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Steve Coleman

  • musicmakermark
  • 14. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Jazz-Altsaxophonist, Komponist und Bandleader, geboren am 20. September 1956 in Chicago, Illinois. Er sang zunächst in der Kirche und in den damals aktuellen kleinen Gruppen, welche die Jackson 5 nachahmten, und begann mit 14 Jahren Altsax zu spielen. Im Alter von 17, 18 Jahren wurde seine Beschäftigung mit Musik ernsthafter.


 

Seine Bemühungen, improvisieren zu lernen, führten ihn zu Charlie Parkers Musik, die sein Vater ständig hörte und die eine wesentliche Bedeutung für seine weitere Entwicklung bedeutete. Danach entdeckte er Sonny Rollins, John Coltrane und andere. Coleman absolvierte das Konservatorium von Chicago und hatte einen ersten Job bei Maceo Parker.

 

Dank einem Engagement in der Big Band von Thad Jones zog er 1977/78 nach New York City, wo er in den Bands von Thad Jones/Mel Lewis, Abbey Lincoln, Marvin "Smitty" Smith, Brandford Marsalis, Cecil Taylor, Dave Holland und Sam Rivers spielte.

 

Nach ersten Aufnahmen als Mitglied der Thad Jones/Mel Lewis Big Band, kam Coleman an der Seite von Doug Hammond zu ersten Aufnahmen in kleinerem Kreis, als dieser "Spaces" (Idibib, 1982) einspielte. Danach folgten Aufnahmen mit Sam Rivers' Bläser-Grossformation Winds Of Manhattan, mit Dave Holland, Chico Freeman, Billy Hart, David Murray und Franco Ambrosetti.

 

Zusammen mit anderen jungen, farbigen Musikern gründete Coleman die Musikerselbsthilfe-Organisation M-Base (Macro-Basic Array Of Structured Extemporations", der auch Greg Osby, Robin Eubanks, Cassandra Wilson und viele andere angehörten.

 

Das M-Base Collective veröffentlichte mit "Anatomy Of A Groove" (DIW, 1992) auch eine Aufnahme. Darauf waren Steve Coleman und Greg Osby (as), Jimmy Crozier (bars), Andy Milne oder James Weidman (key), Cassandra Wilson oder Mark Ledford (vcl), David Gilmore (g), Kevin Bruce Harris oder Reggie Washington (e-b) und Marvin "Smitty" Smith (dm) im Einsatz.

 

Eine andere solche M-Base-Formation war Strata Institute, von der "Cipher Syntax" (JMT, 1989) und "Transmigration" (Rebel-X, 1991) erschienen. Im Umfeld der M-Base gründete und leitete Coleman diverse Bands. Die erste und wichtigste heisst Steve Coleman And Five Elements und war eine langlebige Gruppe, die mehrere Besetzungswechsel durchmachte.

 

Mit seiner Formation Metrics war Coleman vor allem in Richtung Hip Hop orientiert. Als erstes erschien die 6-Track EP "A Tale Of 3 Cities" (RCA, 1994). Darauf bestand die Band neben Coleman aus Ravi Coltrane (ts), Ralph Alessi (tp), Andy Milne (p), Reggie Washington (e-b), Gene Lake (dm), Michael Wimberly (perc) sowie den Rappern/SängerInnen Kokayi, Shahliek, Sub Zero, Utasi, Black Thought und Najma Akhtar.

 

Als Teil einer Live-Trilogie mit Aufnahmen der Coleman-Bands Metrics, Mystic Rhythm Society und Five Elements wurde mit einer leicht veränderten Metrics-Besetzung zwischen dem 26. und 28. März 1995 im "Hot Brass Club" in Paris das Album "The Way Of Cypher" (BMG, 1995) aufgenommen.

 

In der 1994 gegründeten Mystic Rhythm Society versuchte Coleman Weltmusik mit funkigem Jazz zu verbinden. Im Rahmen der erwähnten Live-Trilogie erschien von dieser Formation "Myths, Modes And Means" (BMG, 1995).

 

Die Band bestand damals aus Ralph Alessi (tp), Andy Milne (p, key), Reggie Washington (b), Gene Lake (dm), einer Tänzerin, einem japanischen Koto-Spieler, einem Textrezitator, sowie arabischen, amerikanischen und indischen Rhythmikern. "The Sign And The Seal" (BMG, 1996) hiess eine zweite Aufnahme der Mystic Rhythm Society, bei der mehrere lateinamerikanische Perkussionisten mitwirkten.

 

Eine andere, bisweilen 12-köpfige Band hiess The Council Of Balance und bestand aus Musikern, die auch in anderen Coleman-Ensembles wie Five Elements, Metrics oder Mystic Rhythm Society tätig waren.

 

Diese Band bestritt CD 1 der Doppel-CD "Genesis/The Opening Of The Way" (RCA, 1997). CD 2 wurde von Five Elements bestritten. 18 Jahre später kam von Coucil Of Balance mit "Synovial Joints" (Pi Recordings, 2015) ein eigenes Album heraus.

 

Mit bei den Aufnahmen waren 21 Musikerinnen und Musiker, darunter auch solche von seinem aktuellen Five Elements-Lineup. Nur noch neun Musiker oder Musikerinnen umfasste die nächste Formation, die schlagzeuglose Kammerjazz-Gruppe Natal Eclipse, von der "Morphogenesis" (Pi Recordings, 2017) erschien.

 

Neben seinen Veröffentlichungen mit seinen Gruppen, gab Coleman nur sehr wenige weitere Aufnahmen heraus. Mit Dave Holland (b), der Coleman in mehrere seiner Formation geholt hatte, kam es im Januar 1991 zu Duoaufnahmen, die als "Phase Space" (DIW, 1992) veröffentlicht wurden.

 

Ebenfalls mit Holland und in einer grösseren Besetzung entstand "Rhythm In Mind" (Novus, 1992). Weitere Beteiligte waren Von Freeman (ts), Kenny Wheeler (tp, flh), Kevin Eubanks (g), Tommy Flanagan (p) sowie Ed Blackwell und Marvin "Smitty" Smith (dm).

 

Mit "Invisible Paths - First Scattering: Solo" (Tzadik, 2007) veröffentlichte Coleman seine erste unbegleitete Aufnahme.        04/26

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