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Aunt Molly Jackson

  • musicmakermark
  • 23. März
  • 2 Min. Lesezeit

Amerikanische Folk-Sängerin und Gewerkschafts-Aktivistin, geboren 1880 im Clay County, Kentucky, als Mary Magdalene Garland Stewart Jackson Stamos. Weil ihre Familie in Gewerkschaftsaktivitäten verwickelt war, wurde sie im Alter von zehn Jahren ins Gefängnis gesteckt.


 

Von ihrer Urgrossmutter Nancy MacMahan lernte sie schon früh erste Lieder. 1894 heiratete sie den Minenarbeiter Jim Stewart. Sie gebar zwei Kinder und half 884 weiteren Kindern als Hebamme auf die Welt. Ihr Mann kam 1917 bei einem Minenunglück ums Leben.

 

Ihr Vater und ein Bruder erblindeten bei einem anderen Minenunglück. Danach begann sie Protestsongs zu schreiben. Wegen ihrer Tätigkeit als Gewerkschafterin kam sie erneut ins Gefängnis. Sie reise nach New York City, um die streikende Minenarbeiter zu unterstützen und Geld zu sammeln.

 

Im Bronx Coliseum trat sie vor 21'000 Leuten auf. Am 10.Dezember 1931 konnte sie erstmals Schallplattenaufnahmen machen. Danach trat sie in vielen anderen Städten auf und wurde Teil des Greenwich Village Folk Revivals.

 

Sie machte Aufnahmen für Alan Lomax bzw. die  Library of Congress und beeinflusste Folk-Sänger von Woody Guthrie bis Pete Seeger. Mit ihnen sowie mit Earl Robinson, Will Geer, ihrem Halbbruder Jim Garland und ihrer Halbschwester Sarah Ogan Gunning trat sie Mitte der 1930er Jahre auch öffentlich auf.

 

Nach einem Busunfall war sie nicht mehr mobil und an ihre New Yorker Wohnung gebunden. Sie starb am 1. September 1960 im Alter von rund 80 Jahren. Im Jahr darauf erschien die LP "The Songs And Stories Of Aunt Molly Jackson" (Folkways, 1961). Darauf beschreibt sie ihr Leben, während John Greenway dazu ihre Lieder spielt und singt.

 

"Library Of Congress Recordings" (Rounder, 1972) mit Aufnahmen von 1939 enthielt neben Songs ebenfalls Spoken Word-Aufnahmen.                    03/26

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