983 bis 1999 reformierte sich The Band ohne Robertson.


Neben seiner Tätigkeit bei The Band machte Hudson auch Aufnahmen mit Hungry Chuck, Borderline, Bobby Charles, Hirth Martinez, Muddy Waters, Neil Diamond, Paul Butterfield, Blondie Chaplin, The Dingoes, Van Morrison, Tonio K., Emmylou Harris, Hoyt Axton, Leonard Cohen, David Bromberg, David Lindley, Don Henley und Tom Petty.


Weitere Spuren hinterliess er auf Aufnahmen von Marianne Faithfull, Roger Waters, Ringo Starr, Michelle Shocked, Eric Clapton, Artie Traum, Charlie Musselwhite, J.J. Cale, Norah Jones, Los Lobos, Martha Wainwright und viele andere. Auch seine früheren The Band-Kollegen begleitete Hudson auf deren eigenen Alben.


Von Garth Hudson kamen nur wenige Aufnahmen unter eigenem Namen heraus. "Music for Our Lady Queen of the Angels" (Buscador, 1980) erschien zuerst auf einer Kassette und enthielt Musik, die Hudson zusammen mit rund 10 Musikern und Musikerinnen für eine Ausstellung des Bildhauers Tony Duquette im Los Angeles Museum of Science and Industry aufgenommen hatte.


Später kamen diese Aufnahmen auf einer CD (Other Peoples Music, 2005) noch einmal auf den Markt. Ein weiteres Album hiess "The Sea To The North" (Breeze Hill, 2001) und entstand mit Hilfe von rund einem Dutzend Musikerinnen und Musikern, darunter seiner Frau Maud Hudson (vcl) und Badal Roy (tabla). Nur im Duo mit seiner Frau nahm er "Live At The Wolf" (Make It Real, 2005) auf.


Auf dem Album "Garth Hudson Presents: A Canadian Celebration of The Band" (Sony, 2010) wurde ein The Band-Tribut-Konzert dokumentiert. Dabei traten Neil Young, Bruce Cockburn, Blue Rodeo, Cowboy Junkies, The Trews, Great Big Sea, Hawksley Workman, Mary Margaret O'Hara, Chantal Kreviazuk, Raine Maida und Ian Thornley auf und spielten Songs von The Band. Hudson machte bei allen Songs als Musiker smit.


Aufnahmen der The Band-Musiker Hudson, Rick Danko und Richard Manuel wurden unter dem Titel "Live At The Lonestar, NYC. 1985" (Floating World, 2018) nachträglich zugänglich gemacht. Mit Levon Helm, einem anderen The Band-Musiker, sowie mit Tommy und Mark McCoy als Co-Leader war er auf dem Album "Angels Serenade" (Music Avenue und Blues Boulevard, 2008) als Helm, Hudson & McCoy in Erscheinung getreten. 07/23

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