top of page

Michael Sell

  • musicmakermark
  • 26. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Deutscher Trompeter, Komponist und Dirigent, geboren am 20. August 1942 in Königstein im Taunus. Er studierte Politikwissenschaft und Chemie. Mit Dieter Scherf (as, oboe, p,, fl, bells), Gerhard König (g, fl) und Wolfgang Schlick (dm) bildete er zwischen 1968 und 1972 in der Free Jazz Group Wiesbaden.


 

Von dieser erschienen die beiden Alben "Frictions" (LST, 1969) und "Frictions Now" (LST, 1971), die später auf einer CD (No Business, 2015) vereint wurden. Auf "Hot And Free" (MISP, 1973) kam es zu einer Zusammenarbeit des Michael Sell Trios mit der Oltime Jazz-Gruppe Barrelhouse Jazzband.

 

Auf "Burning Flowers..." (Bellaphon, 1975) bildete er mit sieben weiteren Musikern das New Jazz Ensemble. Ab Anfang der 1980er Jahre begann sich Sell immer mehr auf seine Tätigkeit als Komponist von zeitgenössischer Musik zu konzentrieren.

 

Erste Aufnahmen aus jener Zeit gingen nahtlos von der freien Improvisation in mehr auskomponierte Stücke über. "5 Stücke für 11 Instrumentalisten oder Instrumentalistinnen" (MISP, 1980) war eine Liveaufnahme seines elfköpfigen, teilweise prominent besetzten Michael Sell Brass Ensembles.

 

Unter seinem Namen erschien eine aus den Titeln der Stücke bestehende LP (MIPS, 1980), die er mit Bernd Konrad (bcl), Reinhard Glöder (b) und Martin Bues (dm) eingespielt hatte. Vom mittelgrossen Michael Sell Contemporary Music Ensemble kam "Innovationen für 10 Instrumente" (MISP, 1980) heraus.

 

"Jugoslawische Quartette" (MISP, 1982) zeigt Sell mit Bernd Konrad (ss, bcl), Buschi Niebergall (b) und Frank Köllges (dm). Die Reihe von Aufnahmen mit mittelgrossen Ensembles wurde mit der Doppel-LP "Emanationen" (MISP, 1983) fortgesetzt. Am Werk war das Michael Sell Doppelquintett.

 

Vom Michael Sell Ensemble erschien danach "Der Heilig'n Landmusik" (MISP, 1984). "Vier Stücke Für Orchester" (MISP, 1987) entstand mit einem Grossaufgebot an Musikern, die unter dem Gruppennamen Michael Sell Orchester auftraten. Vom Trio Neue Deutsche Blasmusik mit Sell (tp), Albrecht Riermeier (marimba, dm, perc) und Malte Burba (tp, euph, alphorn) kam eine gleichnamige LP (MISP, 1987) heraus.

 

Ab Ende der 1980er Jahre veröffentlichte Sell unter seinem Namen und auf seinem Label "MIPS" rund ein Dutzend weitere Alben, auf der er seinen Weg Richtung Moderne Klassik konsequent fortsetzte. Unter diesen Aufnahmen befand sich "La Bourse..." (2001).

 

Darauf fand sich die gleichnamige Suite in B-Dur für 2 Oboen, Fagott, Streicher And B.c. Twv 55: B 11 von Georg Philipp Telemann sowie eine Version davon von Sell. Das Mea T-Projekt interpretiert auf der Doppel-CD "Werke Von Michael Sell (1942)" (MISP, 2004) neun Werke des Komponisten. 

                                                                  12/25

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page