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Chris Franke

Aktualisiert: 8. Aug. 2023

Deutscher Syntheziser-Musiker, geboren am 6. April 1953 in Berlin als Christopher Franke. Er studierte klassische Musik und Komposition am Berliner Konservatorium und spielte daneben in Rock- und Jazz-Formationen, so bei Agitation Free. Im Berliner Elektronic Beat Studio, das vom Schweizer Komponisten Thomas Kessler aufgebaut wurde, entwickelte sich damals eine Musikrichtung, die Berlin School genannt wurde.


In diesem Studio traf Franke auf den Künstler und Musiker Edgar Froese, der 1967 die Gruppe Tangerine Dream gegründet hatte. Franke schloss sich 1971 TD an und wurde dort als Schlagzeuger und Keyboarder Nachfolger von Klaus Schulze, der eine erfolgreiche Solokarriere startete. Franke war erstmals auf dem zweiten TD-Album "Alpha Centauri" (Ohr, 1971) zu hören.

In der Besetzung Froese, Franke und Peter Baumann erlebte TD ab der dritten TD-LP "Zeit" (Ohr, 1972) bis 1977 die beste Zeit der Bandgeschichte mit allen klassischen Alben. Frankes Mitwirken bei TD erstreckte sich über die TD-Epochen The Virgin Years und The Blue Years.


Franke war jener Mitmusiker von Froese, der am längsten Mitglied von TD war. Am 1. August 1987, nach einem Konzert zum 750. Geburtstag von Berlin, kehrte Franke TD den Rücken, weil er und Froese sich über die weitere musikalische Entwicklung der Band nicht einig waren.


Bis zu Frankes erstem Soloalbum "Pacific Coast Highway" (Virgin und Private, 1991) vergingen vier Jahre. Mit dem Soundtrack "Universal Soldier" (Varèse Sarabande, 1992) und dem Livealbum "The London Concert" (Varèse Sarabande und Sonic Images, 1992) folgten zwei weitere Alben. Er gründete das Berlin Symphonic Film Orchestra und eröffnete in Hollywood ein Studio, wo er viele Soundtracks für TV-Serien und -Filme einspielte.


Bis zum Jahr 2000 komponierte Franke Musik für rund 25 Filme, TV-Serien und Werbespots. Bekannt wurde Franke als Komponist des Soundtrack für"Babylon 5". Dies war der Name einer Raumstation, die als Schauplatz für die gleichnamige Science-Fiction-Fernsehserie von Joseph Michael Straczynski diente.


Die zwischen 1993 und 1998 produzierte Serie unterschied sich von anderen US-Fernsehserien ihrer Zeit durch die fast ausschliessliche Verwendung von Computergrafik für die Spezialeffekte und den von Anfang an geplanten, fünfjährigen Handlungsbogen, der sich durch fast alle Episoden zog.


Obwohl die Einschaltquoten eher durchschnittlich waren, wurde der Serie eine hohe Bedeutung für die Entwicklung der Fernsehserien in den USA beigemessen. Beginnend mit "Babylon 5" (Sonic Images, 1994) erschienen auf CD fast 30 Soundtracks zu dieser Serie. "The Best Of Babylon 5" (Sonic Images, 2001) war eine Compilation.


Andere Compilation, die Frankes Schaffen als Soundtrack-Komponist aufzeigten, hiessen "New Music For Films: Vol. 1" (Varèse Sarabande, 1993), "New Music For Films, Vol. 2" (Sonic Images, 2000) und "Music For Films Vol. 3" (Sonic Images, 2003). Frühes Solomaterial war unter dem Titel "Epic" (Earthtone, 1999) zusammengefasst worden. Von Franke erschienen 50 eigene oder Soundtrack-Alben. 08/23

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