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Ignaz Schick

  • musicmakermark
  • 19. Aug.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Aug.

Deutscher Experimental- bzw. Improvisationsmusiker (as, tt, bows, gongs, cymbals, perc, objects, elect), Klangkünstler und Komponist, geboren 1972 in Trostberg, Bayern.  Er wuchs in Marktl, Bayern, auf und spielte zunächst Saxophon im Jazz und Avant Rock-Bereich.


 

Er beschäftigte sich mit Mehrspurbandmaschinen, Plattenspielern und realisierte Experimente mit diversen Instrumenten und Klangerzeugern. Schick studierte an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er Assistent von Josef Anton Riedl wurde.

 

Seit 1995 lebt Ignaz Schick in Berlin. 1998 gründete er dort die "Edition Zangi", gefolgt von dem Label "Zarek". Er organisiert Veranstaltungen und Festivals für experimentelle Musik.

 

Aufnahmen unter eigenem Namen waren die LPs "Kratzen" (Edition Zangi, 1990), "Käseplatte" (Edition Zangi, 1991) und "Nuts" (Edition Zangi, 1998), die Kassette "Tales And Tools Against Radio Agents" "Edition x, 1997) und die CD-R "Tabit" (Zarek, 2000).

 

Ab 2000 entwickelte er mit den sogenannten Rotating Surfaces ein eigenes elektroakustisches Instrumentarium. Dabei werden diverse Objekte und Materialien direkt auf dem Metallteller eines Plattenspielers in Schwingung gebracht und durch ein Kondensatormikrofon verstärkt wiedergegeben.

 

Von Ignaz Schick's Decollage 3, einem Free Jazz-Trio mit Schick (as), Georg Janker (b) und Sunk Pöschl (dm), erschienen die CD "Lonely Woman" (David, 1997) und die Doppel-CD-R "Live Vol.1 & 2" (Zarek, 1999). "The Call" (Zarek, 2020) bestand aus Aufnahmen von 2003.

 

Edmundo Rosa war von 1997 bis 1999 ein Quartett mit Schick (comp, elect), Sascha Brsma (elect), Martin Kirchbacn (sound) und Volker Barndt (live-video), von dem die CD "Puppy Love" (Edition Zangi, 1998) auf den Markt kam.

 

Ein Ende 1998 gegründetes Trio mit Joerg Maria Zeger (processed g), Burkhard Beins (dm, perc, objects) und Schick (elect, devices, tt) hiess Perlonex. Mit Gilles Aubry, Annette Krebs und Andrea Ermke bespielte Schick (org pipes, cymbals, objects, vio, bow, tt, loops, elect) je eine der vier Mini-CDs des Sets "Berlin Electronics" (Absinth, 2008).

 

Je ein ganzes oder verkürztes Stück der vier Musikerinnen/Musiker wurde auch auf einer gleichnamigen 12"-EP  (Absinth, 2008) in einer Auflage von 13 Stück herausgebracht. Ab Anfang der 2000er Jahre erschienen mehrere Duoaufnahmen.

 

Mit Andrea Neumann (inside-p) entstand "Petit Pale" (Zarek, 2001) und mit Dawid Szczesny (elect) zuerst "The View Underneath" (Non Visual Objects, 2007) sowie später "Live In Geneva" (Zarek, 2011). Eine Begegnung mit Martin Tétreault (tt) wurde für die CD "Live • 33 • 45 • 78" (Ambiances Magnétiques, 2009) aufgezeichnet. 

 

"The Myth Of Persistence Of Vision Revisited" (Zarek, 2011) mit Andrea Belfi (elect) und und "ilog" (Boomslang, 2015) mit Oliver Steidle (dm, perc, elect) waren weitere Duoaufnahmen. "Butania Metallica" (Edition Zangi und Künstlerhäuser Worpswede, 2009) stellte eine Soloaufnahme dar.

 

Mit John Hegre und Morten J. Olsen bestritt Schick eine Seite der Split-Kassette "Avelas Noise Quartet/Random Selector" (Cottage Industry, 2009). Der Rest bestand aus einer gemeinsamen Aufnahme von Andre Avelas, Caetano Carvalho, Maia Lyon-Daw und Koen Nutters.

 

Phosphor hatte 1999/2000 ein Septett mit Burkhard Beins (perc), Axel Dörner (tp, elect), Robin Hayward (tuba), Annette Krebs (g), Andrea Neumann (inside-p), Michael Renkel (g, elect) und Schick (tt, objects) geheissen.

 

Im Rahmen des 5-CD-Sets "Blended Box" (SÅJ, 2016) von Sven-Åke Johansson (dm, perc) war Schick auf CD 4 mit dem Titel "Rotations I-IX" in Duoaufnahmen mit SAJ zu hören. Mit Marcel Tuerkowsky (tapes, objects, little instr) nannte sich Schick (org pipes, tt, objects, little instr) Snake Figures Arkestra.

 

Von diesem Duo erschienen die Mini-CD "Cooks & Devils" (Zarek, 2009) und die CD "Eight Pieces For Turntables & Tape" (Zarek, 2020) mit Aufnahmen von 2007/2008. Blind Snakes hiess ein Trio von Schick (tt, pedals) mit Jason Forrest (laptop, shouts) und Baron Mugglestone (dm, devices).

 

Das Ignaz Schick Electroacoustic Sextet war mit Schick (as, fl), Marta Zapparoli (elect, tapes), Matthias Müller (tb), Paul Lovens (dm, perc), Toshimaru Nakamura (elect) und Werner Dafeldecker (g, tapes, elect) besetzt und gab "The Return Of The Old School" (Zarek, 2017) heraus.

 

Im Sestetto Internazionale tat sich Schick (tt) mit Achim Kaufmann (p), Alison Blunt (vio), Gianni Mimmo (ss), Harri Sjöström (ss, sops) und Veli Kujala (acc) zusammen, um "Aural Vertigo" (Amirani, 2017),  "Live in Munich 2019)" (Listen! Foundation, 2020) und "Due Mutabili" (Amirani, 2023)  zu realisieren.

 

Eine Duoaufnahme mit Eliad Wagner (elect) trug den Titel "Yemen Breakfast" (Avant Whatever, 2017).  "Chiral" (tmrw>, 2018) hiess eine Kassette mit Nicola Hein (g) und Emilio Gordia (prep-vibes).

 

Als Anáhuac veröffentlichten Schick (tt, elect), Chris Cogburn (perc, elect) und Juan Garcia (b) den 10:22-minütigen DL-Track "Y_y" (2018). Danach erschienen von Anáhuac die Kassette "Ascua" (2020) und die CD "Anáhuac" (2020), alle bei "Astral Spirits und Monofonus Press".

 

Bunte Truppe hiess eine Gruppe, die dazu noch aus Limpe Fuchs (perc, viola, vcl), Ruth-Maria Adam (vio, vcl, elect) und Ronnie Oliveras (elect, cl) bestand und als erstes das Album "Träumen ohne Dinge" (Play Loud!, 2019) veröffentlichte. Ab 2020 gab Schick auf seinem eigenen "Zarek"-Label über 30 DL-Aufnahmen mit Archiv-Material heraus. Es waren dies Solo- Duo-, Trio- oder Quartetteinspielungen.

 

Ausserhalb dieser Serie erschienen weitere Aufnahmen. Gesamhaft listet discogs.com für Schick über 50 Aufnahmen als Leader oder Co-Leader auf. Zusammen mit jenen, die nur auf seiner Webseite aufgeführt sind, und jenen mit eigenen Gruppen, sind es einige mehr.       08/26

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