Grobschnitt
- musicmakermark
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Deutsche Rock-Formation zwischen Kraut-, Prog- und Theatrical-Rock, entstanden 1970 in Hagen, NRW, aus der Fusion der Schülerbands Crew Blues Session, Charing Cross und Wutpickel. Der Name stammte von einer Soldaten-Kapelle, die sich im Ersten Weltkrieg aus Soldaten mit selbstgebastelten Musikinstrumenten gebildet hatte.

Die Debut-LP "Grobschnitt" (Brain, 1972) entstand in der Besetzung Stefan Danielak (g, vcl) alias Wildschwein, Joachim Ehrig (dm, perc, elect) alias Eroc, Axel Harlos (dm, perc) alias Felix, Gerd-Otto Kühn (g) alias Lupo, Hermann Quetting (org, p, spinet, perc) alias Quecksilber und Bernhard Uhlemann (e-b, fl, perc) alias Bär.
Auf "Ballermann" (Brain, 1974) waren Harlos/Felix und Quetting/Quecksilber nicht mehr dabei. Neues Mitglied war Volker Kahrs (e-b) alias Mist. Vom dritten Album "Jumbo" (Brain, 1975 und 1976) erschien zuerst eine englische und dann eine deutsche Version.
Auf den CD-Wiederveröffentlichungen, die ab 1996 auf den Markt kamen, fanden sich jeweils beide Versionen. Eingespielt wurde das Album von Wildschwein, Eroc, Lupo, Mist und Wolfgang Jäger (e-b) alias Popo als Ersatz für Uhlemann/Bär.
Weitere Alben für das "Brain"-Label nannten sich "Rockpommels Land" (1977), "Solar Music Live" (1978), "Merry-Go-Round" (1979), "Volle Molle" (1980), "Illegal" (1981), "Razzia" (1982), "Kinder und Narren" (1984) und "Sonnentanz – Live" (1985).
"Fantasten" (Teldec, 1987) erschien auf einem anderen Label. Nach diversen Umbesetzungen verabschiedete sich Grobschnitt 1989 mit "Last Party - Live" (Brain, 1990) von der Szene.Nach dem Split der Band erschienen viele Compilations, darunter zwischen 1994 bis 2006 die sechsteilige CD-Reihe "Die Grobschnitt Story".
Eine andere Reihe hiess zwischen "The History Of Solar Music" (Wolkenreise) und erschien zwischen 2001 und 2004 in Form von fünf Doppel-CDs. Dazu kamen um die 100 Konzertmitschnitte früherer Auftritte. 2006 kam es zu einer Reunion, die bis 2012 dauerte.
Als Folge davon erschienen mit den CDs "2008 Live" (Sireena, 2009) und "2010 Live" (Sireena, 2010) zwei aktuelle Liveaufnahmen. "79:10" (Brain. 2015) enthielt auf elf CDs sowie drei Doppel-CDs praktisch alle Studio- und Livealben aus der Zeit bis zum Split 1989. Angereichert wurde das Ganze mit viel Bonus-Material.
"Solar Movie" (Vertigo, 2016) hiess ein Boxsets mit zwei LPs, zwei CDs und einer DVD, alle bestückt mit "Solar Music"-Liveaufnahmen von 1978. Zum 50-Jahr-Jubiläum der Band erschien das "Acoustic Album" (Brain, 2022) mit neu arrangierten Band-Klassikern.
Die Band ist seit 2019 wieder aktiv. Über 20 Musiker oder Musikerinen waren einst Mitglied von Grobschnitt. Der Dienstälteste ist der Gitarrist/Sänger Willi Wildschwein alias Stefan Danielak, der seit der Gründung 1970 immer dabei war.
Ein weiteres Urmitglied ist der Gitarrist Lupo/Gerd Otto Kühn. Er war nur in der Zeit zwischen 2006 bis 2012 nicht dabei. Vom Schlagzeuger Joachim Heinz Ehrig, der bis 1983 Mitglied war, kamen unter seinem Pseudonym Eroc (sd) auch mehrere eigene Aufnahmen heraus. 06/26


