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Plas Johnson

  • musicmakermark
  • vor 46 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Tenorsaxophonist und Bandleader zwischen Swing, Hard Bop und Soul Jazz, geboren am 21. Juli 1931 in Donaldsonville, Louisiana, als Plas John Johnson, Jr.. Nachdem ihm sein Vater ein Saxophon gekauft hatte, begann er sich das Spiel auf diesem Instrument selber beizubringen.


 

Ende der 1940er Jahre machte er mit seinem Bruder Ray Johnson (p) als The Johnson Brothers Combo in New Orleans erste Aufnahmen in Form von Schellack-Schallplatten. "Our Boogie/Mello Mama" (DeLuxe, 1949) entstand im Duo, "Jump And Shout/Never Missed My Baby" (Regal, 1949) mit Eddie Harris (ts).

 

Anfang der 1950er Jahre begleitete er den R&B-Sänger Charles Brown. Danach diente er während des Korea-Krieges in der US-Army. Mitte der 1950er Jahre liessen er und Ray Johnson sich in Los Angeles nieder, wo unter dem Gruppennamen Ray Johnson Combo Aufnahmen erschienen.

 

Dazu wurde Plas Johnson ein begehrter Sideman mit Engagements bei B.B. King, Johnny Otis, Maxwell Davis, Peggy Lee, Nat King Cole, Glen Gray, Frank Sinatra und anderen. Er absolvierte während fast 20 Jahren manchmal zwei Aufnahmesessions pro Tag.

 

Dabei begleitete er so unterschiedliche Musikerinnen und Musiker wie Les Baxter, Duane Eddy, Ricky Nelson, Bobby Vee, Larry Williams, Bobby Day und Richard Berry. Er ist auf mehreren Aufnahmen der Beach Boys zu hören und war Mitglied der Studioband The Wrecking Crew.

 

Um wegen seiner Bekanntheit nicht seine "Kunden" zu konkurrenzieren, spielte er als Johnny Beecher bzw. als Johnny Beecher And His Buckingham Road Quintet die beiden Alben "Sax 5th Ave." (CRC Charter, 1962) und "[Of Sax 5th Ave.] On The Scene" (CRC Charter, 1963) ein. Dazu war er als Johnny Beecher bei den Aufnahmen für das Musical "Helly Dolly" (RCA Victor, 1965) beteiligt.

 

Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre spielte er regelmässig im Studioorchester des Komponisten Mancini. Er war mit dabei als Mancini den Soundtrack zum Film "The Pink Panther" aufnahm und war der Solist in der weltberühmt gewordenen Titelmelodie "The Pink Panther Theme".

 

Die Single (RCA Victor, 1965) verkaufte sich über eine halbe Million Mal. Ab Mitte der 1950er Jahre begann Plas Johnson unter seinem Namen oder mit Gruppen wie Plas Johnson And His Orchestra bzw. Plas Johnson Quartet Dutzende von Aufnahmen als Bandleader aufzunehmen.

 

Auf seinem ersten Alben "Plas Johnson" (Tampa, 1956) wurde er von seinem Bruder Ray Johnson (p) sowie von Duke Harris (b) und Edward Hall (dm) begleitet. "This Must Be The Plas" (Capitol, 1959) zeigt ihn mit Bill Pitman oder Howard Roberts (g), Ernie Freeman (org), Paul Smith (p), Gene Estes, Larry Bunker oder Victor Feldman (vibes), Red Callender (b) und Earl Palmer (dm).

 

Für "Mood For The Blues" (Capitol, 1961) scharte er Bill Pitman oder Rene Hall (g), Ernie Freeman (org), Ray Johnson (p), Red Callender (b) und Earl Palmer (dm) um sich. Danach folgten erst wieder Mitte der 1970er Jahre weitere eigene Aufnahmen.

 

Sein Schaffen als Bandleader wurde auf mehreren Compilations bzw. auf einigen Wiederveröffentlichungspaketen dargestellt. Bei discogs.com besitzt Plas Johnson fast 900 Einträge als Musiker. Er starb am 15. Juli 2026 im Alter von 94 Jahren in Granada Hills, Los Angeles.                 07/26

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