top of page

Fred McDowell

  • musicmakermark
  • 5. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Amerikanischer Delta-Blues-Sänger und Gitarrist, auch bekannt als Mississippi Fred McDowell, geboren am 12. Januar 1904 in Rossville, Tennessee, in der Nähe von Memphis. Er begann im Alter von 14 Jahren Gitarre zu spielen und trat auf kleinen Tanzveranstaltungen auf.


 

Bis zu seinem 21. Lebensjahr lebte er in seinem Geburtsort. Nach einem längeren Aufenthalt in Cleveland, Mississippi, in den 1920er Jahren, liess er sich in Memphis, Tennessee, nieder. Seine erste eigene Gitarre bekam er dort im Jahre 1941 von einem weissen Texaner. Bis zu dieser Zeit war er auf geliehene Instrumente angewiesen.

 

Bald darauf zog McDowell in die Nähe seiner Schwester nach Como, 40 Meilen südlich von Memphis, jedoch im Nachbarstaat Mississippi. Bis zu seiner Entdeckung 1959 verdiente er seinen Lebensunterhalt als Arbeiter, die meiste Zeit in landwirtschaftlichen Betrieben.

 

Ab seiner Teenagerzeit trat er abends und an Wochenenden regelmässig als Musiker auf. Im Gegensatz zu anderen Bluesmusikern seiner Generation und seines Kalibers hatte er in den 1920er und 1930er Jahren keine Aufnahmen gemacht.

 

1959 wurde er von Alan Lomax aufgespürt, der auf einem seiner zahlreichen Feldforschungs-Reisen im Norden von Mississippi den Namen Fred McDowell als hörenswerten Geheimtipp erhielt. Lomax traf ihn nach der Feldarbeit zu Hause an und stellte ihn an Ort und Stelle für eine erste von vielen Aufnahmesessions vor die Mikrofone.

 

Diese zwischen dem 21. und 25. September 1959 mitgeschnittenen Songs wurden in ihrer Gesamtheit später unter dem Titel "The Alan Lomax Recordings" (Mississippi und Domino Sound, 2011) auf einer LP zugänglich gemacht. Einzelne der Titel fanden sich zudem auf auf diversen Blues-Samplern/Compilations.

 

Alle Lomax-Aufnahmen von McDowell wurden unter dem Titel "Sounds Of The South" (Atlantic, 1993) im Rahmen eines 4-CD-Sets wiederveröffentlicht. Weitere frühe Aufnahmen kamen später unter dem Titel "1962 - His First Recordings Following Discovery" (Heritage, 1982) und "Shake 'Em On Down - The Alan Lomax Recordings, 1959" (Soul Jam, 2019) heraus.

 

Die gesamte Session vom 13. und 14. Februar 1964 kam unter dem Titel "Mississippi Delta Blues" (Arhoolie, 1964) auf einer eigenen LP auf den Markt. Weitere Aufnahmen aus jenem Jahr erschienen unter dem Titel "My Home Is In The Delta - Blues and Spirituals by Fred and Annie McDowell" (Testament, 1965). Teilweise wurde er von Annie Mae McDowell (vcl) begleitet.

 

Mississippi Fred McDowell wurde zum ersten Bluesmusiker aus dem Norden von Mississippi, der die Aufmerksamkeit eines breiteren Publikums erhielt. Er beeinflusste massgeblich die Musik von Junior Kimbrough und R.L. Burnside.

 

Beginnend mit "Vol.2" (Arhoolie, 1966) erschienen über seinen Tod hinaus über 20 Alben. Darunter befanden sich gemeinsame Aufnahmen mit The Hunter's Chapel Singers, Jo-Ann Kelly und Johnny Woods sowie Split-Alben mit Guitar Jr. und Furry Lewis.

 

Für das Slide-Spiel verwendete McDowell anfangs ein Taschenmesser, später fertigte er sich ein Bottleneck aus einer "Gordon's"-Gin- Flasche an. Zum Bottleneck-Slide-Spiel benutzte er seinen Ringfinger oder den kleinen Finger. Er spielte zuerst akustische Gitarren, stieg später auch auf elektrisch verstärkte Instrumente um.

 

McDowells Album "I Do Not Play No Rock 'N' Roll" (Capitol, 1969) war seine erste Aufnahme mit einer elektrischer Gitarre. Es enthält Teile eines Interviews, in dem er unter anderem die Ursprünge des Blues erörtert. Beim Album handelte es sich um eine Promo-Split-Picture-Disc, die er sich mit Guitar Jr. teilte.

 

Fred McDowell verstarb am 3. Juli 1972 mit 68 Jahren in Memphis, Tennessee. 1991 wurde er in die "Blues Hall of Fame" aufgenommen. Eines der letzten Tondokumente war die CD "Live 1971" (RockBeat, 2014).  05/26

 

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page