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Mike Cooper

musicmakermark
vor 11 Minuten
3 Min. Lesezeit

Englischer Gitarrist und Sänger, geboren am 24. August 1942 in Reading, Berkshire. Er spielte zuerst Blues, öffnete sich dann im Laufe der Jahre auch gegenüber dem Jazz, der freien Improvisation und der experimentellen Musik. Zum Teil liess er ethnische Klänge in seine Aufnahmen einfliessen.


 

1962 gründete er als Sänger und Mundharmonikaspieler mit Paul Manning und Dicky Reeves (g) sowie mit Eddie Page (dm) die Rhythm & Blues-Gruppe The Blues Committee, die mit Gästen wie John Lee Hooker, Jimmy Reed, Howlin’ Wolf und Alexis Korners Blues Incorporated auftrat.

 

Um 1965/1966 nahm er mit Derek Hall (g, vcl) die 7"-EP "Out Of The Shades" (Kenneth, 1966) auf. In jener Zeit arbeitete mit Vertretern des Acoustic-Blues wie Jo Ann Kelly, Dave Kelly, Tony McPhee und Ian A. Anderson zusamme.

 

Sein erstes eigenes Album hiess "Oh Really" (Pye, 1969) und kam ebenfalls mit Hilfe von Derek Hall zu Stande. Mit Ian A. Anderson teilte er sich die LP "The Inverted World The Country Blues Of" (Saydisc Matchbox, 1969).

 

Bei Ian Anderson handelte es sich nicht um den Jethro Tull-Leader, sondern um den gleichnamigen, englischen Sänger/Gitarristen und Journalisten. Von den beiden Musikern erschien später mit "The Continuous Preaching Blues" (Appaloosa, 1985) auf ein gemeinsames Album.


"Do I Know You?" (Dawn, 1970) und "Trout Steel" (Dawn, 1970) waren zwei weitere eigene Alben von Cooper. Auf letzterer LP waren unter anderem Mike Osborne (as, cl), Alan  Skidmore (ts, ss), Harry Miller, (b), Roy Babbington (e-b, b), John Taylor (p) zu hören.


"Places I Know" (Dawn, 1971) und "The Machine Gun Co. With Mike Cooper" (Dawn, 1972) waren zwei gemeinsame Aufnahmen mit dem Trio The Machine Gun Co. sowie weiteren Musikerinnen und Musikern wie Norma Winstone (vcl) oder Michael Gibbs (arr).

 

Die beiden LPs wurden später auf einer Doppel-LP oder einer CD (Paradise Of Bachelors, 2014) gemeinsam wiederveröffentlicht. Auf "'Ave They Started Yet?" (Matchless, 1981) begab sich Cooper in Richtung freie Improvisation. Partner auf dieser Liveaufnahme war Joanna Pyne (vcl, dance).

 

Mit der LP "Mississippi Delta Blues - Live From Papa Madeo" (LTR Tonstudio Bochum, 1982) zeigte sich Cooper wieder als akustischer Bluesmusiker und als Interpret von Songs von Robert Johnson, Fred McDowell, Elmore James, Larry Williams, Arthur Crudup und anderen.

 

Als Gast des Johnny Rondo Duos, bestehend aus Lol Coxhill (ss) und David Holland (p), entstand für ein deutsches Free Improv-Label eine titellose LP (FMP, 1982). Mitte der 1980er Jahre gründete Cooper mit Lol Coxhill (ss, synth, p) und Roger Turner (dm, synth) das Trio The Recedents, von dem mehrere Aufnahmen erschienen.

 

Lol Coxhill war neben Max Eastley (g, ukulele), Steve Beresford (p, org, euph, tp) und anderen Musikern auch auf der 10"-EP "Aveklei Uptowns Hawaiians" (Chabada, 1987) zu hören, auf der Mike Cooper und Cyril Lefebvre auf ihren Slidegitarren hawaianische Musik und freie Improvisation zu verbinden versuchten.

 

Mit Brandon Ross, Elliott Sharp, Gunnar Geisse, Henry Kaiser, Janet Feder, Jean-François Pauvros, Jeff Parker, Kazuhisa Uchihashi, Mary Halvorson, Michael Gregory, Mick Barr, Nels Cline, Noel Akchote, Raoul Björkenheim und Scott Fields steuerte er einen Track zur CD "I Never Meta Guitar (Solo Guitars For The XXI Century)" (Clean Feed, 2010) bei.

 

"Truth In The Abstract Blues" (Rai Trade, 2009) war eine Trio-Aufnahme mit Leila Adu (p, hca, vcl) und Fabrizio Spera (dm, perc). Auf der zweiten Aufnahme "Tell Me" (Ethbo, 2014) bestand Truth In The Abstract Blues, wie sich die Gruppe jetzt nannte, neben Cooper und Spera aus Roberto Bellatalla (b).

 

Auf seinem eigenen "Hipshot"-Label veröffentlichte Cooper mehrere Aufnahmen im CD-R-Format, viele ohne Veröffentlichungsdatum. Bis dato gab Cooper unter seinem Namen gesamthaft an die 80 Full-Lenght-Aufnahmen. Dazu kamen zwei Dutzend Singles/EPs, mehrere Reissue-Pakete sowie mehrere Compilations oder Wiederveröffentlichungspakete.

 

National Gallery hiess ein Duo mit Mark Makin. Beide Gitarristen verwenden auf ihrem Album "Keep It Clean" (Rhiannon, 1995) ausschliesslich Resonator-Gitarren, auch bekannt als Dobro. Als Gast wirkte in einem Track Lol Coxhill (ss) mit.                                 10/26

 

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