Experimental-Projekt zwischen Dark Ambient, Drone, Abstract, Noise, Minimal, zeitgenösssicher Musik und Electronic Jazz, des 1971 geborenen Norwegers Helge Sten. Er war er jahrelang im Umfeld der norwegischen Free Rock-Formation Motorpsycho tätig.
1997 erweiterte er das Trio Veslefrekk mit Ståle Storløkken (key, elect), Arve Henriksen (tp, elecct) und Jarle Vespestad (dm) zum Quartett. Fortan nannte man sich Supersilent. Erste Deathprod-Aufnahmen erschienen auf den Samplern "Serious Statements And Silly Symphonies" (dBUT, 1991) und "Ur-Rauten" (dBUT, 1992).
"Deep Throat Puke Orgasms" (Komkol Autoprod, 1991) hiess eine auf 17 Stück limitierte Kassette mit Dark Ambient-nahen Solowerken. Mit dem Musikerkollektiv Origami Arktika entstand die CD "The Symbasic Structure For The Concrete/Challenge Trilogy Pt. 3: Lat Att Grinda" (dBUT und Komkol Autoprod, 1994).
Weitere Deathprod-Klänge fanden sich auf den CDs "Treetop Drive 1-3, Towboat" (Metal Art Disco, 1994) mit Hans Magnus Ryan (vio) als Mitmusiker sowie auf "Imaginary Songs From Tristan Da Cunha" (dBUT, 1996). Auf der zweiten dieser beiden Aufnahme wurde Stein von Ole Henrik Moe (vio) sowie teilweise von weiteren Musikern und Musikerinnen begleitet.
Für die CD "Nordheim Transformed" (Rune Grammofon, 1998) bearbeitete Sten/Deathprod abwechslungsweise mit Biosphere alias Geir Jenssen elektronische Werke des Komponisten Arne Nordheim. Die Originale erschienen gleichzeitig unter dem Titel "Electric" (Rune Grammofon, 1998). Beide CDs kamen auch zusammen auf einer Doppel-CD-Set auf den Markt.
Am Jazzfestival von Kongsberg trat Deathprod 1995 gemeinsam mit den Formationen The Source von Trygve Seim und Motorpsycho auf. Der Mitschnitt dieses Auftritts erschien später unter dem Titel "Roadwork Vol 2: The MotorSourceMassacre" (Stickman, 2000) als CD oder Doppel-LP.
Im Rahmen der 4-CD-Box "Deathprod" (Rune Grammofon, 2004) wurden die beiden früheren Solo-CDs "Treetop Drive" und "Imaginary Songs From Tristan Da Cunha" wiederveröffentlicht. Dazu kam die neue Aufnahme "Morals And Dogma", die gleichzeitig auch einzeln (Rune Grammofon, 2004) auf den Markt gebracht wurde.
Die vierte CD dieses Sets hiess "Reference Frequencies" und enthielt mehrere, zum Teil unveröffentlichte Tracks gleichen Titels sowie zwei Tracks einer 7"-Single, bei denen Deathprod nur als Toningenieur mitgewirkt hatte.
"6-Track" (Rune Grammofon, 2006) nannte sich die nächste Aufnahme. Sie erschien in Form einer 10"-EP und enthielt Deathprod-Remixes von Tracks von Nils Petter Molvær, Cloroform, Murcof, Larsen und Deathprod selber.
Nach langer Pause ohne eigene Aufnahmen tauchte Deathprod auf dem Split-Album "Stator" (Touch, 2015) wieder auf. Der andere Teil der Tracks stammte von Biosphere. Vier weitere Jahre später war "Occulting Disk" (Smalltown Supersound, 2019) ein weiteres eigenes Album. "Dark Transit" (Smalltown Supersound, 2019) hiess zur selben Zeit eine 12"-EP.
Das nächste Album hiess "Sow Your Gold In The White Foliated Earth" (Smalltown Supersound, 2022). Der Untertitel lautete "A Composition For Ensemble Musikfabrik's Harry Parch Instruments". Deathprod spielte mit dem deutschen Ensemble MusikFabrik Werke, die er im Auftrag des Ultima Contemporary Music Festivals bzw. für Nachbauten von Instrumenten des Instrumentebauers und Komponisten Harry Partch Mittte der 2010er Jahre geschrieben und aufgeführt hatte.
"Compositions" (Smalltown Supersound, 2023) bestand aus 17 durchnummerierten "Compositions. Nur in LP-Form und in einer Auflage von 300 Stück erschien "Let Me Be Forever Animal" (Smalltown Supersound, 2024). Es handelte sich um Auftragswerke des Munch Museum Oslo für die Edvard Munch-Ausstellung "Trembling Earth".
Unter seinem richtigen Namen trat Helge Sten nur selten mit eigenen Aufnahmen in Erscheinung. 06/26