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Terence Blanchard

Amerikanischer Jazz-Trompeter, Komponist und Bandleader, geboren am 13. März 1962 in New Orleans, Louisiana. Sein Vater war Mitglied der Harlem Harmony Kings. Er erhielt eine umfassende klassische Ausbildung. Mit vier Jahren hatte er erstmals Klavierunterricht, es folgten später Trompetenunterricht und mit 15 Jahren Kompositionsunterricht im "New Orleans Center of Creative Arts".



Dort wurde er zwischen 1978 und 1980 von Ellis Marsalis unterrichtet. Von 1980 bis 1982 spielte er in der Band von Lionel Hampton. Von 1982 bis 1986 war er als Nachfolger von Wynton Marsalis zuerst Mitglied und dann auch musikalischer Leiter von Art Blakey & Jazz Messengers, wo er bei mehreren Einspielungen von Alben mitwirkte.

 

Noch während seiner Zeit bei Blakey gründete er mit dem damals auch bei Blakey tätigen Saxophonisten Donald Harrison eine eigene Band. Auf der ersten Aufnahme "New York Second Line" (Concord, 1984) wurden sie von Mulgrew Miller (p), Lonnie Plaxico (b) und Marvin "Smitty" Smith (dm) begleitet. Auf "Discernment" (Concord, 1986) waren neben Miller nun Phil Bowler (b) und Ralph Peterson (dm) als Rhythmusgruppe am Werk.


Das selbe Quintett spielte "Nascence‎" (Columiba, 1986) ein. Auf "Crystal Stair" (Columbia, 1987) waren die Begleiter Cyrus Chestnut (p), Reginald Veal (b) und Carl Allen (dm). Auf "Black Pearl" (Columbia, 1988) kamen zu diesen Musikern teilweise noch Mark Whitfield (g), Steve Thornton (perc) und Monte Croft (vibes) dazu.

 

Harrison und Blanchard waren quasi als Stellvertreter von Eric Dolphy und Booker Little auch mit dabei, als Mal Waldron (p), Richard Davis (b) und Ed Blackwell (dm) auf "Eric Dolphy & Booker Little Remembered Live At Sweet Basil Vol. I und II" (Paddle Wheel, 1987) ein Remake der Alben "At The Five Spot, Volume 1 und 2" (Prestige, 1961 bzw. 1963) realisierten.

 

Auf "Music From Mo' Better Blues‎" (CBS, 1990) geriet Blanchard erstmals in Berührung mit Filmmusik.  Mit Brandford Marsalis (as) als Leader sowie mit Kenny Kirkland (p), Robert Leslie Hurst III (b) und Jeff "Tain" Watts (dm) spielte dieses Quintett die Musik zum gleichnamigen Streifen von Regisseur Spike Lee ein.

 

Mit Lee arbeitete Blanchard später in vielen weiteren Projekten zusammen. "Terence Blanchard" (Columbia, 1991) war das erste Album unter eigenem Namen. Als Begleiter suchte sich der Trompeter Branford Marsalis oder Sam Newsome (ts), Bruce Barth (p), Rodney Whitaker (b) sowie Jeff "Tain" Watts oder Troy Davis (dm) aus.

 

Auf dem Nachfolgealbum "Simply Stated" (Columbia, 1992) spielten Newsome, Barth, Whiteaker und Davis sowie in einzelnen Tracks Antonio Hart (as) oder Billy Kilson (dm). Parallel zu seinem Soundtrack "Malcolm X: The Original Motion Picture Score" (Columbia, 1992) entstand mit "The Malcolm X Jazz Suite" (Columbia, 1993) ein Quintettalbum, auf dem Blanchard mit Sam Newsome (ts), Bruce Barth (p), Tarus Mateen (b) und Troy Davis (dm) zu hören war.

 

Auf "The Billie Holiday Songbook" (Columbia, 1994) setzte Blanchard Jeanie Bryson (vcl), Bruce Barth (p), Chris Thomas (b) und Troy Davis (dm) ein. Für "Romantic Defiance" (Columbia, 1995) holte Blanchard Kenny Garret (ts), Edward Simon (p), Chris Thomas (b) und Troy Davis (dm) ins Studio.

 

Bis dato spielte Terence Blanchard als Leader oder Co-Leader unter seinem Namen oder unter Gruppenbezeichnungen wie The Terence Blanchard Group bzw. The Terence Blanchard Quintet an die 50 Alben ein. Bei discogs.com besitzt er als Musiker über 130 Credits. Er schrieb auch Opern. Die erste hiess "Champion" und stellte das Leben des Boxers Emile Griffith dar.

 

Blanchard war auch auf Aufnahmen von Alvin Queen, Ralph Moore, Kenny Drew jr, Benny Green, Bill Lee, Ralph Peterson, Victor Bailey, J.J. Johnson, Toots Thielemans, Stevie Wonder, Joe Jackson, Terri Lyne Carrington, Chick Corea, McCoy Tyner, Randy Newman und anderen zu hören. Bisher gewann Blanchard fünf Grammys. Er ist zurzeit künstlerischer Leiter des Thelonious Monk Institute of Jazz an der University of Southern California.                                                                        04/24

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Fred Wesley

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