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Teddy Edwards

  • musicmakermark
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanischer Tenorsaxophonist, Komponist und Bandleader zwischen Blues und Jazz, geboren am 26. April 1924 in Jackson, Mississippi, als Theodore Marcus Edwards. Im Alter von 16 Jahren spielte er als Altsaxophonist und Klarinettist in Detroit, wo er mit Wardell Gray, Hank Jones und Sonny Stitt auftrat.


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Später leitete er eigene Bands in Alexandria, Louisiana, und in Tampa, Florida. Im mittleren Westen war Teddy Edwards Mitglied verschiedener Bluesbands, wechselte 1945 von Florida nach Los Angeles und trat dort dem Sextett des Trompeters Howard McGhee bei.

 

Auf Wunsch von McGee wechselte er vom Alt- auf das Tenorsaxophon. Er sollte als Nachfolger für den an die Ostküste gegangenen Coleman Hawkins aufgebaut werden. Bei McGhee lernte er Charlie Parker, Sonny Criss oder Hampton Hawes kennen. Er wurde der erste Tenorsaxophoist im Bebop.

 

Als McGhee 1947 mit Norman Granz auf Tournee ging, stieg Edwards aus der Band aus. Er machte Aufnahmen mit Wardell Gray und Dexter Gordon. Nach Jobs bei Benny Carter und Gerald Wilson war er 1949 für jeweils ein Jahr Hausmusiker im "Lighthouse" in Hermosa Beach und im "Bop City" in San Francisco. 1954 wurde er Mitglied des Clifford Brown-Max Roach Quintets.

 

Edwards verzichtete zugunsten seiner Familie in Kalifornien auf einige Tournee-Angebote – und damit auf eine internationale Karriere. 1964/65 trat er mit dem Benny Goodman-Orchester bei der Weltausstellung in New York und im Disneyland auf. Er wirkte bei vielen Film-Soundtracks mit und wurde von Tom Waits zu Aufnahmen geholt.

 

Unter Gruppennamen wie Teddy Edwards And His Orchestra, Teddy Edwards Brasstring Ensemble, Teddy Edwards Octet, Teddy Edwards Quartet, Teddy Edwards Septet, Teddy Edwards Sextet, Howard McGhee - Teddy Edwards Quintet sowie als Leader/Co-Leader anderer Bands veröffentlichte Edwards an die 40 Alben.

 

Er war Mitglied bei den Formationen Bill Berry And The LA Band, Dexter Gordon's All Stars, Gerald Wilson Orchestra, Leroy Vinnegar Quintet, Leroy Vinnegar Sextet, Milt Jackson Quintet, Slim Gaillard And His Boogiereeners, The Hampton Hawes All-Stars, The Joe Castro Quartet, The Sonny Criss Orchestra und anderen.

 

Discogs.com listet für Edwards über 231 Credits als Musiker und etwa 80 als Komponist auf. Edwards Schaffen wurde auf mehreren Compilations dargestellt, so auf dem 4-CD-Set "The Complete Recordings 1947-1962" (Enlightenment, 2017).

 

Teddy Edwards starb am 20. April 2003 in Los Angeles Californa, 78-jährig. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Blues-Sänger und Tiple-Spieler Big Boy Teddy Edwards der in den 1930er Jahren aktiv war.                             11/25

 

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