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Lê Quan Ninh

  • musicmakermark
  • vor 2 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Französicher Experimental-Perkussionist, geboren am 29. Dezember 1961 in Paris. In seiner Kindheit spielte er zuerst Klavier, wechselte dann aber als Jugendlicher zu Perkussionsinstrumenten. Er studierte von 1978 bis 1982 Perkussion bei Sylvio Gualda am Konservatorium von Versailles.


 

Danach war er Mitglied von diversen Ensembles für zeitgenössische Musik. Ab 1986 bildete er mit Isabelle Berteletti, Jean-Christophe Feldhandler und Florent Haladjian das Quatuor Hêlios. Er begleitete oft Tänzerinnen und Tänzer.

 

Neben der modernen klassischen Musik ist Lê Quan Ninh auch in der freien Improvisation tätig. Als Mitglied des Sextetts von Misha Lobko (cl) kam Lê Quan Ninh zu ersten Aufnahmen. Die LP hiess "Rituals" (Leo, 1985).  Weitere Mitwirkende waren Christine Janvier (cello), Didier Petit (cello), Rosine Feferman (b) und Ida Helene Heidel (fl).

 

Ab Mitte der 1980er Jahre arbeitete er oftmals mit den Saxophonisten Michel Doneda und Daunik Lazro zusammen. Eine erste Aufnahme dieses Trios hiess "Concert Public" (Vand'Oeuvre, 1989). Im Trio, zu zweit bzw. mit anderen Musikerinnen und Musikern waren Lê, Doneda und Lazro auf vielen weiteren Aufnahmen zu hören (siehe Doneda/Lazro/Lê).


Lê war Mitglied mehrerer Ensembles von Butch Morris mit denen der Orchesterleiter seine Conductions einspielte. Eine Trioaufnahme von Lê Quan Ninh mit Butch Morris (co) und J.A. Deane (tb, fl, elect) trug den Titel "Burning Cloud" (FMP, 1996). "Ustensiles" (For 4 Ears, 1997) hiess seine erste unbegleitete Soloaufnahme.

 

Später folgte mit "Le Ventre Négatif" (Meniscus, 2003) sein zweites Solowerk. Im Januar 2000 hatte er mit Günter Müller (perc, elect) "La Voyelle Liquide" (Erstwhile, 2000) eingespielt, im Oktober 2001 mit Frédéric Blondy (p) "Exaltatio Utriusque Mundi" (Potlach, 2003).

 

Angeregt durch die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Posaunisten und Computermusiker George Lewis, der für das Hêlios Quartet die Werke "Virtual Discourse" (1993) sowie später "Crazy Quilt" (2002) schrieb, begann Lê Quan Ninh mit der Entwicklung eines interaktiven Computerprogramms.

 

1997 wurde am Center For Research In Computing And The Arts der Universität San Diego in California der erste Satz des Werkes "Oscille" erarbeitet. Die ganze, dreisätzige Komposition von Lê Quan Ninh kam am Festival Sons d'Hiver 1998 zur Uraufführung.

 

Eine Aufnahme dieses Werks in einer Studioeinspielung von 1999 mit Ly Thanh Tiên (voice) erschien unter dem Titel "Quatuor Hêlios" (Vand'Oeuvre, 2000). Die CD enthielt zudem Werke von Jean-Christophe Feldhandler, Vinko Globokar und Toru Takemitsu.

 

Im Duo mit Martine Altenburger (cello) entstand 1999 die Live-DL-Aufnahme "Love Stream" (Insubordinations, 2006), mit Jean Derome (fl, as, little instr) "Flechette" (Tour de Bras, 2009).

 

"AGiiiiR" (Free Elephant, 2010) war eine Quartettaufnahme vom Oktober 2005 mit André Goudbeek (as, bcl), Christine Wodrascka (p) und Peter Jacquemyn (b). Später entstand im Oktober 2008 ohne Wodrascka die Trioaufnahme "Uwaga" (Not Two, 2011).

 

Die Doppel-CD-R "Contact Made" (Gnu, 2010) bestand aus Triotracks mit Norbert Stammberger (prep-as) und Franz Hautzinger (quarter-tone tp). Núria Andorrà (perc) und Tom Chant (ts, ss) waren musikalische Partner auf "Live At L'Ateneu Barcelonès" (Discordian, 2014).

 

Auf "Live @ Loft Köln" (Impakt, 2016) ist sind Begegnungen des Ensembles IMPAKT (Improvisation & Aktuelle Musik Köln) mit Lê Quan Ninh, Eve Risser (p, toys, elect) oder Evan Parker (sax) dokumentiert. Mit Loris Binot (prep-p) und Emilie Škrijelj (acc) entstand "Distant Numbers" (Eux Sæm, 2020).

 

"Those Whose Dads Never Met" (CCAM Éditions, 2023) war eine Duoaufnahme mit Jean-Luc Guionnet (as). Mit Massimo De Mattia (fl) und Gal Furlan (dm, perc) wurde "Beneath The Forge" (Klopotec, 2024) realisiert.

 

Weitere Aufnahmen machte er mit Beñat Achiary, Butch Morris, Peter Kowald, Joëlle Léandre, Dominique Répécaud, Jean-Luc Therminarias, Susan Alcorn, John Russell, Simon H. Fell, Howard Stelzer, Jonas Kocher, Richard Barrett und anderen.

 

Auch als Mitglied der Formationen Mario Schiano Group, Idiome 1238, Trio Local, Chris Burn's Ensemble, ensemble]h[iatus, Une Chance Pour L'Ombre, The Trummerflora Collective, Trio Local, Soixante Étages, Grosse Abfahrt  und Hyperion kam er zu Aufnahmen.

 

2003 war er "Artiste en residence" in Biel, wo er mit Schweizer MusikerInnen wie Charlotte Hug, Daniel Erismann, Katrin Scholl, Christian Wolfarth, Tomas Korber, Claudia Ulla Binder, Jacques Demierre, Franziska Baumann, Hans Koch, Martin Schütz, Dorothea Schürch, Franz Aeschbacher und Hans Anliker zusammentraf.            04/26

 

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