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Bennie Wallace

  • musicmakermark
  • vor 19 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanischer Tenorsaxophonist, Komponist und Bandleader zwischen Swing, Post und Hardbop, geboren am 18. November 1946 in Chattanooga, Tennessee. Er wuchs mit R&B, Bluegrass, Gospel und der Country-Musik der Grand Ole Opry-Radioshow auf.


 

In seiner High School-Zeit hörte er Schallplatten von Sonny Rollins, Stanley Turrentine, John Coltrane und Eddie Lockjaw Davis. Isoliert von Einflüssen der New Yorker Jazzszene, fand er zu seiner eigenen musikalischen Sprache. Er spielte in Clubs rund um seine Heimatstadt Chattanooga, studierte Klarinette an der Universität von Tennessee.


1969 schloss er seine Studien ab. 1971 zog er nach New York, wo er vor allem in der eher traditionell ausgerichteten Szene tätig war. Er hielt sich im Kreis um Musiker und Gruppen wie Barry Harris, der Big Band von Buddy Rich, Monty Alexander, Sheila Jordan und dem National Jazz Ensemble auf.


Von der Ethno Jazz-Gruppe Oregon wurde er für die Aufnahmen von "Friends" (Vanguard, 1977) beigezogen. Ab 1977 leitete er erste eigene Gruppen. Seine erste Aufnahme unter eigenem Namen hiess "The Fourteen Bar Blues" (Enja, 1978) und wurde mit Eddie Gomez (b) und Eddie Moore (dm) aufgenommen.


An Stelle von Moore sass bei den Aufnahmen zur Live-LP "Live At The Public Theater" (Enja, 1978) Dannie Richmond am Schlagzeug. "The Free Will" (Enja, 1985) erschien erst fünf Jahre nach dem Aufnahmen unter dem Namen der beteiligten Musiker Bennie Wallace (ts), Tommy Flanagan (p), Eddie Gomez (b) und Dannie Richmond (dm).

 

Mit den Tenorsaxophonisten Scott Hamilton, Peter Loeb, Flip Phillips, Frank Sokolow und Ray Turner bildete Wallace eine On/Off-Allstar-Formation, die mit Hilfe von Drerek Smith (p), Howie Collins (g), George Mraz (b) und Ronnie Bedford (dm) die LP "Progressive Records All Star Tenor Sax Spectacular" (Progressive, 1980) einspielte. 

 

Mit Jimmy Knepper (tb) sowie seiner bewährten Rhythmussection Eddie Gomez und Dannie Richmond nahm er "Plays Monk" (Enja, 1981) auf. Für die fünf Jahre nach dem Aufnahmen veröffentlichte LP "Mystic Bridge" (Enja, 1987) erweiterte Wallach sein damaliges Trio mit Gomez und Richmond mit Chick Corea (p).

 

Auf "Big Jim´s Tango" (Enja, 1983) liess er sich von Dave Holland (b) und Elvin Jones (dm) begleiten. Für "Sweeping Through The City" (Enja, 1984)  ging er mit Ray Anderson (tb), John Scofield (g), Pat Conley (p), Dennis Irwin oder Mike Richmond (b) sowie Tom Whaley (dm) ins Studio.

 

Danach wechselte er vom deutschen "Enja"-Label zu "Blue Note Records". Bei den Aufnahmen von "Twilight Time" (Blue Note, 1985) konnte er auf so unterschiedliche Musiker wie Ray Anderson (tb), Dr. John (p, org), Stevie Ray Vaughan und John Scofield (g) und andere zurückgreifen.

 

Mit einer ähnlich prominenten Besetzung, ohne Vaughan, entstand "Bordertown" (Blue Note, 1988). Für die Aufnahmen des Albums "Brilliant Corners" (Denon, 1988) tat er sich mit Yosuke Yamashita (p) als Co-Leader zusammen. Jay Anderson (b) und Jeff Hirshfield (dm) waren die Begleiter.

 

"The Art Of The Saxophone" (Denon, 1988) zeigt Wallace in Begleitung von  Harold Ashby, Jerry Bergonzi und Lew Tabackin (ts), Oliver Lake (as), John Scofield (g), Eddie Gomez (b) und Dannie Richmond (dm).

 

Erst fünf Jahre später erschien mit "The Old Songs" (AudioQuest, 1993) die nächste Aufnahme. Lou Levy (p), Bill Huntington (b) und Alvin Queen (dm) waren darauf seine Begleiter. "The Talk Of The Town" (Enja, 1993) markierte im selben Jahr die temporäre Rückkehr zu seinem früheren Label.

 

Jerry Hahn (g), Bill Huntington (b) und Alvin Queen (dm) fungierten als Begleiter. Auf "Bennie Wallace" (AudioQuest, 1998) waren Tommy Flanagan (p), Eddie Gomez (b) und Alvin Queen (dm) seine Begleiter. Für "Someone To Watch Over Me" (Enja, 1999) holte Wallace Mulgrew Miller (p), Peter Washington (b) und Yoron Israel (dm) als Begleiter ins Studio.


Mit einer ähnlichen Besetzung entstand "Moodsville" (Groove Note, 2001). An Stelle von Israel spielte Lewis Nash (dm). Auf "In Berlin" (Enja, 2002) waren George Cables (p), Peter Washington (b) und Hernan Riley (dm) seine Mitmusiker. Mit Eric Watson (p), Mark Dresser (b) und Ed Thigpen (dm) bildete er das Full Metal Quartet, von dem eine gleichnamige CD (Owl, 2000) erschien.

 

Im Trio mit Kenny Baron (p) und Eddie Gomez (b) entstand "The Nearness Of You" (Enja und Justin Time, 2004). "Disorder At The Border – The Music Of Coleman Hawkins" (Enja, 2006) war eine Liveaufnahme von 2004 mit acht weiteren Musikern. "The Big Sound Of Bennie Wallace" (Musica Jazz, 2011) hiess eine Compilation für eine italienisches Jazz-Zeitschrift.


Weitere Aufnahmen mit neuem Material erschienen nach 2006 vorerest keine mehr. Mit "French Postcard" (Backcountry Jazz, 2025) gab er wieder einmal ein Lebenszeichen von sich. Auf dieser Aufnahme von 2024 wurde er von Anthony Wilson (g), Donald Vega (p), Simon Moullier(vibes), Peter Washington (b) und Herlin Riley (dm) unterstützt.

 

Weitere Aufnahmen machte er im Laufe der Ueot mit Mose Allison, dem Franco Ambrosetti Quintet, dem Chuck Marohnic Quartet, der George Gruntz Concert Jazz Band und dem Art Farmer Sextet. Bei den Aufnahmen zur Hommage-CD "Green & Yellow – The UMO Jazz Orchestra Plays The Music Of Bennie Wallace" (Pro, 1994) machte Wallace als Musiker, Komponist und Arrangeur mit.                                                     01/26

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