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Nick Cave

  • musicmakermark
  • vor 13 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Australischer Musiker, Sänger, Schriftsteller, Dichter, Schauspieler und Drehbuchautor, geboren am 22. September 1957 in Warracknabeal, Victoria, als Nicholas Edward Cave. In der Highschool lernte er Mick Harvey kennen, mit dem er 1973 seine erste Band The Boys Next Door gründete.


 

Von dieser Gruppe erschienen neben mehreren Singles und EPs mit "Door, Door" (Mushroom, 1979) und "The Birthday Party" (Missing Link, 1980) zwei Alben. Nach dem Umzug nach London wurde aus The Boys Next Door die langlebige Post Punk/Proto Gothic Rock-Gruppe The Birthday Party.

 

Neben seiner Tätigkeit bei The Birthday Party konnte Nick Cave auch erste Aufnahmen unter eigenem Namen realisieren. Es war das Album "Burnin' The Ice" (Svensk Illuminated, 1983), das er zusammen mit der deutschen Avantgarde Rock-Band Die Haut einspielte.

 

Im selben Jahr löste er The Birthday Party auf und liess sich in West-Berlin nieder, wo er mit Harvey, Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten und Barry Adamson von Magazine die Band Nick Cave & The Bad Seeds gründete, von der mehrere, teils hocherfolgreiche Alben erschienen.

 

Das Lineup wechselte immer wieder, wobei Cave und Adamson über all die Jahre die einzigen Konstanten blieben. Im Laufe der Jahre nahmen Cave, Harvey und Bargeld auch zwei Alben auf, die unter dem Namen dieser drei Musiker erschienen. Es waren dies "Ghosts ... Of The Civil Dead" (Mute, 1989) und der Soundtrack "To Have And To Hold" (The Fine Line, 1996).    

 

1990 war Cave nach São Paulo umgezogen, wo er die brasilianische Journalistin Viviane Carneiro kennenlernte. 1991 wurde der gemeinsame Sohn geboren. Im Frühjahr 1993 zog Cave mit der Familie zurück nach London. Cave und Carneiro trennten sich kurz darauf.

 

Cave zog in ein Haus in Hove und hatte während der Produktion seines Albums "Murder Ballads" eine kurze Affäre mit der Sängerin PJ Harvey, lernte aber bald darauf das Model bzw. die Schauspielerin Susie Bick kennen, die er am Tag der Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 heiratete. Das Paar lebt in Brighton and Hove an der Südküste Englands.

 

Am 14. Juli 2015 verstarb einer ihrer Zwillingssöhne mit 15 Jahren bei einem Selbstversuch mit LSD bei seinem Sturz von einer Klippe. Inzwischen hatte Cave weitere Aufnahmen unter seinem eigenen Namen realisiert. "Mah Sanctun" (Stampa Alternativa, 1995) hiess eine Mini-CD mit vier Songs.

 

Mit Ed Clayton-Jones von Piano Piano als dritten Musiker nahmen Cave und Harvey "And The Ass Saw The Angel" (Mute, 1998) auf. Das Album "The Secret Life Of The Love Song" (King Mob, 2000) stellte eine Aufnahme zwischen Alternative Rock und Spoken Word dar.

 

Dies galt auch für "W Moich Ramionach" (Luna, 2002). 1989 hatte Cave seinen ersten Roman "And The Ass Saw the Angel" ("Und die Eselin sah den Engel") herausgebracht. 2009 folgte Caves zweiter Roman mit dem Titel "The Death Of Bunny Munro".

 

Dieser wurde zeitgleich in über 30 Ländern veröffentlicht. Davon entstand auch das Hörbuch "The Death Of Bunny Munro" (Canongate Audio, 2009), das sich über 7 CD erstreckte und eine DVD enthielt. Die deutsche Version (Der Hörverlag, 2009) wurde von Blixa Bargeld gelesen.

 

Die Mitschnitte "Live At Hammersmith Apollo" und "Live At The Royal Albert Hall" (Live Here Now, 2015) mit Konzertaufnahmen vom 2. bzw. 3. Mai 2015 waren sofort nach den Auftritten in Form von Doppel-CD-R erhältlich.

 

Auf der Doppel-LP "The Sick Bag Song" (Canongate Books Ltd., 2015) fanden sich Ausschnitte von Lesungen aus seinem dritten Buch "Das Spucktütenlied" bzw. "The Sick Bag Song" (2009), die Cave überall auf dieser Welt gehalten hatte. Die Doppel-CD "Shell Shock" (Universal, 2016) enthielt eine Oper von Nicholas Lens, zu der Nick Cave die Texte geschrieben hatte.

 

Bei der auf der Doppel-CD festgehaltenen Weltaufführung spielte das La Monnaie Symphony Orchestra plus ein Chor. Auf "L.I.T.A.N.I.E.S" (Deutsche Grammophon, 2020) arbeiteten Cave (Texte) und Lens (Musik) erneut zusammen. Interpretiert wurde das Werk vom The Fourteen Storks Ensemble mit Hilfe von Sängerinnen und Sängern.

                  

"Idiot Prayer (Nick Cave Alone At Alexandra Palace)" (Bad Seed Ltd., 2020) dokumentiert einen Soloauftritt vom Juni 2020. Von Nick Cave erschienen zudem mehrere Singles, EPs und Videos. Eine ganze Reihe von Soundtracks spielte Nick Cave mit dem Bad Seeds-Mitglied Warren Ellis (vio) als Co-Leader ein (siehe Nick Cave & Warren Ellis) ein.

 

Zudem trat er auf einzelnen Aufnahmen unter Pseudonymen wie A Drunk Cowboy Junkie oder Her Dead Twin in Erscheinung. Mit den Bad Seeds-Musikern Warren Ellis (e-bouzm mandocastor, vio, viola, g, vcl), Martyn P. Casey (e-b, g, vcl) und Jim Sclavunos (dm, perc, vcl) gründete Cave (vcl, g, p, org) das Nebenprojekt Grinderman, von dem einige wenige Aufnahmen herauskamen.

 

Nick Cave machte beim The Jeffrey Lee Pierce Sessions Project sowie bei den Gruppen The Moron Tabernacle Choir und The Tuff Monks mit. Er arbeitete mit David Tibet und dessen Band Current 93 zusammen.

 

Er machte Aufnahmen mit Anita Lane, Barry Adamson, Lydia Lunch, Dirty Three, The Wtiches, Gary Lucas, Kylie Minogue, The Go-Betweens, Johnny Cash, Rowland S. Howard, Unkle, PJ Harvey, Shane MacGowan, Marianne Faithfull  und anderen. Cave schrieb auch Musik für Theater und Film. Er trat in mehreren Filmen und schrieb selber Drehbücher.                                  02/26

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