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Ken Hensley

  • musicmakermark
  • 19. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Englischer Keyboarder, Gitarrist, Sänger und Komponist, geboren am 24. August 1945 in London. In den 1960er Jahren spielte Hensley Gitarre. 1965 gründete er mit dem späteren Rolling Stones-Gitarristen Mick Taylor The Gods und wechselte deshalb an die Orgel.


 

In der Besetzung mit Ken Hensley (key, g, vcl), Joe Konas (g, vcl) dem späteren Jethro Tull-Mitglied John Glascock (e-b) und dem späteren Uriah Heep-Musiker Lee Kerslake (dm) spielten die Gods mit "Genesis" (Columbia, 1968) und "To Samuel A Son" (Columbia, 1970) zwei Alben ein.

 

Auch Greg Lake, später King Crimson und Emerson, Lake & Palmer, spielte zeitenweise bei The Gods. Aus The Gods wurde Toe Fat. Von dieser Band erschienen in der Besetzung Hensley, Glasock, Kerslake, Cliff Bennett (vcl, p) und Mox (fl, hca) die Alben "Toe Fat" (Parlophone, 1970) und "Two" (Real Zonophone, 1970).

 

Als Head Machine spielten Hensley, John Glascock und Kerslake zur selben Zeit mit Brian Glascock (dm), Mike Road (perc) und David Paramor (vcl) das Album "Orgasm" (Major Minor, 1970) ein. Später mutierte Toe Fat über Spice zu Uriah Heep.

 

In dieser frühen Prog Rock-Formation war Hensley in der Anfangsphase treibende Kraft. Er wirkte auf allen Alben zwischen "...Very 'Eavy ...Very 'Umble" (Vertigo, 1970) und "Conquest" (Castle, 1980) mit und schrieb die meisten Songs, darunter auch den Alltime-Hit "Lady In Black".

 

Nach dem Tod von Bassist Gary Thain und dem Rauswurf von Sänger David Byron verliess Hensley 1980 die Gruppe. Schon während seiner Heep-Zeit hatte Ken Hensley zwei wenig erfolgreiche Soloalben aufgenommen.

 

Auf "Proud Words On A Dusty Shelf" (Bronze, 1973) wurde er von Dave Paul oder Gary Thain (e-b) sowie von Lee Kerslake (dm) unterstützt, auf "Eager To Please" (Bronze, 1975) waren Mark Clarke (e-b, vcl), Bugs Pemberton (dm, perc) sowie teilweise B.J. Cole (pedal steel-g) und Ray Warleigh (sax) seine Begleiter.

 

Nach dem dritten Soloalbum "Free Spirit" (Bronze, 1980) ging Hensley in die USA. Zwischen 1982 und 1985 war er Mitglied von Blackfoot und spielte auf zwei Studioalben dieser Gruppe mit. Dazu war er auch für W.A.S.P. tätig.

 

Er lebte später im US-Bundesstaat Missouri und war an einigen Musicals beteiligt, zog sich aber sonst weitgehend aus dem Musikbusiness zurück. 1990 erschien mit "The Best Of Ken Hensley" (Sequel) eine Compilation. "From Time To Time" (Red Steel, 1994) war eine Sammlung von raren oder noch nicht veröffentlichten Tracks aus den Jahren 1971 bis 1982.

 

Dann meldete sich Hensley Ende der 1990er Jahre mit "A Glimpse Of Glory" (H.I.S., 1999) zurück. Das Album erschien unter dem Gruppennamen Ken Hensley & Visible Faith. Nach der Compilation "Ken Hensley Anthology" (Essential, 2000) folgte mit "Running Blind" (Mystic, 2002) ein weiteres Soloalbum.

 

"The Return" (Eagle, 2001) hatte dazwischen eine Aufnahme geheissen, die Hensley unter dem Gruppennamen The Hensley Lawton Band mit John Lawton (vcl, g) als Co-Leader sowie mit Justin Shefford (dm), Paul Newton (e- b, vcl) und Reuben Kane (g, vcl) als Mitmusiker eingespielt hatte.

 

Mit John Wetton (e-b, g, vcl) als Co-Leader sowie ebenfalls mit einigen Mitmusikern hatte Hensley zur selben Zeit die beiden Alben bzw. DVD "More Than Conquerors" und "One Way Or Another" (beide Classic Rock, 2002) realisiert. Mit Hilfe vieler Musiker entstand "The Last Dance" (Sacramento, 2003).


Danach folgten das mit russischen Musikern eingespielte Album "The Wizard's Diary - Volume One" (Horsepower, 2005) sowie "Cold Autumn Sunday (Monicamat, 2005) und die DVD "Live Fire" (2007). "Elements - Anthology 1968 To 2005" (Sanctuary, 2006) war eine Doppel-CD mit Material von The Gods, Head Machine, Toe Fat und vor allem Uriah Heep auf CD 1. CD 2 umfasste Material aus seinen Solo-Veröffentlichungen.

 

"Blood On The Highway" (Politur, 2007) trug den Untertitel "The Ken Hensley Story" und wurde unter anderem mit Hilfe eines Sinfonie-Orchesters eingespielt. Das Ganze erschien auch als DVD/Blu-ray-Disc (Membran, 2008). "Faster" (Earmusic, 2011) nannte sich eine Aufnahme, die unter dem Gruppennamen Ken Hensley & Live Fire erschien.

 

Weiter ging's mit "Love & Other Mysteries" (Esoteric Antenna, 2012) und der live 2012 in Sapnien mitgeschnittenen Solo-Akustik-CD "Live Tales" (Cherry Red, 2013). "My Book Of Answers" (Hear No Evil, 2021) erschien posthum.

 

Weitere Compilation trugen die Titel "Rare & Timeless" (BMG, 2017) und "The Bronze Years 1973-1981" (HNE, 2019). Letztere bestand aus den ersten drei Soloalben auf drei CDs und einer Interview-DVD. Fünf CDs umfasste "Tales Of Live Fire & Other Mysteries" (HNE, 2020) mit erweiterten Fassungen seiner späten Alben "Love & Other Mysteries" von 2012 und "Live Tales" von 2013.

 

Ken Hensley starb am 4. November 2020 im Alter von 75 Jahren im spanischen Agost, Alicante. Er hintereliess auch Spuren auf Alben von Weed, Cinderella, Javier Mendoza, Bruce Cameron, Urban Sprawl Band, Metalium, Ayreon sowie auf Tributalben für Uriah Heep, Peter Green und Phil Lynott.                                                              06/26

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