Gardner Read
- musicmakermark
- 28. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Amerikanischer Komponist, geboren am 2. Januar 1913 in Evanston, Illinois. Er studierte Komposition an der Musikschule der Northwestern University und nahm privaten Klavier- und Orgelunterricht. 1932 und 1933 absolvierte er Sommerkurse in den Fächern Dirigieren und Kompositionen beim International Music Camp des Interlochen Center For The Arts.

Ab 1932 erhielt er ein Stipendium für ein vierjähriges Studium an der Eastman School of Music der University of Rochester, wo Bernard Rogers und Howard Hanson zu seinen Lehrern zählten. 1938 bereiste er Europa und nahm dort Unterricht bei Ildebrando Pizzetti in Rom und bei Jean Sibelius in Helsinki.
1941 studierte er bei Aaron Copland am Berkshire Music Center in Tanglewood. Von 1941 und 1948 leitete er die Kompositionsdepartments des St. Louis Institute of Music, des Kansas City Conservatory of Music und der Cleveland Institute of Music. Von 1948 bis zu seiner Emeritierung 1978 war er Professor für Komposition an der Boston University.
1966 hatte er eine Gastprofessur an der University of California, Los Angeles inne. Zudem war Read 1943/44 Chefdirigent des St. Louis Philharmonic Orchestra und wirkte als Gastdirigent des Boston Symphony Orchestra, des Philadelphia Orchestra, des Kansas City Philharmonic Orchestra und verschiedene Universitätsorchester.
Read komponierte über 200 Werke, darunter eine Oper über das Leben von François Villon, ein Oratorium nach Khalil Gibrans Buch "Der Prophet", vier Sinfonien, ein Violin- und ein Klavierkonzert, Kammermusik, Orgel- und Klavierwerke und Lieder.
Daneben verfasste er eine Reihe von Büchern zur musikalischen Notation und Instrumentation. Werke von Read fanden sich nur auf wenigen Schallplatten. "Gardner Read" (Composers Recordings Inc., 1997) hiess eine CD mit den Werken "Toccata Gioccosa" (1953), "Night Flight" (1942) und "Symphony No.4" (1958).
Dazu kam "Los dioses Aztecas" (1953), eine Komposition für ein sechsköpfiges Perkussionsensemble. Für dieses mehrteilige Stück liess sich Read von aztekischen Götterskulpturen inspirieren. Zwei Stücke dieser CD fanden sich später auch auf On Demand-CD-R-Veröffentlichungen des "CRI"-Labels.
Auf "Orchestral Works" (2011) wurde Reads "Symphony No.4" dem "Adagio and Rondo" von Marcel Dick gegenübergestellt. Und auf "Music For Percussion" (2011) stand Reads "Los Dioses Aztecas" Seite an Seite mit Laure MacGregors "Intrusion Of The Hunter". Gardner Read starb am 10. Oktober 2005 im Alter von 92 Jahren in Manchester-by-the-Sea, Massachusetts. 04/26


