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Crazy Horse

  • musicmakermark
  • vor 2 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanische Country Rock-Band, gegründet 1969 in Los Angeles, California. Gründungsmitglieder waren Danny Whitten (g, vcl), Billy Talbot (e-b, b) und Ralph Molina (dm, vcl). Sie hatten sich in den frühen 1960er Jahren in der Doo Wop-Band Danny & The Memories kennengelernt.


 

Diese veröffentlichte mit "Can't Help Lovin That Girl Of Mine/Don't Go" (Valiant, 1964) eine von Sly Stone produzierte Single. 1966 liessen sich die drei Musiker im Laurel Canyon nieder, wurden Musiker und gründeten die Psychedelic Pop/Folk Rock-Band The Rockets.

 

Mit Bobby Notkoff (vio) sowie Leon (g) und George Whitsell (g, vcl) als weitere Musiker entstand die LP "The Rockets" (White Wale, 1968). Bei einer späteren Version der Band, die mit "Lift Off" (Frogville, 2013) ein zweites Album veröffentlichte, waren Whitten, Talbot und Molina nicht mehr dabei.

 

Sie hatten Ende der 1960er Jahre Bekanntschaft mit Neil Young gemacht. Dieser war nach seinen Aktivitäten bei Buffalo Springfield daran, eine Solokarriere zu starten. Young jammte im "Whisky A Go-Go"-Club in Los Angeles mit The Rockets.

 

Es spielte dabei mit Whitten, Talbot und Molina auch eigene Songs, die er kurz zuvor geschrieben hatte. Danach nannten sich die drei Musiker fortan Crazy Horse und wurden Begleitmusiker von Young. Das erste gemeinsame Album nannte sich "Everybody Knows This Is Nowhere" (Reprise, 1969).

 

Es war Youngs zweites Soloalbum nach "Neil Young" (Reprise, 1969). Auch auf dem dritten Young-Album "After The Goldrush" (Reprise, 1970) waren die Crazy Horse-Musiker wieder dabei, obwohl die LP unter Youngs Namen erschien.

 

Mit dabei bei diesen Aufnahmen waren auch Jack Nitzsche (p) und Nils Lofgren (vcl, p). Beide waren zwischen 1969 und 1971 (Nitzsche) bzw. 1970/71 sowie 1973 ebenfalls Mitglieder von Crazy Horse. Neil Young & Crazy Horse spielten von 1969 bis in die 2020er Jahre 15 gemeinsame Alben ein.

 

Dazu waren einzelne Crazy Horse-Musiker oder die Gruppe in corpore oft an Aufnahmen beteiligt, die unter Neil Youngs Namen erschienen. Im Laufe der Jahre veröffentlichte Crazy Horse auch mehrere eigen Alben.

 

Das erste reine Crazy Horse-Album ohne Neil Young war "Crazy Horse" (Reprise, 1971) gewesen, eingespielt in der Quintettbesetzung mit Lofgren und Nitzsche sowie mit Ry Cooder (g) und Byron Berline (vio) als Gäste. Das Album schaffte es auf Platz 84 der Billboard 200.

 

Danach stiegen Urmitglied Danny Whitten sowie Jack Nitzsche und Nils Lofgren aus. Sie wurden für das zweite reine Crazy Horse-Album "Loose" (Reprise, 1972) durch George Whitsell und Greg Leroy (g) sowie John Blanton (org) ersetzt. Als weiterer Musiker wurde Joel Tepp (hca) dazugeholt.

 

Neil Young wollte Danny Whitten für seine damalige Begleitband The Stray Gators verpflichten, doch der drogen- und alkoholsüchtige Whitten wollte sich bei Proben in San Francisco nicht ins Bandgefüge einordnen und wurde von Young heimgeschickt.

 

Danny Whitten starb noch am selben Tag 18. November 1972 im Alter von 29 Jahren an einer Überdosis Drogen, Alkohol und Medikamenten in Los Angeles. Bei Crazy Horse gab es zwischen den beiden 1972 veröffentlichten Alben weitere Lineup-Wechsel.

 

Whitsell und Blaton warfen nach nur einem Album das Handtuch. In der Besetzung Greg Leroy (g, vcl), Michael Curtis (org, g, mand, p, vcl), Rick Curtis (banjo, g, vcl), Billy Talbot (e-b, vcl) und Ralph Molina (dm, vcl) wurde "At Crooked Lake" (Epic, 1972) eingespielt.

 

Bis zum nächsten Crazy Horse-Album "Crazy Moon" (RCA, 1978) dauerte es sechs Jahre. Die Urmitglieder Billy Talbot und Ralph Molina bildeten zusammen mit Frank "Poncho" Sampedro (vcl) den Kern der Gruppe.

 

Dazu kamen für die Aufnahmen Gäste wie Neil Young (g), Barry Goldberg (p, key) sowie mehrere ehemalige Crazy Horse-Musiker. Danach wurde es ruhig um die Gruppe, die in den 1980er Jahren lediglich auf einem Album von Neil Young als Begleitband wirkte. Das nächste eigene Album hiess "Left for Dead" (Heyday, 1989).

 

Talbot und Molina hatten inzwischen Sonny Mone (vcl, g) und Matt Piucci (g, vcl) als feste Musiker dazugeholt. Dazu kam Dino Papanicolaou (org, p) als Zuzüger. Danach war Crazy Horse mehrere Male als Begleitband von Neil Young im Studio.

 

Mit "Gone Dead Train: The Best of Crazy Horse 1971–1989" (Raven, 2005) erschien eine umfassende Compilation, die auch die beiden Singletracks von The Rockets enthielt. "Scratchy: The Complete Reprise Recordings (2005) war im selben Jahr eine Doppel-CD mit den beiden ersten Alben sowie Bonus-Material.

 

Mit "Trick Horse" (2009) erschien später ein weiteres Crazy Horse-Album. Die Aufnahmen stammten allerdings von 1986. Das Album erschien als DL bei "iTunes". Seither kamen keine weiteren Aufnahmen dieser Band mehr heraus.

 

Talbot und Molia waren auch Leader/Mitglieder weiterer Bands. Beide gehörten zu The Santa Monica Flyers, einer Band, mit der Neil Young das Album "Tonight's The Night" (Reprise, 1975) aufnahm.         03/26

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