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Jamie Muir

  • musicmakermark
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Schottischer Schlagzeuger, Perkussionist und Maler, geboren am 4. Juli 1945 in Edinburgh, als William James Graham Muir. Er nahm Klavierunterricht und spielte Horn, bevor er sich während seines Studiums auf dem Edinburgh College of Art dem Jazz zuwandte.


 

Er spielte kurze Zeit Posaune, wechselte zum Schlagzeug und gründete in den frühen 1960er Jahren die Band The Assassination Attempt, die Free Jazz spielte. Als er nach London zog, spielte er im "Little Theater" mit Derek Bailey.

 

Zwischen 1968 und 1971 bildete er mit Derek Bailey (g), Evan Parker (ts, ss) sowie dem ehemaligen Stockhausen-Assistenten Hugh Davies (elect) und teilweise Christine Jeffrey (vcl) die Music Improvisation Company, von der ein gleichnamiges Album (ECM, 1970) erschien.

 

Weitere Aufnahmen des Quartetts ohne Jeffrey von 1969 und 1970 kamen später als "The Music Improvisation Company 1968-1971" (Incus, 1976) heraus. Daraus entwickelten sich ab Mitte der 1970er Jahren die vielen Company-Formationen, die Bailey im Rahmen von Company-Weeks regelmässig aus den besten europäischen und amerikanischen Musikern bildete (siehe Company).

 

Daneben spielte Muir auch kurze Zeit mit Pete Brown in dessen Band Battered Ornaments, in der Band Boris mit Don Weller, Jamie Peters und Jimmy Roche sowie in der Afrorock-Band Assagai. Danach gründete er mit Alan Gowen und Allan Holdsworth die Gruppe Sunship.

 

Im Sommer 1972 holte ihn Robert Fripp zu King Crimson, wo er bis Anfang 1973 wirkte. Unter Muirs Mitwirkung entstand das KC-Album "Larks' Tongues In Aspic" (Island, 1973). Danach entschied sich Muir für den Buddhismus und zog sich in ein Kloster zurück.

 

Erst 1980 kehrte er nach London zurück, wo er erneut mit Derek Bailey arbeitete und mit ihm die Duo-LP "Dart Drug" (Incus, 1981) aufnahm. 1983 war er Mitglied einer Company-Week, dokumentiert auf der LP "Trios" (Incus, 1986).

 

Ebenfalls 1983 spielte Jamie Muir mit Michael Giles (dm, perc) und David Cunningham (key) den Soundtrack zum Film "Ghost Dance" (Piano, 1996) ein. Diese drei Musiker spielten damals auch für kurze Zeit mit Steve Beresford (e-b, g, key, div instr), David Toop (fl) und Viv Albertine (g, vcl) von den Slits zusammen.

 

Eine weitere Aufnahme mit Jamie Muir, die 1983 entstand, aber erst später veröffentlicht wurde, war "The Ayes Have It" (Emanem, 2001) von Evan Parker (ts, ss) mit Paul Rodgers (b) als dritten Musiker neben Muir. Im langen Titelstück von 1991 war Muir allerdings nicht dabei.

 

Weitere Aufnahmen machte Muir in jener Zeit mit Richard Strange & The Engine Room  sowie mit Laurie Scott Baker. Jamie Muir zog sich 1989 völlig von der Musikszene zurück und widmete sich fortan der Malerei. Jamie Muir starb am 17. Februar 2025 im Alter von 79 Jahren in der englischen Grafschaft Cornwall.                                                   01/26

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