Angharad Davies
- musicmakermark
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Walisische Experimental-Violinistin und Improvisatorin, geboren um 1972. Sie studierte am Royal Northern College of Music und in Düsseldorf bei Charles-André Linale. Sie ist die Schwester des ebenfalls improvisierenden Harfenspielers Rhodri Davies.

Mit ihm Bruder (e-harp) und Nikos Veliotis (cello) bildete Angharad Davies ab Anfang der 2000er Jahre das Trio Cranc, von dem mehrere Aufnahmen erschienen. Soloaufnahmen fanden sich auf dem Vierfach-Mini-CD-Set "London Strings" (Absinth, 2004). Die drei anderen darauf vertretenen Künstler waren Rhodri Davies (harp), Mark Wastell (cello) und Phil Durrant (vio).
Fast alle weiteren Aufnahmen, die unter ihrem eigenen Namen erschienen, entstand in Zusammenarbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern. Eine Trio-CD-R mit Jeffrey Allport (perc) und Chandan Narayan (autoharp) hiess "Hawker's Delight" (Simple Geometry, 2006). Im Duo mit Tisha Mukarji (inside-p) entstand "Endspace" (Another Timbre, 2007) und später "Ffansïon | Fancies" (Another Timbre, 2016).
Mit Mukarji und mit Dimitra Lazaridou-Chatzigoga (zither) als dritte Musikerin wurde in einer Kirche in London "Outwash" (Another Timbre, 2012) realisiert. "London" (Creative Sources, 2007) hiess eine Quintett-Aufnahme mit Ernesto Rodrigues (viola), Guilherme Rodrigues (cello), Alessandro Bosetti (ss) und Masafumi Ezaki (tp).
Mit Tom Chant (sax, bcl), Benedict Drew (elect) und John Edwards (b) nahm sie die CD "Decentred" (Another Timbre, 2009) auf. Auf der Split-Mini-CD-R "Atal/20090718" (Compost And Height, 2010) war Angharad Davies in einem Solo-Track zu hören. Der Rest stammte vom Duo Jonathan McHugh (elect) und Mark Wastell (perc).
Duoaufnahmen enthielten die CD "A.D." (Another Timbre, 2010) mit Axel Dörner (tp) und die Kassette "Two Hands" (Wind Measure, 2011) mit Taku Unami (g, elect). Die DL-Aufnahme "Four Quartets And Four Soli" (Compost And Height, 2011) zeigt Angharad Davies im Zusammenspiel mit Julia Eckhardt (viola), Dominic Lash (b) und Stefan Thut (cello).
Sie war mit dem Werk "Cofnod Pen Bore/Morning Records" auch auf der 6 CD-Box "Wandelweiser Und So Weiter" (Another Timbre, 2012) vertreten. Dazu war sie in dieser Box auch als Mitglied des Ensembles Set in Werken von Radu Mafatti, Antoine Beuger, Dominic Lash, Jürg Frey, Eva-Maria Houben, Sam Sfirri, Michael Pisaro und Stefan Thut zu hören.
Von Angharad Davies kamen bisher an die 40 Aufnahmen heraus, auf denen ihr Name auf dem Cover stand. Vereinzelte spielte sie unter ihrem Namen allein ein. "Six Studies" (Confront, 2014) hiess eine Solo-CD-R mit Aufnahmen von 2012.
Auf der CD "3+3=3" (Melange Edition, 2016) spielten Angharad Davies, Cristián Alvear Montecino und D'incise solo Werke von Manfred Werder, Lo Wie und Michael Pisaro. Die CD "Gwneud A Gwneud Eto/Do And Do Again" (all that dust, 2021) bestand aus einem 51:58-minütigen Einzeltrack.
Auf den meisten anderen Veröffentlichungen kam es zu musikalischen Begegnungen mit vielen europäischen und amerikanischen Musikern und Musikerinnen. Bei discogs.com steht sie mit fast 100 Einträgen als Musikerin zu Buche.
Dazu war Angharad Davies auch Mitglied in weiteren Gruppen. Common Objects nannte sich ein Quartett mit Rhodri Davies (harp, elect), John Butcher (sax, elect) und Lee Patterson (amplified processes, devices).
Von dieser Gruppe waren "Live In Morden Tower" (Mikroton, 2013) und die Doppel-CD "Whitewashed With Lines" (Another Timbre, 2015) und "Skullmarks" (Meenna, 2018) erschienen. Die erste Common Objects-Aufnahme war ohne sie entstanden.
Als D / D / D / W kreierten Angharad Davies, Mark Wastell (cello), Matt Davis (tp) und Rhodri Davies (harp) die beiden langen Stücke auf dem DL-Album "Hanwell" (Confront, 2020).
Sie war Mitglied der europäisch-japanischen Contemporary Classic/ Experimental-Formation Skogen und der ebenfalls in diese Richtung orientierten Gruppen Apartment House und Set Ensemble. Dazu war sie Mitglied der Grossensembles The Seen und London Improvisers Orchestra.
Sie war auch auf Aufnahmen von John Butcher + 13, Magda Mayas' Filamental, David Toop, The Magic Numers, Jürg Frey, Magnus Granberg, Kumio Kurachi, Richard Dawson, Anton Lukoszevieze, James Saunders, Anders Dahl, Cyril Bondi, Consorts und anderen zu hören. 08/26


