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Ian Anderson

  • musicmakermark
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Britischer Rocksänger, Flötist, Multiinstrumentalist (g, ss, mand, bouz, balalaika, key, e-b) Komponist und Bandleader, geboren am 10. August 1947 im schottischen Dunfermline. Seine Familie zog 1958 nach Blackpool in Nordwestengland. Ab 1964 besuchte er das Blackpool College of Art, wo er Kunst studierte.


 

1963 gründete Anderson mit Schulfreunden die Soul- und Bluesband The Blades. Neben Anderson als Sänger und Mundharmonikaspieler wirkten Michael Stephens (g), John Evan (key), Jeffrey Hammond (e-b) und Barriemore Barlow (dm) mit.

 

Ab 1965 trat die Gruppe als John Evan Band in Erscheinung, löste sich dann aber bald wieder auf. Anderson zog nach Luton um, wo er Clive Bunker (dm) und Mick Abrahams (g, vcl) von der Bluesband McGregor's Engine kennenlernte. Zusammen mit Glenn Cornick (e-b) gründeten diese vier Musiker 1967 die Band Jethro Tull.

 

Dank dem Flötenspiel von Anderson wurde JT eine der eigenständigsten und langlebigsten Bands der Rockgeschichte. Allerdings hatte Anderson erst Wochen vor den Aufnahmen zum ersten Jethro Tull-Album "This Was" (Island, 1968) mit dem Flötenspiel begonnen.

 

Anderson ist das einzige Tull-Mitglied, das seit der Gründung ununterbrochen dabei ist. Daneben veröffentlichte Anderson eine Reihe von Soloalben und wirkte bei verschiedenen Projekten anderer Musiker mit. Sein erstes eigenes Album sollte "A" (Chrysalis, 1980) werden.


Anderson hatte die LP mit Hilfe von Martin Barre (g), Ex-Roxy Music-Mitglied Eddie Jobson (key, e-vio, synth), Ex-Fairport Convention-Musiker Dave Pegg (e–b, mand) und Mark Craney (dm) eingespielt.

 

Damals hatte Anderson mit Ausnahme von Barre die gesamte damalige Tull-Besetzung entlassen (John Evan, David Palmer) oder durch Tod (John Glascock) bzw. Krankheit (Barriemore Barlow) verloren. Allerdings zwang "Chrysalis" Anderson, die Aufnahmen als Jethro Tull-Album zu deklarieren.

 

Sie wurde "Walk Into Light" (Chrysalis, 1983) das erste richtige eigene Album von Anderson. Darauf wurde er nur gerade mit vom damaligen Tull-Keyboarder Peter-John Vettese begleitet. Kein eigentliches Soloalbum war "A Classic Case" (RCA Red Seal, 1985).

 

Darauf war Anderson als Solist des London Symphony Orchestras zu hören, als dieses Jethro Tull-Stücke nachspielte. Ebenfalls keine offiziellen Veröffentlichungen waren zwei Lehr- und Demo-CDs, die 1993 und 1996 unter Andersons Namen erschienen.

                 

Mit "Divinities: Twelve Dances With God" (Angel, 1995) erschien Andersons zweites eigenes Album. Sein Untertitel lautete "Music for Flute and Orchestra". Das Orchester, mehr ein Kammerensemble, war allerdings nur gerade neun Musikerinnen bzw. Musiker stark.

 

Für die Aufnahmen seines dritten eigenen Albums "The Secret Language Of Birds" (Fuel 2000, 1999) holte Anderson die damaligen oder ehemaligen Tull-Musiker Martin Barre (g), Andrew Giddings (acc, p, org, key, marimba, perc, e-b, orchestral sounds) und Gerry Conway (dm) ins Studio.

 

Neben Conway kamen mit Darrin Mooney von Primal Scream und der Gary Moore Band sowie Ian Andersons Sohn James Duncan Anderson zwei weitere Drummer zum Einsatz. Mit zehn Musikern aus seinem Umkreis sowie mit einem Streichquartett nahm Anderson "Rupi's Dance" (Fuel 2000, 2003) auf.


Die DVD/Doppel-CD "Plays The Orchestral Jethro Tull" (Zyx, 2005) zeigte Anderson wie schon auf "A Classic Case" von 1985 als Solist vor einem Sinfonieorchester. Bei dieser Liveaufnahmen war es die Neue Philharmonie Frankfurt unter John O'Hara, die Jethro Tull-Songs spielte.


Ebenfalls unter Andersons Namen erschien "Thick As A Brick 2 - Whatever Happened to Gerald Bostock?" (Chrysalis, 2012). Es handelte sich dabei um die Fortsetzung des hochkomplexen, hochgelobten und hocherfolgreichen Jethro Tull-Konzeptalbums "Thick As A Brick" (Chrysalis, 1972), das sich um ein Gedicht des fiktiven achtjährigen Wunderkindes Gerald Bostock gedreht hatte.

 

"Thick As A Brick-Live In Iceland" (Eagle Vision, 2014) war ein Set mit einer Doppel-CD und/oder einer DVD bzw. Blu-ray. Die Figur von Gerald Bostock diente auch als Hintergrund zu einem weiteren Album, das sich "Homo Erraticus" (Kscope, 2014) nannte und mit den selben Musikern wie "Thick As A Brick 2" eingespielt wurde.

 

Auf "The String Quartets" (BMG, 2017) spielte The Carducci String Quartet Stücke von Jethro Tull, die meisten geschrieben von Anderson.

 

Anderson ist auch auf Aufnahmen des James Taylor Quartets, Men Without Hats, Peter Green, Astralasia, Uriah Heep, Blackmore's Night, Fairport Convention, P.F.M., Renaissance, Tim Bowness, Greg Lake, Toto und anderen zu hören.                                                                 06/26

 

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