top of page

Hermann Keller

  • musicmakermark
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Deutscher Komponist und Pianist zwischen zeitgenössischer Musik und freier Improvisation, geboren am 30. März 1945 in Zeitz, Sachsen-Anhalt. Er studierte von 1963 bis 1968 an der Musikhochschule Weimar Klavier und Komposition und beschäftigte sich daneben mit Improvisations- und Jazzmusik. Von 1968 bis 1971 war er Aspirant von Günter Kochan in Berlin.


 

Ab 1971 kam es zur Zusammenarbeit mit Jazzmusikern. Er spielte ab 1974 im Duo mit Manfred Schulze, war Mitglied von Ensembles von Schulze gründete später mit Schulze (bars, cl), Andy Altenfelder (tp, fl) und Wilfried Staufenbiel (vcl) das Berliner Improvisationstrio bzw. –quartett.

 

Dieses Ensemble gehörte zu den bekanntesten Gruppen der freien Improvisation in der DDR und trat Ende der 1970er erstmals in West-Berlin und auf dem Moers Festival auf. Von dieser Formation erschien die LP "Berliner Improvisations-Quartett" (Amiga, 1979).

 

Keller war von 1974 bis 1985 an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin als Dozent für Tonsatz und Improvisation tätig. Er veröffentlichte neben Alben mit frei improvisierter Musik auch solche mit komponierter Musik, die Raum für Improvisation lässt.

 

Daneben schreibt Hermann Keller auch ganz auskomponierte Werke. Die LP "Schwebungen – Brechungen" (Edition RZ, 1987) enthielt vier freie Improvisationen, die er auf einem präparierten Klavier solo eingespielt hatte.

 

"Dreieck - Zwei Elegien Nach Texten Von Georg Trakl - ... Quasi Ancora Una Sonata" (Nova, 1988) bestand aus drei mehrteiligen Kammermusik-Werken. Auf  "Bettina Otto, Klavier und Cembalo, spielt Finke, Keller, Münch, Weiss, Voigtländer, Katzer" (Nova, 1989) war Keller mit dem 10-minütigen Werk "6 Klavierstücke" vertreten.

 

"Quartette" (Wergo, 1995) enthielt die Werke "Wahlverwandtschaften" für Flöte, Viola, Klavier und Schlagzeug sowie "Quartett" für Klarinette, Saxophon, Piano und Schlagzeug. Der Komponist war wie oft selber als Pianist mit dabei.

 

"Konzerte: Masse und Individuum" (RCA Red Seal, Deutscher Musikrat und Sony BMG, 2004) enthielt je ein längeres Werk von Friedrich Goldman, Vinko Globokar, Rolf Riehm und Hermann Keller. Jenes von Keller hiess "Konzert für Klavier und Orchester". Der Komponist war bei dieser Aufnahme gleich auch Solist.

 

Die Doppel-CD "Nicht Ohne Wasser/29 Solostücke" (Jazzwerkstatt, 2010) zeigt Keller auf CD 1 zusammen mit Jürgen Kupke (cl, prep-cl), Uli Weber (tp, flh) und Antje Messerschmidt (vio, viola, waterphone, water-dm) in Aufnahmen von 2008. CD 2 enthält Soloaufnahmen von Keller, die er im November 2007 und im Mai 2008 aufgespielt hatte.


"Second Piano Concerto and Chamber Music" (Neos, 2010) hiess im selben Jahr eine weitere CD mit Werken von Keller. Darauf fanden sich das "Konzert für Klavier und 13 Instrumente", die "Sonate für Streichtrio und Klavier", die "Szene für Solo-Posaune" und die "Szenen für 1 GeigerIn und 1 PianistIn".

 

Das selbe Label veröffentlichte mit "Schumann Metamorphoses and Piano Sonatas" (Neos, 2010) auch eine zweite CD mit klassischen Werken. Es waren dies "Keimblätter", "Schumann-Metamorphosen", "2. Sonate für Klavier" und "3. Sonate für Klavier". 

 

"Solo, Duo and Trio Improvisations" (Neos, 2013) war eine weitere Aufnahme für dieses Label. Die Duostücke entstanden mit Antje Messerschmidt (vio, bull roarer, nose-fl), Manfred Schulze (bars), Jürgen Kupke (cl) oder Uwe Kropinski (g). Ein Triostück zeigte Keller mit Messerschmidt (vio, viola) und Dietrich Petzold (viola).

 

Hermann Keller starb am 26. März 2018, vier Tage vor seinem 73. Geburtstag in Berlin. Unter dem Titel "Manfred Schulze ‒ Hermann Keller" (Carbon Edition, 2018) wurden je zwei Stücke des Keller-Schulze-Werkstattorchesters und des Berliner Improvisations-Quartetts veröffentlicht.                                                        04/26

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page