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Rhodri Davies

  • musicmakermark
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Walisischer Harfenspieler zwischen Komposition und Improvisation, geboren im Dezember 1971 in Aberystwyth. Rhodri Davies verfremdet den Klang seiner Harfe mit allerlei zum Teil elektronischen Geräten. Davies zog 1995 nach London und gehört seither zur improvisierenden Szene. Er ist der Bruder der Violinistin Angharad Davies.


 

Mit Simon H. Fell (b) und Mark Wastell (cello) bildet er seit 1995 das Trio IST, von dem mehrere Aufnahmen erschienen. Rhodri Davies war auch Mitglied des SFE (Simon Fell Ensembles). Davies und Wastell taten sich zudem mit Burkhard Beins (dm, perc) zu The Sealed Knot zusammen.

 

Diese drei Musiker plus Jürgen Morgenstein nannten sich Lots Of Strings Quartet. Davies und Wastell bilden mit Chris Burn (p) und Phil Durrant (vio) das Quartett Assumed Possibilities, von dem "Assumed Possibilities" (Confront, 1998), "Still Point" (Rossbin, 2003) und "Archif # 19: BMIC 22​/​04​/​1999" (2020) herauskamen.

 

Mit John Bisset (g) entstand "Malthouse" (2:13, 1999). Zur selben Zeit taten sich Davies und Bisset mit Marcus Heesch (egg-tempera) zusammen, um unter dem Projektnamen Brush & Strings die CD-R "Grounded Not Bottomed" (Artpart, 1999) aufzunehmen.

 

Von Rhodri Davies kamen Dutzende von weitere Aufnahmen als Co-Leader heraus. Dabei traf er auf John Butcher, Derek Bailey, Paul Dunmall, Paul Rogers, Philip Gibbs, Ingar Zach, Robin Hayward, Julia Eckhardt, Lucio Capece, Otomo Yoshihide und/oder Sachiko M.

 

Weitere Begegnungen gab's mit Ko Ishikawa,  Matt Davis, Samantha Rebello, Bechir Saade, Stéphane Rives, Ernesto Rodrigues, Guilherme Rodrigues, Carlos Santos, Michel Doneda, Phil Minton, Lee Patterson, Taku Unami, Mark Fell, Okkyung Lee, John Tilbury, Toshimaru Nakamura, Nate Wooley, Alan Tomlinson und anderen.

 

Dazu kamen mehrere Aufnahmen unter seinem Namen allein. Davies' erste Solo-CD hiess "Trem" (Confront, 2003). Weitere Soloaufnahmen fanden sich auf einer der vier Mini-CD-R des Sets "London Strings" (Absinth, 2004). Die drei anderen enthielten Soloaufnahmen von Angharad Davies, Mark Wastell und Phil Durrant.

 

"Over Shadows" (Confront, 2007) hiess eine weitere Solo-CD, eingespielt 2004. "Wound Reponse" (Alt.vinyl, 2012) und "An Air Swept Clean of All Distance" (Alt.vinyl, 2014) waren Solo-LPs. Letztere war auch Teil des 4-LP-Sets "Pedwar" (Alt.vinyl, 2014) mit den Wiederveröffentlichungen seiner Alben "Trem", "Over Shadows" und "Wound Response".

 

"Transversal Time" (Confront, 2020) hiess ein 38:01-minütiger Livetrack von Davies mit Dafne Vicente-Sandoval (bassoon), Lucy Railton (cello), Ryoko Akama (elect), Pat Thomas (p, elect), Pia Palme (recorder), Sofia Jernberg (vcl) und Sarah Hughes (zither).

 

Weitere unbegleitete Aufnahmen waren "Telyn Rawn" (Amgen, 2020), "For Simon H. Fell" (Amgen, 2020), "Dwa Dni" (Amgen, 2022) und "Telyn Wrach​ï​od" (Amgen, 2024). Weitere Soloaufnahmen gab er im Rahmen seiner Serie "Archif" heraus.

 

Beim Grossteil dieser seit 2020 herausgebrachten 30 DL-Veröffentlichungen handelte es sich aber um Liveaufnahmen, die er im Laufe der Jahre mit anderen Musikern und Musikerinnen realisiert hatte.

 

Auf "Works 1960–70 (+3db, 2010) interpretieren John Tillbury (p), Rhodri Davies (harp) und Michael Francis Duch (b) Werke des Komponisten Cornelius Cardew. Später erschien davon eine um weitere Aufnahmen erweiterte Doppel-CD-Version (+3dB, 2016).

 

Cranc war ein Trio mit seiner Schwester Angharad Davies (vio) und Nikos Veliotis (cello). "Hen Ogledd" (Alt.Vinyl, 2013) stellte eine Duo-LP mit Richard Dawson (div instr) dar. Nach dem Zuzug von Dawn Bothwell (vcl, elect, synth) nannte sich die Gruppe Hen Ogledd und veröffentlichte weitere Aufnahmen.

 

Common Objects nannte sich eine Gruppe mit John Butcher (sax, elect), Lee Patterson (amplified processes, devices) sowie je nach Aufnahme weiteren Musikern und Musikerinnen. Von dieser Gruppe erschienen "Live In Morden Tower" (Mikroton, 2013), die Doppel-CD "Whitewashed With Lines" (Another Timbre, 2015) und "Skullmarks" (Meenna, 2018).

 

Davies war Mitglied oder spielte als Gast mit Formationen wie No Spaghetti Edition, Sakada, fORCH/Furt, D / D / D / W, Apartment House, Zeitkratzer, London Improvisers Orchestra, The Seen, Trondheim Jazz Orchestra, Magda Mayas' Filamental, Phil Durrant Quartet, The Gibbon Trio und Banns.

 

Er wurde von Derek Bailey zu Company-Sessions eingeladen und spielte in mehreren Sinfonieorchestern sowie in Rockgruppen.    08/26

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