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Dolly Parton

  • musicmakermark
  • vor 7 Stunden
  • 6 Min. Lesezeit

Amerikanische Country-Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin und Geschäftsfreu, geboren am 19. Januar 1946 in Sevierville, Tennessee, als viertes von zwölf Kindern in ärmlichen Verhältnissen. Ihre Karriere begann sie im Kindesalter. 12-jährig war sie erstmals im Fernsehen zu sehen.


 

13-jährig trat sie in der Grand Ole Opry in Nashville auf. Sie machte dazu erste Aufnahmen in Form der Singles "Puppy Love" (Goldband, 1959) und "It's Sure Gonna Hurt" (Mercury, 1962). Mit beiden kam Dolly nicht in die Charts. Nach der High School ging sie 1964 schnurstracks nach Nashville.

 

Dort hatte sie ihre ersten Erfolge als Songschreiberin für Kitty Wells, Hank Williams, Jr., Skeeter Davis und andere. 1965 wurde Dolly Parton von "Monument" unter Vertrag genommen. Ihre Single "Happy, Happy Birthday Baby" (Monument, 1965) landete mit Platz 108 knapp ausserhalb der Billboard Hot 100, der US-Pop-Charts.

 

Nach weiteren pop-orientierten Singles und dem Erfolg ihres Songs "Put It Off Until Tomorrow" (Decca, 1966) in der Version von Bill Phillips, durfte Dolly erstmals Country-Singles aufnehmen. "Dumb Blonde" und "Something Fishy" schafften es 1967 auf Platz 24 bzw. 17 der US-Country-Charts.

 

Die beiden Singles und weitere auf Singles veröffentlichte Songs fanden sich auch auf ihrem ersten Album "Hello I'm Dolly" (Momument, 1967), das für die damals noch unbekannte Sängerin mit Platz 11 in den Country-Album-Charts einen Riesenerfolg darstellte.

 

Im selben Jahr wurde sie von Porter Wagoner in dessen wöchentliche TV-Country-Sendung eingeladen. Sie wurde gleich auch neue Duett-Partnerin von Wagoner und damit Nachfolgerin von Norma Jean.

 

Mit der Single "The Last Thing on My Mind", einem Cover eines Tom Paxton-Songs, erreichte das Duo auf Anhieb Platz 7 in den US-Country-Charts. Die Zusammenarbeit war auch in den folgenden Jahren äusserst erfolgreich (siehe Porter Wagoner und Dolly Parton).

 

Das Duo veröffentlichte zwischen 1968 und 1980 13 Studioalben, die mit zwei Ausnahmen alle in den Top-10 der Country-Charts landeten. Dazu kamen 21 Singles in den Country-Charts, darunter der Nummer-1-Hit "Please Don't Stop Loving Me" (RCA Victor, 1974).

 

Dazwischen hatte Parton beginnend mit "Just Because I'm A Woman" (RCA Victor, 1968) 13 Alben unter eingem Namen herausgebracht, von denen praktisch alle in den Top-20 der US-Country-Charts auftauchten. Beim selben Label erschienen auch mehrere eigene Singles.

 

Darunter befaden sich die Country-Nummer-1-Hits "Joshua" (1970), "Jolene" (1973), "Love Is Like a Butterfly" (1974) und "I Will Always Love You" (1974). Elvis Presley wollte "I Always Love You" aufzunehmen, doch Dolly verweigerte ihm dies, weil er - wie er dies damals meistens tat - die Hälfte der Autoren-Tantiemen einforderte.

 

Damit entgingen Parton vorerst Einahmen in Millionenhöhe. Dieses Geld floss dann allerdings später gleichwohl, als Whitney Houston den Song 1992 für den Soundtrack zu "The Bodyguard" coverte. Houstons Single (Arista, 1992) verkaufte sich 12 Millionen Mal und war ein Nummer-1-Hit bei den Billboard Hot 100, in den US-R&B-Charts, in den englischen Singlecharts sowie in diversen weiteren Ländercharts.

 

Auch Kenny Rogers, Leanne Rimes und Melissa Etheridge coverten den Song später.1974 hatten sich Dolly Parton und Porter Wagoner im Streit getrennt, zumal sie Wagoner in Sachen Popularität weit überflügelt hatte und Wagoner sich damit nicht abfinden konnte.

 

Von diesem Zeipunkt an war der Aufstieg von Dolly Parton nicht mehr aufzuhalten. Von ihren über 100 Singles standen insgesamt 25 ganz zuoberst in den US-Country-Charts. Dies schaffte neben ihr nur Reba McEntire.

 

Viele ihrer Singles schafften auch den Sprung in die Billboard Top 100, doch dort hatte sie mit "9 To 5" (RCA Nashville, 1980) nur einen Nummer-1-Hit. Auch ihre bis dato 43 Studioalben sowie ihre weiteren Alben, darunter viele  Compilations, waren hocherfolgreich.

 

Bis sie mit "New Harvest...First Gathering", "Here You Come Again" und "Heartbreaker" (alle RCA Victor, 1977) ihre ersten Nummer-1-Alben in den Country-Charts hatte, muss sie nur wenige Jahre waren. "Here You Come Again" war ihre erste LP, die sich mehr als eine Million Mal verkaufte.

 

Weitere Nummer-1-Alben hiessen "9 to 5 and Odd Jobs" (RCA Victor, 1980), "Eagle When She Flies" (Columbia, 1991) und "Pure & Simple" (Dolly, 2016). Mit vielen ihren Singles und Alben bewegte sie sich erfolgreich im Pop/Country-Crossover-Bereich.

 

1980 war Dolly Parton von Jane Fonda für den Film "9 To 5" engagiert worden. Parton glänzte nicht nur als Schauspielerin, sondern schrieb auch den hocherfolgreichen Titeltrack und veröffentlichte das erwähnte Album "9 to 5 and Odd Jobs".

 

Der erwähnte Titelsong des Albums gewann zwei Grammys. Später machte sie auch in den Filmen "Heartbreak Express" (1982), "The Best Little Whorehouse In Texas" (1982), "Rhinestone" (1984) und "Straight Talk" (1992) als Schauspielerin und/oder als Singer/Songwriterin mit.

 

Angebote, für den "Playboy" zu posieren, lehnte die nur 152 Zentimeter grosse, aber grossbusige und mehrfach geliftete Dolly Parton ab. Parton unterzog sich seit ihrem 22. Lebensjahr unzähligen Schönheitsoperationen, was sie immer offen zugab.

 

Ihr Vorbild war seinerzeit eine örtliche Prostituierte, deren Aussehen sie bewunderte. Bis heute gab sie für Schönheitsoperationen 600'000 Dollar aus. Auch im zunehmenden Alter verzichtete sie nicht auf plastische Chirurgie.

 

Nach ihrer Zusammenarbeit mit Porter Wagoner ging sie später oft mit anderen Musikerinnen und Musiker auf die Bühne oder ins Studio. Bei einem Konzert mit Chet Atkins, Ronnie Milsap, Charley Pride, Jerry Reed und Gary Stewart wurde die LP "In Concert" (RCA, 1975) aufgenommen.

 

Mit Kris Kristofferson, Brenda Lee und Willie Nelson nahm Parton "The Winning Hand" (RCA, 1982) auf. "Once Upon A Christmas" (RCA, 1984) hiess ein Weihnachts-Album mit Kenny Rogers. Auf der Nummer-1-LP "Trio" (Warner, 1987) traf sie auf zwei andere, hocherfolgreiche Country-Sängerinnen, auf Emmylou Harris und Linda Ronstadt.

 

Später machte dieses illustre Damen-Kränzchen (siehe Dolly Parton/Linda Ronstadt/Emmylou Harris) weitere Aufnahmen. Auf "Rainbow" (CBS, 1987) ist sie im Duett mit Smokey Robinson zu hören, auf "Eagle When She Flies" (CBS, 1991) mit Ricky Van Shelton bzw. Lorrie Morgan.

 

"Honky Tonk Angels" (Columbia, 1993) war eine weitere Trio-Arbeit, mit Loretta Lynn und Tammy Wynette. 1987 hatte sie von "RCA" zu "Columbia" gewechselt. Gleichzeitig erhielt sie für kurze Zeit eine eigene TV-Show, bis diese wegen fehlenden Zuschauerquoten wieder abgesetzt wurde.

 

Mitte der 1990er Jahre fand Dolly Parton zu ihren Bluegrass-Wurzeln zurück und fand damit neue Fans (oder alte wieder). Das erste Bluegrass-Album war "The Grass Is Blue" (Sugar Hill, 1998), gefolgt von "Little Sparrow" (Sugar Hill, 2001), "Halos & Horns" (Sugar Hill, 2002) mit einer Bluegrass-Version des Led Zeppelin-Songs "Stairway To Heaven" sowie "For God And Country" (Blue Eye, 2003).

 

"Live & Well" (Sugar Hill, 2004) enthielt Konzertaufnahmen, mitgeschnitten in ihrem eigenen Vergnügungspark Dollywood in Pigeon Forge, Tennessee, Mitte Dezember 2002. Danach ging's weiter mit "Those Were The Days" (Sugar Hill, 2005).

 

Darauf finden sich Songs wie "Imagine" von John Lennon, "Where Do The Children Play" von Cat Stevens, "Crimson & Clover" von Tommy James und dem Folk-Klassiker "Where Have All The Flowers Gone". Das Album nahm sie mit Hilfe von Roger McGuinn, Kris Kristofferson, Judy Collins, Tommy James, Norah Jones, Alison Krauss, Keith Urban, Nickel Creek, Rhonda Vincent, Joe Nichols und Lee Ann Womack auf.

 

Von Dolly Parton erschienen über 50 offizielle Studioalben, 9 Live- und 6 Soundtrack-Alben. Allein die Zahl der offiziellen Compilations beträgt über 220. Dazu kamen an die 250 Singles. Total verkaufte sie über 100 Million Schallplatten. Sie ist damit die erfolgreichste weibliche Sängerin/Musikerin.

 

Dolly Parton bekam für die Verkäufe ihrer Schallplatten mehr als 25 Gold- oder Platin-Auszeichnungen. Dazu sammelte sie am Laufmeter weitere Auszeichnungen, wie kaum eine andere Country-Sängerin. Darunter befanden sich elf Grammys. In die Grand Ole Opry war sie schon 1969 aufgenommen worden.

 

"Just Because I'm a Woman" (Sugar Hill, 2003) hiess eine Tribut-CD, auf dem Sängerinnen wie Melissa Etheridge, Norah  Jones, Joan Osborne, Shelby Lynne, Mindy Smith, Emmylou Harris, Shania Twain, Alison Krauss & Union Station, Kasey Chambers, Sinéad O'Connor, Allison Moorer und Me'Shell, N'dedgé Ocello Parton-Songs interpretierten.   

 

Seit 1986 ist Dolly Parton Miteigentümerin des in Pigeon Forge, Tennessee, gelegenen Freizeitparks "Dollywood". 2010 wurde dieser von einer Fachjury mit dem Applause Award ausgezeichnet und durfte sich für zwei Jahre "Der beste Freizeitpark der Welt" nennen.

 

Im Herbst 2013 kündigte Parton Investitionen in der Höhe von 300 Millionen Dollar, um den Themenpark innerhalb von zehn Jahren mit neuen Attraktionen und einem Familienresort erweitern zu können. In den frühen 1990er Jahren wurde von "Revlon" eine Kosmetik- und Perückenlinie von Parton vertrieben.

 

1996 gründete Parton die gemeinnützige Organisation Imagination Library, die teilnehmenden Kindern von Geburt an bis zum Kindergartenalter monatlich ein Buch zukommen lässt. Im Zuge dessen arbeitete Parton auch als Kinderbuchautorin. 2009 hielt Parton die Rede zur Abschlussfeier an der University of Tennessee.

 

Die Rede diente als Grundlage für ihren 2013 erschienen Ratgeber "Dream More". Im Rahmen der Zeremonie wurde Parton für ihre musikalischen, kulturellen und philanthropischen Leistungen ein Ehrendoktortitel verliehen.

 

Parton befürwortet öffentlich die gleichgeschlechtliche Ehe. Da sie aus dem als konservativ geltenden sogenannten Bible Belt stammt, hatte sie wegen ihrer Unterstützung der Gay-Community mit Boykottversuchen und Morddrohungen zu kämpfen.

 

Am 30. Mai 1966 hatte sie in Ringgold, Georgia, Carl Dean, einen ehemaligen Bauarbeiter, geheiratet, den sie in einem Waschsalon kennengelernt hatte. Das Paar ist bis heute zusammen.              03/26

 

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