Der holländische Bassist, Cellist, Komponist und Ensemble-Leiter Maarten Altena veröffentlichte ab Anfang der der 1980er Jahre eine ganze Reihe von Aufnahmen, die er mit grösseren Ensembles einspielte.
Auf der ersten, der LP "Tel" (Claxon, 1983), nannte sich die Gruppe Maarten Altena Octet und bestand neben dem Leader aus Paul Termos (as), Lindsay Cooper (bassoon, sops), Maud Sauer (oboe, engh), Kenny Wheeler (tp), Wolter Wierbos (tb), Guus Janssen (p) und Maartje Ten Hoorn (vio).
In diese Gruppe war mit Altena, Termos, Sauer und Wierbos das ebenfalls schlagzeuglose Maarten Altena Quartet integriert, das in dieser Besetzung in jener Zeit die Alben "Veranda" (Claxon, 1982), "Miere" (Nato, 1984) und "Rondedans" (Claxon, 1985) veröffentlichte.
Auf "Quick Step" (Claxon, 1985) mit Konzertaufnahmen von 1984 und 1985 war teilweise ein Oktett, teilweise ein Nonett mit Michael Vatcher (dm, perc), Ab Baars (ts) oder Peter van Bergen (ts) als weitere bzw. als jeweils neunte Musiker im Einsatz. Teilweise spielten Simone de Haan (tb) an Stelle von Wierbos sowie Eric Boeren für Kenny Wheeler.
Wieder als Octet-Aufnahme war "Rif" (Claxon, 1987) deklariert, mit Michael Moore (as, cl, bcl), Peter Van Bergen (ts, bcl), Marc Charig (tp, horn), Wolter Wierbos (tb), Guus Janssen (p, synth), Maartje Ten Hoorn (vio) und Michael Vatcher (dm, perc) als Beteiligte.
Auf "Quotl" (hat ART, 1989), der ersten Aufnahmen unter der Bezeichnung Maarten Altena Ensemble, war mit Michael Moore, Peter Van Bergen, Marc Charig, Wolter Wierbos, Michiel Scheen (p), Maartje ten Hoorn, Maarten Altena und Michael Vatcher praktisch die selbe Oktettbesetzung wieder am Werk.
Das galt auch für "Cities & Streets" (hat ART, 1991), einer Aufnahme, die unter Altenas Namen erschien. An Stelle von Maarje ten Hoorn war Christel Postma (vio) zu hören. "Code" (hat ART, 1991) war im selben Jahr eine weitere Ensembleaufnahme.
Darauf bestand das Oktett aus Van Bergen, Wierbos, Scheen, Postma, Altena und Vatcher. An Stelle von Michael Moore und Marc Charig waren neu Jacques Palinckx (g) und Jannie Pranger (vcl) in die Band nachgerückt.
Mit dem Schriftsteller Remco Campert entstand "City Music" (Attacca, 1993). Als Musiker wirkten bei den Aufnahmen Van Bergen, Wierbos, Scheen, Postma, Pranger, Altena, Vatcher, Wiek Hijmans (g) und Walter Van Hauwe (recorder) mit. "Slow Motion [1993] - Tik - Figuur - Lento - ABCDE - Slow Motion [1994]" (Donemus und Composers' Voice, 1995) enthielt die sechs entsprechenden Werke.
Gespielt wurden sie von Van Bergen oder Erik Van Deuren (cl, bcl), Wierbos, Michael Barker (recorder), Hijmans, Scheen, Alison Isadora (vio), Pranger, Altena, Vatcher und in je einem Track Cor Fuhler (harm), Hans Van Der Meer (glockenspiel) oder Paul Kiek (vibes).
Ein besonderes Experiment wagte Altena auf der Ensemble-CD "Working On Time" (NM Classics, 1996). Er liess Ensemblemitglieder oder befreundete Musiker Fremdkompositionen bearbeiten und führte diese mit seinem Ensemble auf. Altena selber nahm sich eines Werkes des Barock-Komponisten John Dowland an.
Henk van der Meulen bearbeitete Henry Purcell, Geert van Keulen Guillaume de Machaut, während sich Alison Isadora an ein Stück von Brian Eno machte. Dazu kamen weitere Stücke von zeitgenösischen Komponisten wie Gilius Van Bergeijk, Martijn Padding und Richard Ayres.
Am Werk war praktisch das gleiche Nonett wie auf der vorangegangenen CD. An Stelle von Vatcher spielte nun Hans Van der Meer (dm, perc). Das traf auch auf "Maarten Altena Ensemble" (Donemus und Composers' Voice, 1996) zu, die ebenfalls in der Neuerbesetzung Van Deuren, Wierbos, Barker, Scheen, Wiek Hijmans, Isadora, Pranger, Altena und Van der Meer entstand.
Liveaufnahmen aus den Jahren 2000 bis 2002 wurden unter dem Titel "Compilatie CD Maarten Altena Projecten 2000-2002 (Live Opnamen)" (2002) zu einer Promotion-CD-R zusammengestellt. Die nächste richtige Ensembleaufnahme war "Generations" (X-OR, 2002).
Inzwischen hatte Altena sein Ensemble fast neu besetzt. Es bestand neben dem Leader aus David Kweksilber (sax, cl), Koen Kaptijn (tb), Wiek Hijmans (g), Reinier van Houdt (p), Anna McMichael (vio), Pieter Smithuijsen (b) und Hans Van der Meer (dm, perc).
Dazu kam als Dirigent in fünf der sechs Tracks Jussi Jaatinen. Das längere sechste Stück dirigierte Otto Tausk. In drei Tracks war Noa Frenkel (samp, vcl) zu hören. Das Ensemble spielte Werke von Yannis Kyriakides, Alison Isadora, Rachel Yatzkan, Jan-Bas Bollen, Ricardo Giraldo und Piet-Jan van Rossum.
Zusammen mit Solex alias Elisabeth Esselink bestritt das Ensemble in einer ähnlichen Besetzung Teil 13 der "In The Fishtank"-Serie (Konkurrent, 2005). Die nächsten Ensemble-Aufnahme trug den Titel "Speechless" (MAE Documents, 2005).
Darauf waren Michel Marang (cl), Koen Kaptijn (tb), Wiek Hijmans (g), Reinier Van Houdt (p), Karolina Bäter (recorder), Anna McMichael (vio), Noa Frenkel (alto), Orlanda Velez Isidro (soprano), Jelte Van Andel (b) und Hans Van der Meer (dm, perc, vibes, glockenspiel) im Einsatz.
Auf "Terts" (Leine Roebana, 2005) stellte Altena zwei Werke von Erik Satie zwei eigenen gegenüber. "Full Moon" (Ensemble Klang, 2024) hiess Jahre später eine Aufnahme, auf dem das holländische Ensemble Klang die Altena-Werke "Full Moon" (2019), "Flashback" (2020) und "Slam, Pluck & Blow" (2012) interpretierte. 06/26