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The Orioles

  • musicmakermark
  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanische Doo Wop/R&B-Gesangsgruppe, gegründet 1947 in Baltimore, Maryland, von den Teenagern Sonny Til, Alexander Sharp, George Nelson, Johnny Reed und Tommy Gaither unter dem Namen The Vibranaires. Die Band gilt als erste schwarze R&B-Gesangsgruppe überhaupt.


 

The Vibranaires wurden von der Songschreiberin Deborah Chessler entdeckt, beim Label "It's A Natural" untergebracht und in The Orioles umgetauft. Weil dem Labeleigner Jerry Blaine der Song "It’s Soon To Know" nicht gefiel, erschien das Stück mit "Barbra Lee" als B-Seite 1948 zuerst bei einem anderen Label, bei "Jubilee Records".

 

Die Schallplatte erreichte Platz 1 in den R&B-Charts und dazu Platz 13 bei den Billboard Hot 100.  Es war der erste Song einer afro-amerikanischen Band, der in den amerikanischen Pop-Charts auftauchte. Es war auch der erste Doo Wop-Song, weil er alle stilbildenden Elemente dieses Musikgenres enthielt.


Die Orioles hatten 1948 und 1949 weitere Schallplatten in den R&B-Charts. 1950 kam Gaither bei einem Autounfall ums Leben, Nelson und Reed wurden schwer verletzt. Nelson verliess die Band, während sich Reed erholte.


Als Ersatz für Gaither und Nelson kamen Ralph Williams und Greg Carroll neu in die Band. Erst 1952 hatte die Band wieder einen Top-10-Hit in den R&B-Charts. "Crying In The Chapel" (Jubilee, 1953) war ein weiterer R&B-Nummer-1-Hit, der auch in den Billboard Hot 100 unter die Top-15 kam.

 

Dieser Song wurde im selben Jahr auch von Darrell Glenn mit den Rhythm Riders (Valley, 1953), June Valli (RCA Victor, 1953) und von Rex Allen (Decca, 1953) aufgenommen und in verschiedene Charts gebracht.

 

Am meisten Erfolg hatte damit später Elvis Presley (RCA, 1965), der von dieser Single weltweit 3,7 Millionen Stück verkaufte und bei den Billboard Hot 100 Platz 3 erreichte. Presley hatte den Song 1960 erstmals aufgenommen, doch wegen rechtlichen Problemen blieb er im Archiv.

 

1963 nahm er "Crying In The Chapel" noch einmal auf, musste dann erneut zwei Jahre warten, bis er veröffentlicht wurde. Weitere erwähnenswerte Cover-Versionen stammten von Ella Fitzgerald, Art Lund, Eddy Arnold, Roy Hamilton, Little Richard oder Bobby Solo.

 

The Orioles lösten sich 1954 auf, als Reed und Sharp die Band verliessen um sich den Ink Spots anzuschliessen. Til machte mit anderen Sängern bis Anfang der 1960er Jahre als Sonny Til & The Orioles weiter. Er hatte ebenfalls noch einige kleine Hits. Dazu veröffentlichte Sonny Til (1928-1981) Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre auch Aufnahmen unter seinem eigenen Namen.

 

Von den Orioles erschienen im Nachhinein mehrere Alben bzw. Compilations. Die umfangreichsten waren das 3-CD-Set "For Collectors Only" (Collectables, 1992), die 6 CDs umfassende Box "The Jubilee Recordings" (Bear Family, 1993) und die Doppel-CD "1947-1955" (Acrobat, 2005).                             08/26

 

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