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Denardo Coleman

Amerikanischer Jazz-Schlagzeuger, geboren am 19. April 1956 in Los Angeles, California. Als Sohn des Jazz-Saxophonisten Ornette Coleman sowie der Sängerin und Dichterin Jayne Cortez bekam er von seinem Vater schon im Alter von zehn Jahren die Gelegenheit, bei einer Aufnahme mitzuwirken.



Sein Schlagzeugspiel auf "The Empty Foxhole" (Blue Note, 1966) löste bei Kritikern und bei Musikern wenig Begeisterung aus. Selbst Shelly Manne, einer von Ornettes Begleitern der ersten Stunde, sprach davon, dass Denardo mehr Talent als Holzfäller, denn als Schlagzeuger habe.

 

Nach dieser Trioaufnahme mit seinem Vater (as, tp, vio) und Charlie Haden (b) tauchte Denardo auf der Live-LP "Ornette At 12" (Impulse!, 1969) erneut an der Seite seines Vaters auf. Der Rest der Gruppe bestand aus Dewey Redman (ts) und Charlie Haden (b).

 

Nach "Crisis" (Impulse!, 1972), dem 1969 aufgenommenen Quintett-Album seines Vaters mit Dewey Redman (cl, ts), Don Cherry (fl, tp) und Charlie Haden (dm), musste Denardo in der Band seines Vaters für eine Weile wieder den alten Routiniers Platz machen.

 

Über den Umweg von James Blood Ulmers Album "Tales Of Captain Black" (Artists House, 1979) kehrte Denardo 1979 in die Gruppen seines Vaters zurück. Zusammen mit Calvin Weston ersetzte Denardo ab der dritten Prime Time-Aufnahme "Of Human Feelings" (Antilles, 1982) den bisherigen Schlagzeuger Ronald Shannon Jackson.

 

Fortan spielte Denardo auf mehreren weiteren Aufnahmen von Prime Time, der elektrischen Gruppe seines Vaters. Jamaaladeen Tacuma zog ihn ebenfalls für Aufnahmen bei, ebenso Pat Metheny, als dieser mit Ornette Coleman als Co-Leader sowie mit Charlie Haden (b) und Jack DeJohnette (dm) als weitere Mitmusiker "Song X" (Geffen, 1986) realisierte.           

 

Ab Mitte der 1990er Jahre war Denardo dann auch festes Mitglied in den akutischen Gruppen seines Vaters. Zusammen mit Charnett Moffett (b), dem Sohn des früheren Coleman-Schlagzeugers Charles Moffett, bildete er vorerst die Rhythmusgruppe für das Quartett mit Don Cherry (p-tp).

 

Danach bildeten die beiden Söhne auch die Rhythmusgruppe des neuen Coleman-Quartetts mit Geri Allen (p), das die Alben "Hidden Man" und "Three Woman" (beide Verve und Harmolodic, 1996) einspielte Dazu trat Denardo als Manager und Produzent seines Vaters in Erscheinung. Denardo Coleman ist auch auf weiteren Aufnahmen zu hören.

 

Auf "Prime Design/Time Design" (Caravan Of Dreams, 1096), einer Liveaufnahme von 1983, interpretierte er zusammen mit dem Gregory Gelman Ensemble ein zweiteiliges harmolodisches Ornette Coleman-Werk für Streichquartett und Schlagzeug. Als Schlagzeuger und teilweise auch als Produzent ist er auf mehreren Aufnahmen seiner Mutter Jayne Cortez zu hören.

 

Zudem wurde er für Aufnahmen von Curlew, Timbuk 3 und Charnett Moffett beigezogen.                                                                 06/24

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Joe Baiza

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