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Mercury Rev

musicmakermark
vor 3 Stunden
3 Min. Lesezeit

Amerikanische Alternative/Indie Rock-Gruppe, gegründet 1989 in Buffalo, New York, von David Baker (vcl), Jonathan Donahue (vcl, g), Sean Mackowiak alias Grasshopper (g, cl), Suzanne Thorpe (fl), Dave Fridmann (e-b) und Jimy Chambers (dm).


 

In Buffalo lehrte damals auch der Minimal Music-Komponist, -Violinist und Filmemacher Tony Conrad. Auch Terry Riley hatte dort zwischen 1967 und 1969 gearbeitete und sein bahnbrechendes Werk "In C" aufgenommen.

 

Inspiriert von diesen Musikern spielten Baker, Donahue und Grasshopper erste kleinere Stücke ohne Songform und Strukturen ein. Weil Donahue in einer richtigen Band spielen wollte, schloss er sich The Flaming Lips an. Grasshopper leitete mit Harmony Rockets vorerst seine eigene Formation.

 

Die ersten Aufnahmen von Mercury Rev als Gruppe kamen auf dem Album "Yerself Is Steam" (Mint Films, 1991) heraus. Unter dem Titel "Car Wash Hair" (Mint Films, 1991) erschien im selben Jahr auch eine EP. Mercury Rev veröffentlichte im Laufe der Jahre rund 40 EPs oder Singles.

 

Die Kassette "Lego My Ego" (Mint Films, 1992) bestand aus einem Livetrack, mitgeschnitten im Juni 1992 in London, dem Titeltrack des Films "Moonbuggy" von 1990 von Howard Nelson sowie vier Songs von einer Session vom August 1991 für John Peel von Radio BBC One.

 

Diese Sammlung sowie das Debutalbum wurden im selben Jahr zur Doppel-CD bzw. Doppel–LP "Yerself Is Steam/Lego My Ego" (Beggars Banquet, 1992) zusammengefasst. Eine spätere Doppel-CD-Version (Mint Films, 2007) enthielt auch noch eine DVD mit zwei Videos.

 

Nach dem zweiten richtigen Album "Boces" (Columbia und Beggars Banquet, 1993) verliessen Baker und Fridman die Band, wobei Fridman als Produzent, Toningenieur und gelegentlich auch als Musiker weitermachte. "Boces" war ein Top-50-Album in Grossbritannien.

 

Das folgende Album "See You On The Other Side" (Beggars Banquet und diverse Labels, 1995) enthielt auch Material, das für "Boces" aufgenommen worden war, dort aber keinen Platz mehr hatte. Das nächste Album "Deserter's Song" (V2, 1998) entstand im Stile der "Basement Tapes" von Bob Dylan And The Band.

 

Für die Aufnahmen holte Mercury Rev diverse Gäste dazu, darunter Garth Hudson (ts, as) und Levon Helm (dm) von The Band. Ein Teil der Auflage enthielt als Bonus eine zweite CD mit fünf weiteren Songs dieser Session.

 

Später kam eine weitere Doppel-CD-Version von "Deserter's Songs" (V2 und Cooperative Music, 2011) auf den Markt, die das Original-Album auf CD 1 sowie Remixes und Demo-Versionen auf CD 2 enthielt. Letztere Aufnahmen waren mit "Deserted Songs" betitelt und wurden später auch einzeln auf einer LP (Modern Classics, 2013) erhältlich gemacht.

 

Dazu war die CD "Deserter's Songs Instrumental" (Excelsior Melodies, 2011) mit Instrumental-Versionen der Albums-Tracks erschienen. "Goddess On A Hiway" (V2, 1999) war eine Sammlung von frühen Songs und Live-Versionen. Das nächste reguläre Studioalbum war "All Is Dream" (V2, 2001), wiederum eingespielt mit einer ganzen Reihe von Gästen. Es war das erste Album in den Billboard 200 und zwar auf Platz 17.

 

Vom nächsten Album "Secret Migration" (V2, 2005) erschien ebenfalls eine Doppel-CD-Version. "Hello Blackbird" (V2, 2006) war der Soundtrack zum Film "Bye Bye Backbird" von Robinson Savary. "The Essential Mercury Rev: Stillness Breathes (1991-2006)" (V2, 2006) nannte sich eine Compilation in Form einer Doppel-CD.

 

"Snowflake Midnight" (V2 und Yep Roc, 2008) war das nächste Album, dessen Doppel-LP-Version auf der LP 2 auch jene 11 Tracks enthielt, die unter dem Titel "Strange Attractor" (2008) sonst nur noch als Download auf der Band-Webseite zu haben waren.

 

"Snowflake Midnight" war auf Platz 14 das zweite Album in den Billboard 200. Die Doppel-CD "The Peel Sessions" (Universal, 2009) bestand aus Songs, die zwischen Oktober 1991 und November 2001 ausgestrahlt worden waren.

 

Ein weiteres Album war "Beyond The Swirling Clouds, An Evening At Barrowland Ballroom" (V2 und Cooperative Music, 2011). Es handelte sich um Live-Aufnahmen, die am 6. März 2005 im Barrowland Ballroom in Glasgow  mitgeschnitten worden waren.

 

Ältere Liveaufnahmen wurden unter dem Titel "Live In Brixton '92" (Excelsior Melodies, 2012) in DL-Form herausgebracht. Das DL-Album "Inner Autumn Outer Space" (2013) bestand aus einem einzigen, 46:41-minütigen Track.

 

"The Light In You" (Bella Union, 2015) war das nächste reguläre Album. 2016/2017 kamen beim Label "Excelsior Melodies" mehrere DL-Livealben heraus. Die Aufnahmen stammten aus den Jahren 1992 bis 2011.

 

Mit "Bobbie Gentry's The Delta Sweete Revisited" (Partisan, 2019) hatte die Band ein Nummer-1-Album in den Billboard 200, obwohl es sich nur um ein Remake von "The Delta Sweete" (Capitol, 1968) von Bobbie Gentry handelte.

 

Anstelle von "Louisiana Man" coverte Mercury Rev Bobbie Genrys damaligen US-Nummer-1-Hit "Ode to Billie Joe" (Capitol, 1967). Für jeden Song holte die Band eine andere Sängerin dazu.

 

Es waren dies Norah Jones , Hope Sandoval, Rachel Goswell, Carice van Houten Laetitia Sadier, Margo Price, Susanne Sundfor, Vashti Bunyan & Phoebe Bridgers, Marissa Nadler, Beth Orton und für "Ode to Billie Joe" Lucinda Williams.

 

Das nächste Album hiess "Born Horses" (Bella Union, 2024).        11/26

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