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Doris Troy

Amerikanische R&B-Sängerin, geboren am 6. Januar 1937 im New Yorker Stadtteil Bronx als Doris Elaine Higginsen. Sie übernahm den Namen ihrer Grossmutter und nannte sich in ihrer Jugend Doris Payne. Zuerst sang sie im Chor ihres Vaters. Später arbeitete sie als Platzanweiserin im "Apollo Theatre" in Harlem, wo sie von James Brown entdeckt wurde.


Sie arbeitete zuerst für Solomon Burke, The Drifters, Cissy Houston und Dionne Warwick, ehe sie zusammen mit Gregory Carroll den Song "Just One Look" (Atlantic, 1963) schrieb und ihn gleich auch selber sang. Die Single kletterte bis auf Platz 10 der Billboard Hot 100 und wurde später von The Hollies, Major Lance, Linda Ronstadt, Bryan Ferry, Anne Murray, Klaus Nomi und Harry Nilsson gecovert.


"Just One Look" (Atlantic, 1963) hiess auch ihr erstes Album. Ihre nächste Single "Whatcha Gonna Do About It" (Atlantic, 1964) kam auch in die englischen Singlecharts und belegte dort Platz 37. Dies öffnete ihr auch viele Türen in England Sie wurde Backing-Sängerin für die Rolling Stones, Kevin Ayers, George Harrison, Johnny Hallyday, Vivian Stanshall, Dusty Springfield, Nick Drake, Junior Campbell und Carly Simon.


Pink Floyd holte Troy für die Aufnahmen von "Dark Side Of The Moon" (Harvest, 1973) ins Studio. Der berühmte wortlose Gesang im Song "The Great Gig In The Sky" stammte allerdings von Clare Torry. Inzwischen war sie vom Beatles-Label "Apple Records" unter Vertrag genommen worden, wo sie mit "Doris Troy" (Apple, 1970) ein zweites eigenes Album aufnehmen konnte.


Beatle George Harrison stand ihr als Arrangeur und Co-Songschreiber zur Seite. Zusammen mit The Gospel Truth nahm sie im "Ronnie Scott's Club" in London das Livealbum "The Rainbow Testament" (Polydor, 1972) auf. Später folgte unter ihrem Namen das Studioalbum "Stretchin' Out" (People, 1974).


Mit Claudia Lennear und P.P. Arnold tat sie sich zur Vokalgruppe Soul Sisters zusammen, die auf den Alben "Rock On" (A&M, 1971) von Humble Pie und auf "Into The 7th Dimension" (Space, 1975) von Norma Green zum Einsatz kam. Es handelte sich aber nicht um jene Soul Sisters von Tresia Cleveland und Ann Gissendanner, die Mitte der 1960er Jahre aktiv gewesen waren.


Zusammen mit ihrer Schwester Vy schrieb sie das Musical "Mama, I Want To Sing", das im "Heckscher Theatre" in Harlem 1500 Mal aufgeführt wurde. Troy spielte darin ihre eigene Mutter. Auch Chaka Khan und Deniece Williams hatten darin Rollen. Später wurde das Musical mit Ciara, Patti Labelle und Hill Harper als Hauptdarsteller verfilmt.


Sie starb am 16. Februar 2004 in Las Vegas, Nevada, an einer Lungenerkrankung. Auf dem Compilations "Just One Look-The Best Of Doris Troy" (Ichiban, 1994) und "I'll Do Anything - The Doris Troy Anthology 1960-1996" (Kent Soul, 2011) wurde ihr Schaffen dokumentiert. 11/23


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