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Mose Allison

Amerikanischer Pianist, Trompeter und Sänger zwischen Bebop und Blues, geboren am 11. November 1927 auf der Farm seines Grossvaters ausserhalb von Tippo, Mississippi, als John Mose Allison Jr.. Er fing während seiner Schulzeit an Piano zu spielen und spielte Trompete während er die Highschool besuchte.



Allison ging auf die University of Mississippi und die Louisiana State University und machte dort seinen Abschluss in Anglistik. Nachdem er in der US-Army gedient hatte, zog er nach New York City, wo seine Jazz-Karriere begann. Während der 1950er Jahren arbeitete er mit Stan Getz, Gerry Mulligan, Al Cohn und Zoot Sims.

 

Dann konzentrierte er sich auf die Arbeit in seinem Trio und gastierte auch in Europa. Anfgefangen mit "Back Country Suite For Piano Bass And Drums" (Prestige, 1957) spielte Mose Allison im Laufe seiner Karriere über 30 Alben ein. Begleitet wurde er auf seinem Debutalbum von Taylor La Fargue (b) und Frank Isola (dm).

 

Auch auf seinen vielen nachfolgenden Alben trat er im Trioformat mit Addison Farmer (b) sowie mit Nick Stabulas oder Ronnie Free (dm) auf. Bis Anfang der 1960er Jahre war er für das Label "Prestige" tätig, danach vor allem für "Atlantic". Mit "Mose Allison Sings" (Prestige, 1963) veröffentlichte sein früheres Label dann eine Sammlung von Stücken, auf denen Allison als Sänger zu hören war.

 

Es handelte sich um Coverversionen von Songs von Sonny Boy Williamson, Jimmy Rogers, Willie Dixon, Duke Ellington, Percy Mayfield, Ray Charles und anderen. Am meisten Echo löste aber seine auf dem "Parchman Farm Blues" von Bukka White basierende Eigenkomposition "Parchman Farm" aus, die zu seinem meistverlangten Song wurde und dutzendfach gecovert wurde.

 

Mose Allison strich den Song erst in den 1980er Jahren aus seinem Repertoire, weil er ihn politisch unkorrekt fand. In den 1980er Jahren nahm er einige wenige Alben für "Elektra" auf, ehe er in den 1990er Jahren zu "Blue Note" wechselte. Bei "The Mose Chronicles: Live in London, Vol. 1" (Blue Note, 2001) und "The Mose Chronicles: Live in London, Vol. 2 (Blue Note, 2002) handelte es sich um Liveaufnahmen seiner jährlichen London-Gastspiele.

  

Begleitet wurde er dabei von Roy Babbington (b), Jim Mullen (g) und Mark Taylor (dm). 12 Jahre nach seinem letzten Studiowerk spielte er mit "The Way Of The World" (Anti-, 2010) ein letztes Album ein. Mose Allison starb am 15. November 2016 im Alter von 89 Jahren in Hilton Head, South Carolina. Von seinem Schaffen wurden Dutzend von Compilations zusammengestellt.

 

Je vier CD stark war "Seven Classic Albums" (Real Gone, 2014) und "The Mose Allison Collection 1956-62" (Acrobat Music, 2014). Das erste dieser beiden Sets enthielt seine sieben ersten Alben für "Prestige", während das zweite Set zu frühen Aufnahmen auch 23 Stücke von seinem Mitwirken in Bands wie Al Cohn-Zoot Sims Quintet, Al Cohn-Bob Brookmeyer Quintet bzw. Stan Getz Quartet dokumentierte.

 

"Complete Prestige Recordings 1957-1959" (Fresh Sound, 2014) enthielt auf drei CDs Material seiner Zeit bei diesem Label. Auch das 5-CD-Set "The Complete Recordings 1957-1962: Eleven Classic Albums" (Enlightenment, 2015) deckte diese Zeit und ein paar Jahre danach ab. Eine Art Fortsetzung davon war das 6-CD-Set "The Complete Atlantic/ Elektra Albums 1962-1983" (Strawberry, 2021).

 

Seine Musik beeinflusste viele Blues- und Rock-Interpreten, darunter die Rolling Stones, John Mayall, J. J. Cale und The Who, die seinen Song "Young Man Blues" im Repertoire hatten. Blues Project, Blues Image, Cactus, David Clayton-Thomas, The Charlie Daniels Band, Dead Moon, Rick Derringer, Georgie Fame, Bobbie Gentry, Hot Tuna, The Kingston Trio, Johnny Winter, John Mayall & The Bluesbreakers und andere nahmen eine Version von "Parchman Farm" auf.


The Yardbirds und The Misunderstood coverten beide "I'm Not Talking". "Look Here" wurde von The Clash auf deren Album "Sandinista!" (CBS, 1980) gecovert. Van Morrison veröffentlichte ein Album mit seinen Songs unter dem Titel "Tell Me Something: The Songs of Mose Allison" (Verve, 1996), und Elvis Costello nahm "Everybody's Cryin' Mercy" für sein Album "Kojak Variety" (Warner, 1995) auf.


Ausserdem widmeten die Pixies ihm einen Song mit dem Namen "Allison". Er ist der Vater der Countrysängerin/Songwriterin Amy Allison.               03/24

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Fred Wesley

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