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Nick Cave & The Bad Seeds

  • musicmakermark
  • vor 13 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Australische Gothic Rock-Formation, gegründet 1983 in Melbourne von Nick Cave (vcl, key, hca) und Mick Harvey (dm, g, e-b, key). Beide waren zuvor Mitglieder von The Birthday Party gewesen. Als Mitmusiker holten sie Blixa Bargeld (g, vcl) von den Einstürzenden Neubauten, Hugo Race (g, vcl) und das frühere Magazine-Mitglied Barry Adamson (g, e-b, p) dazu.


 

Die Band trat am Silvesterabend 1983 in Melbourne erstmals öffentlich auf und zwar unter dem Motto "Nick Cave - Man Or Myth?".  Zuerst nannte man sich Nick Cave & The Cavemen. Dann wurde die die Band in Anlehnung an eine Birthday Party-EP Nick Cave & The Bad Seeds umgetauft.

 

Nach dem Debutalbum "From Her to Eternity" (Mute, 1984) verliess Hugo Race die Band, um eine Karriere unter seinem eigenen Namen anzustreben. Im Quartett entstand "The Firstborn Is Dead" (Mute, 1985). Für "Kicking Against The Pricks" (Mute, 1986) wurde das Quartett in einzelnen Tracks durch Dawn Cave (vio), Thomas Wydler (dm) sowie die Ex-Birthday Party-Musiker Rowland S. Howard (vcl, org, g) und Tracy Pew (e-b) erweitert.

 

Wydler war inzwischen festes Mitglied geworden und war bei den Aufnahmen von "Your Funeral, My Trial" (Mute, 1986) mit dabei. Die acht Tracks wurden in Form einer Doppel-12"-EP auf den Markt gebracht, ehe sie später auf einer CD zusammengefasst wurden.

 

Danach stieg Adamson aus. Auf "Tender Prey" (Mute, 1988) waren neu Kid Congo Powers (g), Roland Wolf (key) und als Gast zum Teil auch Ex-Mitglied Hugo Race (g, vcl) zu hören. Nach einem kollektiven Drogenentzug liess sich die Band 1990 in Brasilien nieder.

 

Dort spielte sie in der Besetzung Cave, Harvey, Bargeld, Powers und Wydler das nächste Album "The Good Son" (Mute, 1990) ein. Danach verliess Powers die Band. Ab "Henry's Dream" (Mute, 1992) gehörten neu Martyn Casey (e-b) und Conway Savage (p) zur Band.

 

Die neue Sextettbesetzung ging auch auf Tournee und nahm dabei "Live Seeds" (Mute, 1993) auf. Das nächste Studioalbum hiess "Let Love In" (Mute, 1994), aufgenommen mit vielen Gästen. Gleiches galt für "Murder Ballads" (Mute, 1996) mit Jim Sclavunos (dm) als siebtes Bandmitglied sowie mit diversen Gästen wie Shane MacGowan (vcl) von The Pogues, Streichern und einem Chor.

 

Besondere Beachtung fanden die beiden Duos von Cave mit den Sängerinnen PJ Harvey im Song "Henry Lee" bzw. mit Kylie Minogue in "Where The Wild Roses Grow". Letzterer Titel wurde ein weltweiter Hit. Das zehnte Studioalbum war "The Boatman's Call" (Mute und Reprise, 1997).

 

Zur Compilation "The Best Of Nick Cave And The Bad Seeds" (Mute, 1998) -gab's als Bonus "Live At The Royal Albert Hall" mit einem Livemitschnitt, aufgenommen 1997 in London bei der "Boatman's Call"-Tournee. Später kamen die Aufnahmen auch separat (Live Here Now und Mute, 2008) als CD auf den Markt.

 

Bis zum nächsten Album "No More Shall We Part" (Mute, 2001) nahm Cave eine Auszeit, in der er sich von seinen Drogen-Exzessen erholte. Die Band war noch immer ein Septett mit Harvey, Bargeld, Savage, Casey, Wydler und neu Warren Ellis (vio), der schon auf den vorausgegangenen Alben zu hören gewesen war.

 

Nach "Nocturama" (Mute, 2003) - wieder mit Sclavunos sowie diversen Gästen - stieg Bargeld nach 20 Jahren Bandzugehörigkeit aus, um sich noch mehr auf seine Hauptband Einstürzende Neubauten konzentrieren zu können.

 

"Abattoir Blues/The Lyre of Orpheus" (Mute, 2004) hiess das erste Doppelalbum der Band, eingespielt in einer Oktett-Besetzung mit James Johnston (g, org) von Gallon Drunk als Ersatz für Bargeld. "B-Sides & Rarities" (Mute, 2005) hiess eine Triple-CD mit 56 bislang unveröffentlichten oder raren Tracks.

 

"The Abattoir Blues Tour" (Mute, 2007) war eine Doppel-CD/Doppel-DVD mit Aufnahmen von 2003 und 2004. 2006 stellten Nick Cave (vcl, g, org, p), Warren Ellis (vio, e-bouz, viola, g, vcl), Jim Sclavunos (dm, vcl) und Martyn P. Casey (e-b, g, vcl) mit Grinderman ein Nebenprojekt auf die Beine. Die Musik war im Gegensatz zur derjenigen von Bad Seeds etwas rauer.

 

"Grinderman" (Mute, 2007) hiess das erste Album der Band, gefolgt von "Grinderman 2" (Mute, 2010) und "Grinderman 2 RMX" (Mute, 2012) mit Remixes. Dazwischen  erschien mit "Dig, Lazarus, Dig!!!" (Mute, 2008) ein weiteres Bad Seeds-Album. Im selben Jahr erschien die nur via iTunes erhältliche "Live Session"-EP.

 

2009 stieg Gründungsmitglied Mick Harvey aus. Für ihn kam neu Ed Kuepper (g), ehemals Mitglied von The Saints und Laughing Clowns, in die Band. Das nächste Bad Seeds-Album liess auf sich warten. Es hiess "Push The Sky Away" (Bad Seed, 2012). "Live Form KCRW" (Bad Seed, 2013) war eine Radiosession vom selben Jahr.


"Live At The Royal Albert Hall" und "Live At Hammersmith Apollo" (beide Live Here Now, 2015) waren zwei Doppel-CD-R mit Aufnahmen vom selben Jahr. "Skeleton Tree" (Bad Seed, 2016) hiess ein weiteres Studioalbum. Die Compilation "Lovely Creatures (The Best Of Nick Cave And The Bad Seeds) (1984 – 2014)" (Mute, 2017) bestand aus je nach Version aus Einzelteilen wie 2 CS, 3 CDs, 3 LPs und/oder einer DVD.

 

Die nächsten Alben hiessen "Ghosteen" (Ghosteen, 2019), "Wild God" (Bad Seed, und Sam, Play It Again Sam, 2024) und "Live God" (Bad Seed und Play It Again Sam, 2025).

 

Der am 22. September 1957 als Nicholas Edward Cave in Warracknabeal geborene Nick Cave trat zudem auch als Dichter, Musiktheoretiker, Komponist, Drehbuchschreiber und Schauspieler in Erscheinung. Zudem war er Mitglied anderer Gruppen und stand mit vielen Grössen des Musikbusiness im Studio oder auf der Bühne.  Mit dem Bad Seeds-Mitglied Warren Ellis veröffentlichte Cave mehrere Soundtracks (siehe Nick Cave & Warren Ellis).                                           02/26

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