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John Dowland

  • musicmakermark
  • 18. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Englischer Lautenspieler und Komponist, geboren nach eigenen Angaben 1563 in London oder in Irland, begraben am 20. Februar 1626 in St Anne, Blackfriars, London. Von 1579 bis 1584 stand Dowland im Dienst Henry Cobhams, des englischen Gesandten in Paris.


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Er diente auch dessen Nachfolger Edward Stafford, der dritte Duke of Buckingham. Nachdem er sich 1594 erfolglos als Nachfolger des verstorbenen königlichen Lautenspielers John Johnson beworben hatte, begab er sich auf eine einjährige Auslandsreise.

 

Er hielt sich am Hof von Heinrich Julius, Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel, und des Landgrafen Moritz von Hessen in Kassel auf. Anschliessend wollte er Luca Marenzio in Rom besuchen. In Florenz erfuhr er vom Plan einer katholischen Gruppe englischer Exilanten, ein Attentat auf Königin Elisabeth I. zu begehen.

 

Bestürzt reiste er nach Nürnberg zurück. Von dort aus schrieb er einen langen, verstörten Brief an Robert Cecil, den ersten Earl of Salisbury, in dem er detaillierte Angaben über die Verschwörer machte. Ende 1596 oder Anfang 1597 kehrte er nach London zurück, wiederum in der Hoffnung, als Hoflautenist angestellt zu werden.

 

Doch seine Erwartungen zerschlugen sich erneut, da sein Freund und Gönner Henry Noel verstarb, kurz nachdem er Dowland in einem Brief um seine Rückkehr nach England gebeten hatte. Dowlands nächster Auslandsaufenthalt führte ihn nach Dänemark, wo er von 1598 bis 1606 als Lautenist am Hof König Christians IV. von Dänemark verbrachte.

 

Dann wurde er wegen grossen finanziellen Schwierigkeiten von seinem Posten entfernt. Er kehrte er nach England zurück und war einige Jahre bei einem Höfling namens Theophilus Howard, Lord Walden angestellt. Im Oktober 1612 erhielt er den jahrelang ersehnten Posten als Musician for the lute am königlichen Hof in England.


Er schrieb nach diesem beruflichen Erfolg fast keine Kompositionen mehr. Nach seinem Tod – wahrscheinlich am 20. Januar 1626 – wurde er auf dem Friedhof von St Anne, Blackfriars, London, begraben. Die Kirche wurde beim grossen Brand 1666 zerstört.

 

Dowlands musikalisches Werk umfasst Lautenlieder, die durch meist drei zusätzliche Stimmen auch mit Vokalensembles (Sopran, Alt, Tenor, Bass) aufgeführt werden können. Dazu kamen Ensemblestücke, bei denen man Stimmen weglassen kann, sowie Werke für Laute solo und Werke für Gambenconsort mit Lautenbegleitung.

 

Seine Musik wurde im Laufe der Jahrhunderte wachgehalten überliefert, weiterentwickelt und im Zeitalter von Schallplatten auf hunderten Tonträgern dokumentiert, darunter auch vom Kronos Quartet auf dem Album "Early Music (Lachrymæ Antiquæ)" (Nonesuch, 1997). Eine der umfangreicheeren Sammlungen von Dowland-Werken war das 6-LP-Set "Bookes Of Songs (1597 • 1600 • 1603)" (Decca, 1977).

 

5 LPs umfassten Aufnahmen, die als "Complete Lute Music" (L'Oiseau-Lyre, 1980) bzw. als "Lautenwerke" (Decca, 1980) auf den Mark kamen. "The Complete Solo Lute Music" (BIS, 1995) erstreckte sich über vier CDs. Fünf Einzel-CDs umfasste "Compete Lute Works" (Harmonia Mundi), die zwischen 1995 und 1997 erschienen.        08/25

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