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Pointer Sisters

  • musicmakermark
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanische Soul-, R&B- und Disco-Frauenvokal-Gruppe, gegründet 1971 im Bundesstaat California von den Schwestern Anita (1948-2022), Bonnie (1950-2020) und June Pointer (1953-2006).


 

Die Gruppe wurde zunächst als Nostalgie-Act mit 1940er-Jahre-Jazz, Dixieland und Big-Band-Musik berühmt, später auch mit Funk, R&B und Country. Die Sängerinnen fielen auch durch ihre äussere Erscheinung auf, eine Mischung aus Second-Hand-Kleidern und extravaganten Kostümen.

 

In den späten 1970er Jahren wandten sich die Pointer Sisters verstärkt Pop und Disco-Klängen zu und konnten in den 1980er Jahren ihre grössten Erfolge feiern. Bereits im Kindesalter wurden die Schwestern von ihren Eltern, dem Prediger Elton Pointer und seiner Frau Sarah, dazu ermutigt, im Gospelchor ihrer Kirche in West Oakland, Kalifornien mitzusingen.

 

Rock’n’Roll und Blues waren für die frommen Eltern "Teufelswerk". Die ersten Schritte in Richtung einer professionellen Gesangskarriere taten Bonnie und June, die bereits im Jahre 1969 als Pointers – A Pair aufgetreten waren. Ab 1971 traten sie zusammen mit Anita als The Pointer Sisters auf.

 

Sie unterstützen als Backingsängerinnen Stars in den Aufnahmestudios der kalifornischen Westküste. Darunter waren Elvin Bishop, Esther Phillips, Taj Mahal und Alice Cooper. Schon bald erschienen ihre ersten eigenen Aufnahmen.

 

Es handelte sich um die 7"-Singles "Don't Try To Take The Fifth" (Atlantic, 1971) und "Destination No More Heartaches/Send Him Back" (Atlantic, 1972), die allerdings keine Hits wurden. Im Dezember 1972 stieg die älteste Schwester Ruth Pointer (geboren am 19. März 1946) ein.

 

Nach einem Wechsel zum "Blue Thumb"-Label gelang der Gruppe der Durchbruch. Die Single "Yes We Can Can" (Blue Thumb, 1973) kletterte auf Platz 12 der US-R&B-Charts und war auf Platz 11 der Billboard Hot 100-Liste notiert.

 

Auch das Debutalbum "The Pointer Sisters" (Blue Thumb, 1973) verkaufte sich gut, was Platz 3 bei den R&B-Alben und Platz 13 in den allgemeinen US-Albumcharts, den Billboard 200, einbrachte. Der Zweitling "That's A Plenty" (Blue Thumb, 1974) war etwas weniger erfolgreich.

 

Auch die nächsten Alben "Live At The Opera House" (Blue Thumb, 1974), "Steppin'" (ABC, 1975) mit dem Nummer-1-R&B-Hit " How Long (Betcha' Got a Chick on the Side)" und "Having A Party" (ABC, 1977) waren nicht mehr ganz so erfolgreich wie das Debutalbum.

 

Nach einem weiteren Labelwechsel war "Energy" (Planet, 1978) mit Platz 13 auf der Billboard 200-Liste wieder ein Verkaufserfolg. Diese LP enthielt mit "Fire" auch eine Nummer-2-Single in den Billboard Hot 100, geschrieben von Bruce Springsteen.

 

Etwas geringer war das Echo auf die nächsten Alben "Priority" (Planet, 1979) und "Special Things" (Planet, 1980), auch wenn es vielfach Gold für die Verkäufe gab. "Black & White" (Planet, 1981) war mit Platz 12 bei Billboard 200 das bisher bestplatzierte Alben der Pointer Sisters.

 

Es enthielt mit "Slow Hand" auch eine Nummer-2-Single, die zweite nach "Fire". Danach folgten die unterschiedlich erfolgreichen Alben "So Excited" (Planet, 1982) und "Break Out" (Planet, 1983). Letztere LP war mit Platz 8 das bestplatzierte Alben der Band in den Billboard 200 überhaupt.

 

Danach wurde der Erfolg rarer. "Contact" (RCA, 1985), "Hot Together" (RCA, 1986), "Serious Slammin'" (RCA, 1988), "Right Rhythm" (Motown, 1990) und "Only Sisters Can Do That" (SBK, 1993) waren die weiteren Alben.

 

Die Pointer Sisters hatten bis Mitte der 1980er Jahre zwar ein paar weitere Top-10-Hitsingles, danach wurden hohe Chartsplatzierungen immer rarer. Mit zahlreichen Compilationen und regelmässigen Live-Auftritten bleiben die Schwestern aber noch über ihre letzten Veröffentlichungen hinaus bis in die 2000er Jahre gut im Geschäft.

 

June Pointer war im Laufe der Zeit wegen Drogenproblemen ausgestiegen. Ihren Platz nahm Issa Pointer (geboren am 22. Januar 1978), die Tochter von Ruth, ein. Mit "Highlights from Ain't Misbehavin': The New Cast Recording" (RCA Victor, 1996) veröffentlichten die Pointer Sisters ein neues Album.

 

Diese enthielt Songs des Musicals "Ain't Misbehavin'". Ein weiterer Comeback-Versuch war das Album "Natalia Meets The Pointer Sisters - Live 01-14-2006" (Sony, 2006), ein Dokument ihrer Liveauftritte mit der Belgierin Natalia Druyts als viertes Mitglied neben Anita, Issa und Ruth Pointer.

 

Seither kamen nur noch Liveaufnahmen sowie mehrere weitere Compilations auf den Markt. Ruth, Issa und Sadako Pointer (geboren am 25. März 1984), die 2009 zur Band gestossene Enkelin von Ruth Pointer, sind noch immer aktiv. Die Pointer Sisters veröffentlichten 15 offizielle Studio-, drei Livealben und ein Soundtrack-Album. Dazu kamen 51 Singles und elf offizielle Compilations.                                                                   08/26

 

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