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Robin Kenyatta

  • musicmakermark
  • 13. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Altsaxophonist und -Flötist, geboren am 6. März 1942 in Moncks Corner, South Carolina, als Robert Prince Haynes. Er wuchs in New York auf und bewegte sich im Kreis von die Free Jazz-Musiker Bill Dixon, Roswell Rudd, Archie Shepp und Alan Silva.


 

Er war Mitglied des Jazz Composer’s Orchestra und trat auch mit dem eher bop-beeinflussten Sonny Stitt (ts, as) auf. Dieser erwähnte Kenyatta mit Rufus Harley (ts, bagpipes) auf dem Cover der mit weiteren Musikern eingespielten LP  "Deuces Wild" (Atlantic, 1967).

 

Für sein erstes eigenes Album "Until" (Vortex, 1968) holte Kenyatta als Begleiter Walter Booker (b) sowie Horacee Arnold (dm) ins Studio. In einigen der vier Tracks machten Mike Lawrence (tp), Roswell Rudd (tb), Fred Simmons (p), Lewis Worrell (b) und Archie Lee (perc) mit.

 

1969 liess sich Kenyatta für drei Jahre in Paris nieder, weil dort die Arbeitsbedingungen besser waren. Ab Mitte der 1970er unterrichtete er an der École de Jazz Musique Actuelle in Lausanne und gründete die Hello Jazz Musik School.

 

In Europa konnte er mit "Girl From Martinique" (ECM, 1970) ein weiteres eigenes Album einspielten. Begleitet wurde er dabei von Wolfgang Dauner (clavinet, p), Arild Andersen (b) und Fred Braceful (dm). "Robin Kenyatta's Free State Band" (America, 1972) war ein in Paris aufgenommenens Album.

 

Die gleichnahmige Gruppe bestand neben Kenyatta aus François Nyombo (g), Kent Carter (b) und Aldo Romano (dm). Es folgten die für "Atlantic" in den USA eingespielten Fusion/Funk-Alben "Gypsy Man" (1973), "Terra Nova" (1973) und "Stompin' At The Savoy" (1974).

 

Dafür konnte Kenyatta auf eine Vielzahl an Musikern zurückgreifen. Nur im Quartett mit Dom Salvador (p), Stafford James (b) und Joe Chambers (dm) entstand "Nomusa" (Muse, 1975). "Encourage The People" (Wolf, 1976) war wieder eine grössere Produktion, die in Richtung Fusion, Jazz-Funk und Disco ging.

 

"Beggars And Stealers" (Muse, 1977) enthielt grösstenteils Aufnahmen von 1969, die Kenyatta mit Larry Willis (p), Walter Booker (b) und Alphonse Mouzon (dm) realisiert hatte. Dazu kam ein Duotrack von 1975 von Kenyatta mit Muhal Richard Abrams (p).

 

Es folgten im Laufe der Jahre rund ein halbes Dutzend weitere Alben. Ab 2002 war Kenyatta wieder zurück in den USA, wo er am Bentley College in Waltham tätig war. Er arbeitete mit Dizzy Gillespie, B. B. King, Dr. John oder George Benson und war Mitglied der Gruppen Roswell Rudd Sextet und Ted Curson & Company.

 

Robin Kenyatta starb am 26. Oktober 2004 in Lausanne in der Schweiz im Alter von 62 Jahren.                                                           04/26

 

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