Racer X
- musicmakermark
- vor 22 Stunden
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Amerikanische Heavy und Speed Metal-Band, gegründet 1985 in Los Angeles, California, von Paul Gilbert (g) und Juan Alderete (e-b), beide Absolventen des Guitar Institute of Technology (GIT). Gilbert war danach dort auch Lehrer.

Als Drummer verpflichteten sie zuerst Scott Travis, dann - weil Travis noch anderweitig verpflichtet war - Harry Gschoesser. Jeff Martin von Surgical Steel wurde als Leadssänger in die Band geholt. In dieser Besetzung entstand das erste Album "Street Lethal" (Shrapnel, 1986).
Mit der Verpflichtung seines Schülers Bruce Bouillet (g) bekam Racer X einen neuen Twin-Guitar-Sound - ähnlich wie in den 1970er Jahren bei Wishbone Ash. Eine weitere personelle Änderung betraf den Drummerstuhl. Weil Gschoesser's Visum ablief, musste er durch Todd "Vito" DeVito und dann durch den ursprünglich vorgesehenen Scott Travis ersetzt werden.
In der neuen Quintettbesetzung entstand der Zweitling "Second Heat" (Shrapnel, 1988) mit je einem Cover eines Songs von David Bowie und Judas Priest. Die Band war zwar in der Club-Szene um Los Angeles ungemein populär, doch einen Schallplattenvertrag bei einem Major-Label konnte die Band nicht an Land ziehen.
Bei einem Auftritt im "The Country Club" in Reseda, California, entstanden die beiden, im Abstand von vier Jahren heraus gebrachten Live-Alben "Live Extreme, Volume 1" (Shrapnel, 1988) und "Live Extreme, Volume 2" (Shrapnel, 1992).
Noch bevor das zweite dieser beiden Live-Alben auf den Markt kam, hatte Paul Gilbert 1989 zu Mr. Big, einer Band des Bassisten Billy Sheehan gewechselt. Auch Jeff Martin verliess Racer X in Richtung Badlands, wo er Eric Singer ersetzte.
John Alderete, Bruce Bouillet und Scott Travis versuchten Racer X mit Chris Arvan (g) und Oni Logan (vcl) von Lynch Mob am Leben zu halten, doch dann löste sich die Band auf. Alderete, Bouillet und Travis taten sich mit John Corabi (vcl) zusammen, um mit Black Cloud, später The Scream, eine neue Band auf die Beine zu stellen.
Nach einem Konzert wanderte Travis zu Judas Priest ab, wo er Dave Holland ersetzte. 1997 kehrte Paul Gilbert Mr. Big den Rücken. 1998 reformierte er Racer X - in der Originalbesetzung mit Jeff Martin (vcl), John Alderete (e-b) und Scott Travis (dm), aber ohne Bruce Bouillet.
Das neue-alte Quartett nahm mit "Technical Difficulties" (Shrapnel, 1999) ein drittes und mit "Superheroes" (Universal, 2000) ein viertes Racer X-Album auf. Vor allem in Japan, wo Gilbert bereits mit Mr. Big grosse Erfolge gefeiert hatte, kamen diese beiden Alben gross heraus.
Mit "Getting Heaver" (Universal, 2002) kam die Band zu einem weiteren Studioalbum. "Snowball Of Doom" (Shrapnel, 2002) und "Snowball Of Doom 2" (Universal, 2002) waren im selben Jahre zwei weitere Live-CDs. Danach fiel die Band erneut auseinander.
Gilbert begann eine Solokarriere, Travis setzte seine Arbeit bei Judas Priest fort, während Martin bei George Lynch, Kevin DuBrow, Michael Schenker und Leatherwolf tätig war und ebenfalls eine Solokarriere begann. John Alderete ging 2003 zu The Mars Volta. 2009 kam es zu einer kurzen Live-Reunion des Quartetts Paul Gilbert, Scott Travis, Jeff Martin und John Alderete.
"Works" (WHD, 2014) hiess eine in Japan herausgebrachtes Box-Set mit sechs Alben auf sechs CD. Derzeit ist Band inaktiv. 05/26


