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Jan Ptaszyn Wróblewski

musicmakermark
vor 6 Stunden
2 Min. Lesezeit

Polnischer Jazz-Tenor- und Baritonsaxophonist, Komponist, Arrangeur, Bandleader, Dirigent und Journalist, geboren am 27. März 1936 in Kalisz. Sein Übername Ptaszyn bedeutet Bird. Er begann seine Karriere als Profimusiker beim Festiwal Jazzowy Sopot 1956 als Mitglied des Quintetts von Krzysztof Komeda.


 

Am Newport Jazz Festival 1958 war er Mitglied der von Marshall Brown zusammengestellten International Youth Band, die aus damals aufstrebenden Musikern wie Albert Mangelsdorff, Bernt Rosengren, Dusko Goykovich, Erich Kleinschuster, Gabor Szabo, George Gruntz und anderen bestand.

 

Der Auftritt dieser Big Band wurde auf der LP "Newport Jazz Festival 1958" (Philips, 1958) fesgehalten. In den 1960er Jahren spielte er im Andrzej Kurylewicz Quintet und in anderen Formationen. "Polish Jazz Quartet" (Polskie Nagrania Muza, 1965) zeigt ihn in Gesellschaft von Wojciech Karolak (p), Juliusz Sandecki (b) und Andrzej Dąbrowski (dm).

 

Auch erste Aufnahmen unter seinem eigenen Namen oder als Leader eigener Bands kamen ab Beginn der 1970er Jahre heraus. Unter seinem Namen erschien "Sweet Beat" (Polskie Nagrania Muza, 1972). Es war dies eine Aufnahme mit ihm als Solisten mit dem Orkiestra Pod Dyrekcją Zygmunta Mahalika zeigte.

 

Mit dem Studio Jazzowe Polskiego Radia entstand "Sprzedawcy Glonów" (Polskie Nagrania Muza, 1973). Auch bei dieser Aufnahme des Orchestes des polnischen Radios war er Solist, wie später bei Aufnahmen mit dem belgischen BRT Jazzorkest und der deutschen NDR Big Band.

 

Auf einer anderen Aufnahme (PolJazz, 1982) dirigierte er das Grand Standard Orchestra. Mit Wojciech Karolak (org) als Co-Leader sowie mit Marek Bliziński (g) und Czesław Bartkowski (dm) als Mitmusiker kam "Mainstream" (Polskie Nagrania Muza, 1974) zu Stande.

 

Auf "Made In Poland" (Gowi, 1995) leitet er ein elfköpiges Ensemble. "Live In Tarnów" (Polonia, 1999) war eine Sextettaufnahme mit Henryk Miśkiewicz (as), Robert Majewski (tp), Wojciech Niedziela (p), Jacek Niedziela (b) und Marcin Jahr (dm).

 

Vereinzelte Aufnahmen kamen unter den Bandnamen Ptaszyn Wróblewski All Stars, Ptaszyn Wróblewski Sextet, Jan Ptaszyn Wróblewski Sextet heraus. Vom Jan Ptaszyn Wróblewski Quartet erschienen ab 1978 nicht weniger als sieben Alben.

 

Die Doppel-CD "Blues Z Drobiu" (Pomaton EMI, 2005) und das 6-CD-Set "Studio Jazzowe Polskiego Radia 1969-1978" (Polskie Radio, 2020) erschienen unter seinem Namen. Leztere Aufnahmen dokumentieren seine Tätigkeit als Leiter des Jazz Studios des polnischen Radios.

 

Von 1970 an hatte Wróblewski während Jahren eine wöchentliche Jazzsendung im dritten Programm des polnischen Radios. Jan Ptaszyn Wróblewski starb am 7. Mai 2024 in Warschau im Alter von 88 Jahren.  09/26

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