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Linda Ronstadt

  • musicmakermark
  • vor 7 Stunden
  • 5 Min. Lesezeit

Amerikanische Country- und Pop-Sängerin sowie Songwriterin, geboren am 15. Juli 1946 in Tucson, Arizona. Sie war schon in ihrer Jugend als Sängerin aktiv. Mit ihrem älteren Bruder Peter und ihrer älteren Schwester Suzi trat sie als The Three Ronstadts auf.


 

Als noch der Singer/Songwriter Bobby Kimmel (g) sowie Richard Saltus (banjo) dazustiessen, taufte sich die Formation in The New Union Ramblers um. Im Dezember 1964 zog Ronstadt nach Los Angeles, California.

 

Dort gründete sie mit mit Bobby Kimmel und Kenny Edwards (g) die Folkformation The Stone Poneys,  benannt nach dem Song "The Stone Pony Blues" des Bluesmusikers Charley Patton von 1929. Von den Stone Poneys erschienen mehrere Alben und einige Singles.

 

Darunter  befand der von Michael Nesmith von den Monkees geschriebene Song "Different Drum" (Capitol, 1967), mit dem die Stone Poneys Platz 13 der Billboard Hot 100 erreichten. Dananach begann Ronstadt unter eigenem Namen Aufnahmen zu machen.

 

Da sie von den Stone Poneys vertraglich noch an "Capitol" gefunden war, konnte sie dort auch ihre ersten eigenen Alben vorlegen, die "Hand Sown... Home Grown" (Capitol, 1969) und "Silk Purse" (Capitol, 1970) hiessen. "Silk Purse" war ihr erstes Album in den Billboard 200, wenn auch nur auf Platz 103.

 

Von den drei Singles, die aus "Silk Purse" ausgekoppelt wurden, war "Long, Long Time" mit Platz 25 in den Billboard Hot 100 die erfolgreichste. In ihrer Anfangszeit als Sängerin enagierte sie für Aufnahmen und Auftritte meist Swampwater als Backingband.

 

Swampwater war auch ohne Ronstadt aktiv und gab in jener Zeit mehrere Alben heraus. Deren Mitglieder Gib Guilbeau und John Beland, gingen später zu The Flying Burrito Brothers.

 

Bevor sich Ronstadt an die Aufnahmen ihres dritten Albums "Linda Ronstadt" (Capitol, 1972) machte, beauftragte sie den Gitarristen Glenn Frey mit der Bildung einer neuen Touring-Band. Frey, damals Mitglied von Longbranch Pennywhistle, holte Don Henley (dm) von Shiloh, Sneaky Pete Kleinow (pedal steel-g) und John Boylan (g) dazu.

 

Diese Musiker begleiteten Ronstadt auf sechs der zehn Album-Tracks. Weitere Songs stammten von einem Auftritt mit einer anderen Backingband im März 1971 im Club "The Troubadour" in West Hollywood, California.

 

Mitglieder dieser zweiten Band waren unter anderem Bernie Leadon (g) und Randy Meisner (e-b, vcl). Frey, Leadon, Meisner und Henley taten sich dann zu einer eigenen Band zusammen, die sie Eagles nannten. Die Eagles wurden zur erfolgreichsten Country Rock-Band aller Zeiten und hatte mit "Hotel California" einen Riesenhit.

 

Nachdem "Linda Ronstadt" mit Platz 163 in den Billboard 200 kein grosser Verkaufserfolg war, drang Ronstadt nach einem Labelwechsel mit ihrem nächsten Album "Don't Cry Now" (Asylum, 1973) erstmals unter die Top-50-US-Alben vor. Das Album wurde in den USA mehr als 800'000 Mal verkauft.

 

Aufnahmen aus jener Zeit wurden später auf der LP "Sausalito 1973" (Let Them Eat Vinyl, 2015) zugänglich gemacht. Mit "Heart Like A Wheel" (Capitol, 1974) gelang ihr der grosse Durchbruch. Die nachträglich für ihr ehemaliges Label eingespielte LP ging in den USA zwei Millionen Mal über den Ladentisch und stand sowohl bei den Country-Alben, als auch bei den Billboard 200 ganz oben.

 

Auch zwei der drei Singles waren hocherfolgreich: "You're No Good" und "When Will I Be Loved" belegten die Plätze 1 bzw. 2 der Billboard Hot 100. Die zweite Single war auch ein Nummer-1-Hit bei den Country-Singles.  Mit "Different Drum" (Capitol, 1974) erschien eine Compilation, die auch Songs aus ihrer Zeit mit The Stone Poneys enthielt.

 

Auch "Prisoner In Disguise" (Asylum, 1975) und "Hasten Down The Wind" (Asylum, 1976) waren Millionenseller und allesamt Top-5-Alben in den Billboard 200. Mit "Simple Dreams" (Asylum, 1977) und "Living In The USA" (Asylum, 1978) folgten zwei weitere Nummer-1-Alben, die sich allein in den USA 3 bzw. 2 Millionen Mal verkauften.

 

"Simple Dreams" stand auch bei den US-Country-Alben ganz oben. Alle "Asylum"-Alben enthielten zudem weitere Singlehits, allerdings keine Top-3-Songs. Ihre zweite Compilation "Greatest Hits" (Capitol, 1976) stellte mit 7 Millionen Exemplaren sämtliche Verkaufsrekorde von Ronstadt in den Schatten.

 

Ab jener Zeit erschienen eine Reihe von weiteren Compilations. Dazu kamen neue Studioalben. "Mad Love" (Asylum, 1980) war ein weiteres Top-3-Album, während  "Get Closer" (Asylum, 1982) mit Platz 31 in den Billboard 200 eher eine Ernüchterung darstellte. Ronstadt hatte sich zuletzt immer mehr von ihren Country-Wurzeln entfernt und war in Richtung Rock und Pop vorgedrungen.

 

Den letzten Schritt zu einer Pop- bzw. Jazz-Sängerin machte sie mit den nächsten Alben "What's New" (Asylum, 1983), "Lush Life" (Asylum, 1984) und "For Sentimental Reasons" (Asylum, 1986), die sie zusammen mit dem Nelson Riddle Orchestra eingespielt hatte.

 

"What's New" war mit drei Millionen verkauften Exemplaren und Platz 3 in den Billboard 200 die erfolgreichste dieser drei Alben. Die anderen beiden verkauften sich zwar ebenfalls je über eine Million Mal, erreichten aber in den US-Albumcharts nur die Plätze 13 bzw. 46.

 

Mit "Canciones De Mi Padre" (Asylum, 1987) legte Ronstadt als nächstes ein Album mit mexikanischer Mariachi-Musik vor. Die LP war mit über 2 Millionen verkauften Stück ein Verkaufserfolg. Dennoch schaute nur Platz 42 bei den Billboard 200 heraus. Die Fortsetzungen davon waren "Mas Canciones" (Elektra, 1991) und "Boleros Y Rancheras" (Elektra, 1993).

 

Ihre langjährige Bekanntschaft mit den Countrysängerinnen Emmylou Harris und Dolly Parton (siehe Dolly Parton/Linda Ronstadt/Emmylou Harris) hatte 1986 in die Aufnahmen des erfolgreichen Albums "Trio" (Warner, 1987) und später in das Nachfolgewerk "Trio II" (Asylum, 1999) gemündet.

 

Auf "Cry Like A Rainstorm-Howl Like The Wind" (Elektra, 1989), dem nächsten eigenen Album, fanden sich mehrere Duette mit Aaron Neville. Dieses war mit Platz 7 wieder einmal ein Top-10-Album für die Sängerin in den US-Popcharts. Von Anfang der 1990er Jahre musste Ronstadt untendurch.

 

Ihre Alben "Frenesí" (Elektra, 1992), "Winter Light" (Elektra, 1993), "Feels Like Home" (Elektra, 1995), "Dedicated To The One I Love" (Elektra, 1996), "We Ran" (Elektra, 1998), "A Merry Little Christmas" (Elektra, 2000) und "Hummin' To Myself" (Verve, 2004) fanden sich nur noch auf hinteren Rängen der Album-Charts.

 

Letzteres Album hielt sich immerhin mehrere Monate in den Jazz-Charts und stellte eine Fortsetzung ihrer jazzgeprägten Alben mit dem Nelson Riddle Orchestra dar. In jener Zeit Ende der 1990er, Anfang der 2000er Jahre entstanden auch zwei weitere Duo-Produktionen:

 

Es waren dies "Western Wall-The Tucson Sessions" (Asylum, 1999) mit Emmylou Harris und "Adieu False Heart" (Vanguard, 2006) mit Ann Savoy. "Duets" (Rhino, 2014) war eine Compilation mit Duetten, die sie im Laufe der Jahre eingespielt hatte.

 

Von Linda Ronstadt kamen mehrere Reissue-Pakete sowie Dutzende von offiziellen und viele inoffizielle Compilations heraus. "The Linda Ronstadt Box Set" (Elektra, 1999) bestand aus den Einzelteilen "Disc One: Album Retrospective", "Disc Two: Album Retrospective", "The Nelson Riddle Sessions", "En Español", "Collaborations" und "Rarities", verteilt auf vier CDs.

 

"Original Album Series" (Rhino, 2009) enthielt fünf Alben, die für "Asylum" entstanden. "The '70s Collection" mit 53 Songs und "The 80's Collection" (beide Elektra und Rhino, 2014) mit 79 Songs waren zwei umfangreiche DL-Compilations. "The Asylum Years 1973 – 1977" (Rhino und Asylum, 2024) umfasste vier ihrer Alben für dieses Label in LP-Form.

 

Linda Ronstadt zog sich 2011 ganz aus dem Business zurück. Seit 2013 leidet sie an der Parkinson-Krankheit, was ihr das Singen ganz verunmöglicht. "Live In Germany 1976" (Immortal, 2013), "Sausalito '73" (Let Them Eat Vinyl, 2014), "A Party Girl In Dallas" (Let Them Eat Vinyl, 2016) mit Aufnahmen von 1982) und "Live in Hollywood" (Rhino, 2019) enthielten nachträglich Konzertmitschnitte aus früheren Tagen.     03/26

 

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