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Carey Bell

Amerikanischer Blues-Mundharmonika-Spieler und Bassist, geboren am 14. November 1936 in Macon, Mississippi. In seiner Jugend war er vor allem vom Saxophonisten Louis Jordan beeindruckt und wollte ebenfalls Saxophonist werden. Weil ein Saxophon zu teuer war, bekam er ein so genanntes "Mississippi Saxophone", eine Mundharmonika.



DeFord Bailey, Big Walter Horton, Marion "Little Walter" Jacobs sowie die beiden Sonny Boy Williamson wurden seine Vorbilder. Bell brachte sich das Mundharmonikaspiel selber bei und wurde mit 13 Jahren Mitglied der Lovie Lee's Blues Band. 1956 überredete ihn Lovie Lee mit ihm nach Chicago zu gehen.

 

Dort wurde Bell Schüler von Little Walter Horton. Zudem erlernte er bei Hound Dog Taylor das Spiel auf dem Bass. Danach wurden auch Sonny Boy Williamson II und Big Walter Horton seine Lehrer. Horton holte ihn auch für Auftritte und Sessions in seine Band.

 

Sonstige Engagements waren rar, denn zu jener Zeit waren vor allem Gitarristen gesucht. Deshalb verdiente er seinen Lebensunterhalt vor allem als Bassist in verschiedenen Bands, so bei Earl Hooker, Robert Nighthawk, Lowell Fulson, Eddie Taylor und Jimmy Dawkins. "Carey Bell's Blues Harp" (Delmark, 1969) hiess Bells erstes Album unter eigenem Namen.

 

Danach spielte Bell zusammen mit Muddy Waters bei Willie Dixon's Chicago Blues All-Stars. 1972 machte er mit Big Walter Horton Aufnahmen für "Alligator Records". "Last Night" (One Way, 1973) war Bells zweite eigene Aufnahme, gefolgt von "Goin' On Main Street" (Evidence, 1982), "Son Of A Gun" (Rooster Blues, 1983) und "Harpslinger" (JSP, 1988).

 

Dazwischen hatte er gemeinsame Alben mit Hubert Sumlin, Louisiana Red & Sunnyland Slim, John Littlejohn, Heinz Sauer & Bob Degen, der Stormy Monday Band und Lurrie Bell veröffentlicht. 1990 tat sich Bell mit seinen Instrumentalkollegen Junior Wells, James Cotton und Billy Branch zu den Aufnahmen zum erfolgreichen "Harp Attack!" (Alligator, 1990) zusammen.

 

Weitere Aufnahmen hiessen "Dynasty!" (JSP, 1990), "Mellow Down Easy" (Blind Pig, 1991), "Heartaches and Pain" (Delmark, 1994) mit Aufnahmen von 1977 ,"Harpmaster" (JSP, 1994) und "Carey Bell & Spike Ravenswood" (Saar, 1995). Mit "Deep Down" (Alligator, 1995) konnte er erstmals ein Album für das grosse Chicagoer Blueslabel aufnehmen.

 

Danach folgten mit "Blues Classics" (Bellaphon, 1996), "Good Luck Man" (Alligator, 1997) und "Second Nature" (Alligator, 2004) drei weitere Alben. Auf letzterem ist er erneut im Duo mit seinem Sohn Lurrie Bell (g) zu hören. Mit Lazy Lester, Raful Neal und Snooky Pryor tat er sich für "Superharps II" (Telarc, 2001) zusammen. 

 

Von Carey Bell und seiner Carey Bell's Blues Harp Band kamen gut drei Dutzend Alben und einige wenige Compilations heraus. Mit "Gettin Up: Live at Buddy Guy's Legends Rosa's" (Delmark, 2007) erschien kurz vor dem Tod noch ein Livealbum, ebenfalls mit Lurrie Bell. "Having Fun" (JSP, 2023) zeigt ihn mit Louisiana Red

 

Carey Bell war am 6. Mai 2007 im Alter von 70 Jahren in Chicago nach einem Herzversagen verstorben.                                                    12/23

 

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Jay McShann

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