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T. Rex

  • musicmakermark
  • 7. Juli
  • 4 Min. Lesezeit

Britische Glam Rock-Band, entstanden um 1970 in London aus dem Psychedelic Folk-Duo Tyrannosaurus Rex von Marc Bolan (vcl, g) und Mickey Finn (dm, perc). Bolan wollte vom Folkie-Image wegkommen und endlich eine richtige Rockband anführen.


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Mit dem Titelstück der 7"-EP "Ride a White Swan" (Fly, 1970) schrieb Bolan gleich zu Beginn den Prototyp eines typischen Glam Rock-Songs. T. Rex und Bolan wurden mit einem Schlag bekannt. Die Single kletterte bis auf Platz 2 der UK-Charts und fand sich auch auf Platz 76 der Billboard Hot 100 wieder. 

 

Der Song war allerdings nur auf der US-Version des ersten T. Rex-Albums "T. Rex" (Fly, 1970) enthalten. Für die Aufnahmen zogen Bolan und Finn den Produzenten Tony Visconti (e-b, p, recorder) sowie das Duo Howard Kaylan und Mark Volman (vcl) bei, die als The Turtles aufgetreten waren und danach als Flo & Eddie bzw. als Phlorescent Leech & Eddie für Frank Zappa arbeiteten.

 

"T. Rex" erreichte in England die Top-10 und in den USA knapp die Billboard 200. Noch besser als die erste Single schnitt die zweite T. Rex-Single "Hot Love" (Fly, 1971) ab. Es war die erste von vier Nummer-1-Singles in Grossbritannien und erschien ebenfalls ausserhalb eines Albums.

 

Die zweite Nummer-1-Single in Grossbritannien war im selben Jahr "Get It On" und war mit Platz 10 in den Billboard Hot 100 die bestplatzierte in den USA. Sie stammte vom Album "Electric Warrior" (Fly, 1971), das seinerseits auf Platz 1 der UK-Albumcharts landete und das einzige Nummer-1-Album der Band darstellte. 

 

Auf "Electric Warrior" war T. Rex nun ein Quartett von Bolan und Finn mit Steve Currie (e-b) und Bill Legend (dm). Dazu kamen erneut Kaylan und Volman sowie Ian McDonald (sax) von King Crimson, Burt Collins (flh) und in einem Track Rick Wakeman (key) von Yes.

 

"The Slider" (EMI, 1972), eingespielt vom Stammquartett sowie mit Flo & Eddie, landete auf Platz 4 in England und war mit Platz 17 in den Billboard 200 das chartsmässig erfolgreichste Album in den USA.  Zudem enthielt die LP mit "Telegram Sam" und "Metal Guru" die Nummer-1-Singles drei und vier in Grossbritannien.

 

Später hatte T. Rex noch einige weitere Top-5-Singles. "Tanx" (EMI, 1973) war das nächste Top-5-Album, während es "Zinc Alloy And The Hidden Riders Of Tomorrow" (EMI, 1974) unter die Top-15 in Grossbritannien schaffte. "Light Of Love" (Casablanca, 1974) war ein Album für den amerikanischen Markt.

 

Es enthielt drei Songs vom vorangegangenen Album "Zinc Alloy..." sowie acht Songs, die im Jahr danach Teil des nächsten T. Rex-Albums "Bolan's Zip Gun" (EMI, 1975) waren und das nicht in die Charts kam.  Es war das erste Album ohne Visconti als Produzent.

 

Bolan produzierte das Album selber. Die Band bestand weiterhin aus Bolan, Finn, Currie und Legend. Letzterer machte allerdings nur in einem Song mit. Dazu standen unter anderem auch Harry Nilsson (vcl) und Bolans neue Freudin, die Soulsängerin Gloria Jones (vcl, clavinet) im Studio.

 

Diese hatte als erste 1964 den Song "Tainted Love" veröffentlicht hatte, ehe die englische Synthie Pop-Band Soft Cell damit einen Welthit hatte. Mit "Futuristic Dragon" (EMI, 1976)  auf Platz 50 und "Dandy In The Underworld" (EMI, 1977) auf Platz 26 tauchten die nächsten beiden T. Rex-Alben wieder in den Charts auf.

 

Marc Bolan kam am 16. September 1977 in Barnes, London, nur wenige Tage vor seinem 30. Geburtstag, bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der Wagen wurde von Gloria Jones gelenkt, die sich schwer verletzte. Auch mehrere Ex-Bandmitglieder von Bolan sind inzwischen tot. Auch andere Tyrannosaurus Rex- oder T. Rex-Musiker sind seither verstorben.

 

Von T. Rex erschienen nach Bolans Tod Dutzende von weiteren Aufnahmen, die vor allem Livemitschnitte enthielten. "You Scare Me To Death" (Cherry Red, 1981) bestand aus Outtakes und Demomaterial, das Bolan 1966 eingespielt hatte.

 

Auf "Billy Super Duper" (Marc On Wax, 1982) war Demomaterial zu hören, das für das geplante nächste Album "Jack Daniels" sowie für andere Alben eingespielt worden war. Auch "Dance In The Midnight" (Marc On Wax, 1983) enthielt posthum Outtakes und Demos aus der ersten Hälfte der 1970er Jahre, die teilweise 1980 im Studio nachgebessert wurden.

 

Von T. Rex erschienen zudem über 250 offizielle und inoffizielle Compilations. "The Singles Collection 1968-77" (Marc On Wax, 1986) erstreckte sich über vier Picture-Discs und enthielt 60 Songs. In der Folge kamen weitere Sammlungen mit Songs auf den Markt, die auf Singles erschienen waren.

 

Acht Einzel-CDs umfasste die Serie "T. Rex Unchained: Unreleased Recordings" (alle Edsel, 1995 bis 1998).  Die acht CD wurden unter dem Titel "Unchained: Unreleased Recordings 1972 -1977" (Edsel, 2010) auch als Set angeboten. "Wax Co. Singles Volume 1 (1972 - 1974)" und "Wax Co. Singles Volume 2 (1975 - 1978)" (beide Edsel, 2002) umfassten je 11 CD-EPs.

 

"Total T. Rex (1971-1972)" (Easy Action, 2006) war ein auf 5000 Kopien limitiertes 5-CD-Set, das zum grösstenteils unveröffentlichtes Material aus dem Nachlass von Bolan enthält. Gleich stark war "The Electric Boogie: Nineteen Seventy One" (Easy Action, 2007), ebenfalls mit Material von Anfang der 1970er Jahre. Beide Boxsets wurden von je einer DVD begleitet.

 

Songs von Marc Bolan, Tyrannosaurus Rex und T. Rex sowie deren Vorgängerband John's Children fanden sich auf dem 6-CD-Set "Marc Bolan At The BBC (Radio Sessions And Broadcasts 1967 -1977)" (Universal, 2013). Zehn CDs umfasste "The Albums Collection" (Edsel, 2014).

 

Auf "The 7" Singles Box Set" (Edsel, 2015) wurden die wichtigsten Songs auf 26 7"-Singles wieder veröffentlicht.  Die Doppel-CD "The Alternative Singles Collection" (Easy Action, 2021) bestand aus Single-Tracks in alternativen Versionen.                                      07/25

 

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