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Gil Mellé

  • musicmakermark
  • vor 2 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Bariton- und Tenorsaxophonist, Keyboarder und Filmkomponist, geboren am 31. Dezember 1931 in New York City. Er entwarf auch Covers für frühe Alben von Miles Davis, Thelonious Monk und Sonny Rollins. Mellé sammelte als Jugendlicher Schallplatten.


 

Daneben malte er. Nach dem Militärdienst arbeitete er als bildender Künstler. In den 1950er Jahren waren Mellés Gemälde und Skulpturen in New Yorker Galerien ausgestellt. Daneben spielte er in den New Yorker Jazzclubs. Zwischen 1952 und 1957 nahm er unter eigenem Namen für "Blue Note" eine Reihe von Alben auf.

 

Quintettstücke vom März 1952 mit X. Kentonite (tb), Tal Farlow (g), Clyde Lombardi (b) und Joe Morello (dm) sowie Sextettaufnahmen vom Januar 1953 mit Eddie Bert (tb), George Wallington (p), Joe Manning (vibes), Monica Dell (vcl), Red Mitchell (b) und Max Roach (dm) kamen unter dem Titel "New Faces – New Sounds" (Blue Note, 1953) auf einem 10"-Album heraus.

 

Die Quintettaufnahmen wurden gleichzeitig vom selben Label und unter dem selben Titel einzeln auf einer 7"-EP veröffentlicht. Am 25. Oktober 1953 entstand mit Urbie Green (tb), Farlow, Lombardi und Morello als Gil Mellé Quintet "Volume 2" (Blue Note, 1953).

 

"Volume 3" (Blue Note, 1954) zeigt das Gil Mellé Quartet in der Besetzung Lou Mecca (g), Bill Phillips (b) und Vinnie Thomas (dm). Die selben Musiker sowie Don Butterfield (tuba) waren auch auf dem nächsten 10"-Album "5 Impressions Of Color" (Blue Note, 1955) zu hören.

 

"Patterns In Jazz" (Blue Note, 1956) war die erste LP von Gil Mellé, aufgenommen mit Hilfe von Eddie Bert (tb), Joe Cinderella (g), Oscar Pettiford (b) und Ed Thigpen (dm). Gil Mellé war der erste weisse Jazzmusiker, der bei "Blue Note" unter Vertrag stand.

 

Er gehörte zu den drei Grafikern, die für das Label Plattencover entwarfen. Ausserdem stellte er den Kontakt mit dem wegweisenden Toningenieur Rudy Van Gelder her. Seine Aufnahmen für das Label wurden später auf den praktisch identischen Doppel-CDs "The Complete Blue Note Fifties Sessions" (Blue Note, 1998) und "The Blue Note Years 1952-1956" (Fresh Sound, 2015) zusammengefasst.

 

Nach seiner "Blue Note"-Zeit wechselte er zu "Prestige". Auf "Gil's Guests" (Prestige, 1956) bestand sein Ensemble aus Phil Woods (as), Hal McKusick (as, fl), Art Farmer, Donald Byrd und Kenny Dorham (tp), Don Butterfield (tuba), Julius Watkins (frh), Joe Cinderella  (g), Vinnie Burke (b) und Ed Thigpen (dm).

 

"Melle Plays Primitive Modern" (Prestige, 1956) war eine Quartettaufnahme mit Joe Cinderella (g), Bill Phillips (b) und Ed Thigpen (dm). Im Quartet mit Cinderella, George Duvivier (b) und Shadow Wilson (dm) entstand "Quadrama" (Prestige, 1957).   

 

In seinen Third-Stream-Experimenten integrierte Mellé Elemente der europäischen klassischen Moderne von Edgar Varèse und Béla Bartók mit dem Modern Jazz von Herbie Nichols, um "etwas mehr als Hardbop" zu schaffen, indem er die Parameter der standardisierten Jazzform erweiterte.

 

In den 1960er Jahren zog er nach Los Angeles. Als Komponist für Film und Fernsehen war Mellé einer der ersten, der elektronische Instrumente verwendete, die er selbst konstruierte. Er komponierte als erster ein ausschliesslich elektronisch erzeugtes Titelthema für die  Fernsehserie "Rod Serlings Night Gallery".

 

Beim Monterey Jazz Festival 1967 trat er mit der ersten ausschliesslich elektronischen Jazzgruppe auf, The Electronauts. Mit "Tome VI" (Verve, 1968) veröffentlichte er die erste rein elektronische Jazz-LP. Seine Mitmusiker waren Forrest Westbrook (p, elect), Benfaral Matthews (b, cello, elect) und Fred C. Stofflet (dm).

 

Insgesamt schuf er die Musik für 125 Filme. Viele der Soundtracks erschienen in Schallplatten-Form. Gil Mellé starb am 28. Oktober 2004 im Alter von 82 Jahren in Mailbu, California.                               01/26

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