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Neil Young

  • musicmakermark
  • vor 2 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit

Amerikanisch-kanadischer Folk bzw. Folk Rock-Singer/Songwriter, Gitarrist, geboren am 12. November 1945 in Toronto, Ontario. 2020 erhielt er die US-Staatsbürgerschaft. Er wuchs in der ländlichen Gemeinde Omemee, Ontario, auf. Sechsjährig erkrankte er an der Kinderlähmung und blieb links teilweise gelähmt.


 

Zur Rekonvaleszenz verbrachte die Familie einen Winter in Florida. Danach wuchs Young in diversen Teilen Kanadas weiter auf. Nach der Scheidung blieb er bei seiner Mutter. Ab Mitte der 1950er Jahre entdeckte er die Musik, vor allem Elvis Presley.

 

Er spielte zuerst Ukulele. In Fort Rouge, Winnipeg, gründete er mit The Jades seine erste Band. Während der High School war er Mitglied mehrerer weiterer Bands, bis er die Schule verliess, um sich ganz der Musik zu widmen.

 

Mit "The Sultan" (V, 1963) seiner Band The Squires hatte er einen ersten lokalen Hit. Die Gruppe spielte viele Konzerte und ging für Demoaufnahmen in ein Studio. In jener Zeit traf er erstmals auf Stephen Stills. Danach spielte er solo in Folk Clubs in Winnipeg, wo er Joni Mitchell kennenlernte.

 

Young schrieb damals auch erste eigene Songs. Mit seinem Lied "Flying on the Ground is Wrong" (Quality, 1967) hatte die kanadische Band The Guess Who einen kanadischen Top-40-Hit. Nachdem er Mitglied der Gruppe The Mynah Birds von Rick James war, liess er sich in Los Angeles, California, nieder.

 

Er hielt sich dort illegal auf, bis er 1970 eine Green Card erhielt. In Los Angeles traf er wieder auf Stephen Stills und gründete mit ihm und anderen Musikern 1966 die Country Rock-Band Buffalo Springfield, die bis 1968 drei Alben veröffentlichte und sich 2010 bis 2012 noch einmal zusammenfand.

 

Danach ging Young für The Monkees ins Studio, als diese die Alben "Head" (Colgems, 1968) und "Instant Replay" (Colgems, 1969) einspielten. Er wurde vom Label von Joni Mitchell als Solokünstler unter Vertrag genommen, wo sein erstes, erfolgloses Album "Neil Young" (Reprise, 1968) erschien.

 

Für sein zweites Album "Everybody Knows This Is Nowhere" (Reprise, 1969) holte er die Band The Rockets, bestehend aus Danny Whitten (g), Billy Talbot (e-b) und Ralph Molina (dm) dazu und taufte sie Crazy Horse.

 

Das Album erschien unter dem Bandnamen Neil Young & Crazy Horse und fand sich in den Top-40 der Billboard 200 und der kanadischen Charts. Dieser Bandname wurde auch bei späteren Neil Young-Alben verwendet. Crazy Horse spielte auch Alben ohne Young ein.

 

Daneben machen die Crazy Horse-Musiker teilweise auch bei der Einspielung von Alben mit, die unter Neil Youngs Namen erschienen. Dies war bei "After the Gold Rush" (Reprise, 1970), Youngs erstem Top-10-Album in den Billboard 200, der Fall.

 

1968 hatten sich in Los Angeles, California, David Crosby von The Byrds, Stephen Stills von Buffalo Springfield und Graham Nash von The Hollies zur Gruppe Crosby, Stills & Nash zusammengetan. Neil Young stiess 1969 als viertes Mitglied dazu, so dass sich die Gruppe Crosby, Stills, Nash & Young nannte.

 

Young blieb bis 1970, war 1973/1974, 1985, von 1986 bis 1988, 1991, von 1999 bis 2006 und 2013 wieder Mitglied dieser hocherfolgreichen Gruppe, die im Trio ohne Young oder im Quartett mit Young im Lauf der Jahre über ein Dutzend Studio- und Livealben veröffentlichte.

 

Mit "Harvest" (Reprise, 1972) hatte Young dazwischen sein erfolgreichstes Sololbum herausgebracht. Es verkaufte sich allein in den USA 4 Millionen Mal, dazu je eine Million Mal in Grossbritannien und Frankreich. Das Album stand in den Billboard 200 und in vielen anderen Ländercharts ganz zuoberst.

 

Mit "Heart Of Gold" hatte Young eine Nummer-1-Single in den Billboard Hot 100 und in Kanada. Seine Begleitband auf diesem und auf dem nächsten Studioalbum "On the Beach" (Reprise, 1974) taufte er The Stray Gators.

 

Dazwischen war die im Anschluss an "Harvest" mitgeschnittene Live-LP "Time Fades Away" (Reprise, 1973) erschienen. Inzwischen waren Youngs Alben chartsmässig nicht mehr so erfolgreich. In den Billboard 200 musste er sich eine Zeitlang mit mehreren weiteren Alben mit Top-20- und Top-30-Plätzen zufrieden geben.

 

Erst mit "Comes a Time" (Reprise, 1978) und "Rust Never Sleeps (Reprise, 1979), einem Album mit Crazy Horse, schauten wieder Top-10-Plätze in den Billboard 200 heraus. Auch später hatte er wieder Phasen, in denen er Alben in die Top-10 der Billboard 200 brachte.

 

Bisher veröffentlichte Neil Young unter seinem Namen bzw. teilweise begleitet von Bands wie Crazy Horse, The Stills–Young Band, The Shocking Pinks, The Bluenotes, The Stray Gators, Pearl Jam, Booker T. & the M.G.'s, Promise of the Real und Chrome Hearts über 50 Alben.

 

Dazu kamen viele Livealben und Compilations und vier Soundtracks. Unter dem Obertitel "Official Release Series" begann "Reprise" mit der paketweisen Wiederveröffentlichung seiner Alben. Bis 2025 kamen sechs solcher Sets heraus, die jeweils vier Alben enthielten.

 

Eine andere Serie von "Reprise" nennt sich "Neil Young Archives". Die bisher veröffentlichten Einzelteile "Volume I: 1963–1972" (2009), "Volume II: 1972–1976" (2020), "Volume III: 1976–1987" (2024) und "Volume IV: 1987-2004" (2026) erstrecken sich je teilweise bis zu 17 CDs, begleitet von Blu-ray oder DVDs.

 

2021 kam mit der Doppel-LP "Carnegie Hall 1970" die erste Veröffentlichung der "Official Bootleg Series" heraus. Bis 2023 kamen fast 20 weitere Alben heraus, alle auf Vinyl, sei es in Form von einfach LPs, Doppel- oder Triple-LPs. "Special Release Series" und "Digital Masterpiece Series" waren weitere solche Serien.                      03/26

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