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Marc Johnson

  • musicmakermark
  • vor 8 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Bassist, Komponist und Bandleader, geboren am 21. Oktober 1953 in Omaha, Nebraska. Er begann mit 16 Jahren Bass zu spielen, nachdem er zuvor schon Klavier und Cello gespielt hatte.


 

Er studierte an der Universität von North Texas, wo zur selben Zeit Lyle Mays ausgebildet wurde. Später nahmen Mays und Johnson mit Jack DeJohnette (dm) das Album "Fictionary" (Geffen, 1993) auf.  


1972 hatte Johnson im Fort Worth Symphony Orchester gespielt. 1977 tourte er mit der Woody Herman-Big Band durch die Lande. Bei einem Tourneestop in New York 1978 lud ihn Bill Evans in sein Trio ein.

 

Dort spielte er ab November 1979 bis zu Evans' Tod am 15. September 1980 an der Seite von John LaBarbera (dm). Vor Johnson und LaBarbera waren Eddie Gomez (b) und Eliot Zigmund (dm) die Begleiter von Bill Evans gewesen. Vom letzten Bill Evans Trio kamen in den 2020er Jahren diverse Archivaufnahmen heraus.

 

Marc Johnson arbeitete auch für Stan Getz, Michael Brecker, Paul Motian, Lee Konitz, Charles Lloyd, Gary Burton, Jack DeJohnette, Dino Saluzzi. Anfang der 1980er Jahre war er Mitglied der Monday Night Band von Gil Evans, die jeweils am Montag im "Village Vanguard" spielte.

 

Mitte bis Ende der 1980er Jahre sowie 1992 war Johnson zusammen mit Peter Erksine (dm) Mitglied eines langlebigen John Abercrombie Trios, das mehrere Aufnahmen veröffentlichte. Später holte ihn Abercrombie auch in andere Ensembles.

 

Johnson gründete Mitte der 1980er Jahre mit Erskine seine eigene Gruppe Bass Desires, in der er Bill Frisell und John Scofield die Saiten kreuzen liess. Die Idee, zwei Gitarristen zu beschäftigen, hatte Johnson bei Miles Davis und Gary Burton abgeschaut.

 

Von Bass Desires erschienen die LPs "Bass Desires" (ECM, 1986) und "Second Sight" (ECM, 1987). "Two By Four" (EmArcy, 1989) erschien unter Johnsons Namen und zeigte ihn je nach Track in Begleitung von Toots Thielemans (hca), Makoto Ozone (p), Gary Burton (vibes) und/oder Lucy Crane (vcl).

 

Duoaufnahmen mit Enrico Pieranunzi (p) waren "The Dream Before Us" (IDA, 1992), "Trasnoche" (Egea, 2003) und "Yellow & Blue Suites" (Challenge, 2008). Enrico Pieranunzi holte Johnson auch zu vielen Trioaufnahmen dazu.

 

Nach Bass Desires stellte Johnson mit Ben Monder (g) und Arto Tunçboyaciyan (perc) das Trio Right Brain Patrol zusammen, das eine gleichnamige Aufnahme (JMT, 1992) einspielte. Mit Wolfgang Muthspiel (g) an Stelle von Monder entstand die zweite Right Brain Patrol-Aufnahme "Magic Labyrinth" (JMT, 1995).

 

Für das unter eigenem Namen erschienene Album "The Sound Of Summer Running" (Verve, 1997) brachte Johnson die Gitarreros Bill Frisell und Pat Metheny mit Joey Baron (dm) zusammen. "If Trees Could Fly" (Intuition, 1998) war eine Duoeinspielung mit Eric Longsworth (e-cello).

 

Auf "Shades Of Jade" (ECM, 2005) wurde er von John Scofield (g), seiner Frau Eliane Elias (p), Joey Baron (dm) und Alain Mallet (org) begleitet. "Swept Away" (ECM, 2012) entstand im Quartett mit Elias, Baron und Joe Henderson (ts).

 

"Overpass" (ECM, 2021) enthielt unbegleitete Soloaufnahmen. Mit John Taylor (p) und Joey Baron (dm) als gleichwertige Partnere kam "Tramonto" (ECM, 2025) zu Stande.

 

Bei discogs.com hat er an die 450 Einträge als Musiker. Zudem arbeitete er im Verlaufe seiner Karriere eng mit seiner Ehefrau, der brasilianischen Sängerin und Pianistin Eliane Elias zusammen.

 

Er machte Aufnahmen mit Masabumi Kikuchi, Gary Burton, Peter Erskine, Warren Bernhardt, John Taylor, Andy LaVerne, Joe Lovano, John Scofield, Paul Bley, Eddie Daniels, Jim McNeely, Johnny Griffin, Eliane Elias, Axel Fischbacher, Peter O'Mara, Dino Saluzzi, Ralph Towner, Wolfgang Muthspiel und anderen.                                04/26

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