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Liberation Music Orchestra

Amerikanische Free/Contemporary Jazz-Grossformation, gegründet 1969 vom amerikanischen Bassisten Charlie Haden, Leader einer ganzen Reihe von weiteren Gruppen und Co-Leader/Mitglied von Gruppen wie Keith Jarrett Trio, Mingus Dynasty, Old And New Dreams, Ornette Coleman Quartet/Quintet, Paul Bley Quartet/Quintet und anderer.



Mit dem Liberation Music Orchestra wollten Haden und seine Mitmusiker jeweils Stellung zu aktuellen politischen Themen nehmen. Eine Vielzahl dieser von Carla Bley arrangierten Werke basieren auf Protestsongs. Als erste Aufnahme nahm das LMO im April 1969 unter Hadens Namen die LP "Liberation Music Orchestra" (Impulse!, 1970) auf.

 

Haden scharte dabei Musiker um sich, die zur selben Zeit auch im Jazz Composers Orchestra tätig waren. Es waren dies Perry Robinson (cl), Gato Barbieri (ts, cl), Dewey Redman (ts, as), Don Cherry (co, fl), Michael Mantler (tp), Roswell Rudd (tb), Bob Northern (perc, horn), Howard Johnson (tuba), Paul Motian (dm), Andrew Cyrille (dm), Sam Brown (g, thumb-p) und Carla Bley (p).

 

Dann dauerte es 14 Jahre bis mit "The Ballad Of The Fallen" (ECM, 1983) ein zweites Album erschien. Auf dieser Aufnahme fanden sich umgearbeitete Lieder von verschiedenen Freiheitsbewegungen. Den Kern des LMO bildeten dabei die Ur-Mitglieder Carla Bley, Cherry, Mantler, Motian und Redman. Den Rest rekrutierte Haden aus Mitgliedern der Carla Bley Big Band  

 

Das LMO trat 1989 auch im Rahmen einer Konzertreihe in Montreal auf, die Charlie Haden gewidmet war. Wie von anderen Auftritten dieses Festivals erschien das Konzert später als "The Montreal Tapes" (Verve, 1999). Das LMO bestand damals aus Tom Harrell und Stanton Davis (tp), Ray Anderson (tb), Sharon Freeman (frh), Joe Daley (tuba), Ken McIntyre (as), Joe Lovano (ts), Ernie Watts (ts, Gerri Allen (p), Mick Goodrick (g) und Paul Motian (dm).

 

Zuvor war mit "Dream Keeper" (DIW, 1990) die dritte Aufnahme des Liberation Music Orchestras erschienen. Von der zweiten Formation, die "The Ballad Of The Fallen" aufgenommen hatte,  waren erneut Redman, Freeman, Goodrick, Motian und Carla Bley dabei. Dazu kamen Tom Harrell (tp, flh), Earl Gardner (tp), Ray Anderson (tb), Joe Daley (tuba), Ken McIntyre (as), Joe Lovano (fl, ts), Brandford Marsalis (ts, fl), Amina Claudine Myers (p), Don Alias (perc), Juan Lazaro Mendolas (fl) und der Oakland Youth Chor unter der Leitung von Elizabeth Min.

 

"Live In Montreal" (Image Entertainment, 2002) war eine Live-DVD, die am Jazzfestival Montreal 1992 mitgeschnitten worden war. Mit "Not In Our Name" (Verve, 2005) erschien nach langer Pause wieder einmal ein Studioalbum. Darauf ist das LMO in der Besetzung Haden, Bley, Michael Rodriguez und Seneca Black (tp), Curtis Fowlkes (tb), Sharon Freeman (frh), Joe Daly (tuba), Miguel Zenón (as), Chris Creek (ts), Tony Malaby (fl, ts), Steve Cardenas (g) und Matt Wilson (dm) zu hören. 

 

Leader und Gründer Charlie Haden starb am 11. Juli 2014 in Los Angeles. Nachträglich erschienen unter dem Titel "Time/Life (Song For The Whales And Other Beings)" (Impulse!, 2016) Aufnahmen, die das LMO 2011 bei einem Festival-Auftritt in Belgien sowie im Januar 2015 ohne Haden in einem Studio in New York eingespielt hatte.

 

"Live 1993" (Equinox, 2019) hiess ein weiterer, nachträglich veröffentlichter, allerdings illegaler Live-Mitschnitt.                    06/24

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Joe Baiza

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