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Gene Clark

  • musicmakermark
  • vor 37 Minuten
  • 5 Min. Lesezeit

Amerikanischer Folk und Country Rock-Singer/Songwriter, Musiker und Komponist, geboren am 17. November 1944 in Tipton, Missouri, als Harold Eugene Clark. Er war das dritte von 13 Kindern. Gene Clark begann bereits in jungen Jahren Songs zu schreiben.


 

Er spielte in einer Schülerband und später bei den Surf Riders, die in Folk-Clubs der näheren Umgebung auftraten. The New Christy Minstrels wurden bei einem dieser Auftritte auf den begabten Musiker aufmerksam und holten ihn in die Band. Clark machte bei mehreren Tourneen und Aufnahmesessions dieser populären Band mit.


Während Clarks Zeit traten die New Christy Minstrels auch im Weissen Haus vor Präsident Lyndon B. Johnson auf. Anfang 1964 stieg er bei dieser Gruppe aus und liess sich im in Los Angeles, California, nieder. Dort traf er auf Roger McGuinn (g, banjo, key vcl), mit dem er eine Vorliebe für Folkmusik und die Beatles teilte. Wenig später schloss sich ihnen David Crosby (g, vcl) an.

 

Mit dem Zuzug von Chris Hillman (e-b, g, mand, vcl) und Michael Clarke (dm) wurde noch im selben Jahr The Byrds. Die Gruppe hatte mit "Mr Tambourine Man" (Columbia, 1965) und "Turn! Turn! Turn!" (Columbia, 1965) zwei Nummer-1-Hits in den Billboard Hot 100.

 

Dazu veröffentlichten The Byrds in dieser ersten Phase mit Clark mehrere weitere erfolgreiche Singles und Alben. Gene Clark stieg 1966 bei den Byrds aus und veröffentlichte mit "Gene Clark with The Gosdin Brothers" (Columbia, 1967) ein erstes Album unter eigenen Namen.

 

Neben Vern und Rex Gosdin (backing vcl) machten bei den Aufnahmen unter anderen Glen Campbell und/oder Clarence White (g), Doug Dillard (banjo), Leon Russell (p, harpsichord), Van Dyke Parks (key) und die Byrds-Rhythmusgruppe Chris Hillman (e-b) und Michael Clarke (dm) mit.

 

Später wurden die Aufnahmen neu abgemischt und grosse Teile des Gesangs neu aufgenommen. Das Resultat erschien unter dem Titel "Collector's Series: Early L.A. Sessions" (Columbia, 1972). Im Oktober 1967 hatte sich Clark für kurze Zeit wieder den Byrds angeschlossen, um David Crosby zu ersetzen.

 

1968 gründete Clark mit Doug Dillard sowie Bernie Leadon (g), Dave Jackson (e-b) und Don Beck (mand) eine neue Band, die sich Dillard & Clark nannte und mit "The Fantastic Expedition of Dillard & Clark" (A&M, 1968) und "Through The Morning Through The Night" (A&M, 1969) zwei Alben veröffentlichte. Nach dem Abgang von Clark machte die Band als The Doug Dillard Experience weiter.

 

Clarks zweites eigenes Album hiess "White Light" (A&M, 1971). Begleitet wurde er bei den Aufnahmen von Jesse Ed Davis (g), Mike Utley (org), Ben Sidran (p) von der Steve Miller Band, Chris Ethridge (e-b) von den Flying Burrito Brothers und Gary Mallaber (dm) von der Steve Miller Band.

 

Die solo eingespielten Demoversionen der Songs wurden später unter dem Titel "Here Tonight: The White Light Demos" (Omnivore, A&M und Universal, 2013) auf den Markt gebracht. Aufnahmen, die Clark zwischen 1970 und 1972 mit Hilfe einer ganzen Reihe von prominenten Musikern aus dem Umkreis der Byrds und der Flying Burrito Brothers gemacht hatte, wurden von "A&M" nicht veröffentlicht.

 

Elf Tracks erschienen unter dem Titel "Roadmaster" (Ariola, 1972) vorerst nur in Holland und Deutschland, wurden aber später auch in den USA auf den Markt gebracht. Auf zwei der Tracks spielten die fünf Byrds-Urmitglieder, die sich noch 1973 für eine kurze Reunion zusammenfanden.

 

Mit "No Other" (Asylum, 1974) veröffentlichte Clark ein viertes eigenes Album. Eingespielt wurde es mit einer ganzen Reihe von Westcoast-Folk Rock-Musikern, darunter Chris Hillman (mand), Danny Kortchmar (g) oder Joe Lala (perc). Die Produktion kostete über 100'000 Dollar, aber der kommerzielle Erfolg blieb aus.

 

Eine spätere Wiederveröffentlichung (4AD, 2019) wurde mit weiterem Material zu einer Doppel-CD bzw. einem 4-LP-Set ausgebaut. Als nächstes folgte "G & D" (A&M, 1975), ein Album mit Doug Dillard als Co-Leader sowie einer ganzen Reihe von weiteren Musikern.

 

Aufnahmen von einem Auftritt am 19. Februar 1975 in Denver. Colorado, die via Radio ausgestrahlt wurden, kamen später unter dem Titel "The Complete Ebbet's Field Broadcast" (Sonic Boom, 2018) auf einer CD heraus. 1976 spielte er Demoversionen von zehn neuen Songs ein.

 

Das "RSO"-Label kaufte ihm vom Vertrag mit "Geffen" frei und liess ihn die Songs für ein Album mit dem Titel "Two Sides Of Every Story" (RSO, 1977) neu einspielen. Bei den Aufnahmen halfen unter anderen Doug Dillard (banjo), Al Perkins (g) und Emmylou Harris (vcl) aus.

 

Danach ging er mit der KC Southern Band auf Tournee. Mit zum Tourpaket gehörten die Bands seiner Ex-Byrds-Kollegen Roger McGuinn (Thunderbyrd) und Chris Hillman (Chris Hillman Band). Bei gemeinsamen Auftritten der drei Byrds-Musiker nach den Auftritten der Bands entstand die Post-Byrds-Formation McGuinn, Clark & Hillman, von der mehrere Alben erschienen.

 

1982 versammelte Clark unter dem Gruppennamen Firebyrd Musiker wie David Ossie Ahlers (key), Greg Douglas (g), Howard Johnston, Jim Dickson, Chris Hillman, Thomas Jefferson Kaye und Herb Pedersen (vcl), Bud Shank (fl), Bret Bloomfield (e-b) und Andy Kandanes (dm, vcl), um ein gleichnamiges Album (Takoma, 1984) einzuspielen.

 

Neu abgemischt kamen die Aufnahmen später auch unter dem Titel "This Byrd Has Flown" (Edsel, 1995) heraus. 1984/85 regte Gene Clark bei seinen Byrds-Kollegen eine weitere Reunion an, um den 20. Jahrestag der Veröffentlichung von "Mr. Tambourine Man" zu feiern.

 

Seine Kollegen hielten nicht viel von dieser Idee, so dass Clark mit anderen Musikern aus der Cojuntry und Folk Rock-Szene die Formation The 20th Anniversary Tribute To The Byrds auf die Beine stellte. Zum Missfallen der anderen Byrds-Musiker wurde diese Truppe abgekürzt auch als The Byrds angekündigt.

 

Zu jener Zeit zogen auch Skip Battin mit Gene Parsons bzw. McGuinn, Hillman und Crosby als The Byrds durch die Lande. Eine Radiosession der Gene Clark-Formation aus jener Zeit erschien später unter dem Titel "Live At The Rocking Horse Saloon, Hartford, Connecticut, January 13th 1985" ((Keyhole, 2015) in Form einer Doppel-CD unter dem Gruppennamen Gene Clark & The Firebyrds.

 

2002 sicherte sich Crosby die alleinigen Rechte am Bandnamen The Byrds. Als nächstes tat sich Clark mit der Singer/Songwriterin Carla Olson von The Textones zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit resultierte das Album "So Rebellious A Lover" (Rhino, 1987).

 

Liveaufnahmen von Clark und Olson von 1990 wurden unter dem Titel "Silhouetted In Light" (Panfish, 1997) auf einer CD heraus gebracht. Auf der Doppel-CD "In Concert" (Collectors' Choice Music, 2007) wurde dieser Livemitschnitt wiederveröffentlicht.

 

Eine zweite CD enthielt zudem Songs eines Auftrittes von Gene Clark  von 1988 in West Virginia sowie drei gemeinsame Livesongs mit Carla Olson von einem Konzert 1989. Gene Clark starb am 24. Mai 1991 46-jährig in Sherman Oaks, California, an den Folgen seines jahrelangen Drogen- und Alkoholkonsums.

 

"Echoes" (Legacy und Columbia, 1991) hiess im Todesjahr eine Compilation mit sechs Byrds-Songs, den elf Songs des ersten Albums "With The Gosdin Brothers", zwei bisher unveröffentlichte Songs von 1967 sowie eine Demoversion. Demoaufnahmen aus den 1980er Jahren wurden zehn Jahre nach seinem Tod unter dem Titel "Gypsy Angel - The Gene Clark Demos (1983-1990)" (Evangeline, 2001) auf den Markt gebracht.


"Silverado '75 - Live & Unreleased" (Collectors' Choice Music, 2008) enthielt Konzertaufnahmen von 1975. Compilations stellten "American Dreamer 1964-1974" (Raven, 1993), "Flying High" (A&M, 1998), letztere mit grösstenteils noch nie veröffentlichtem Material. Das galt auch für weitere nachträglich veröffentlichte Aufnahmen.

 

Es waren dies "Here Tonight: The White Light Demos" (Omnivore und A&M, 2013), "Live Radio Broadcast And Demos" (Plastic Soho, 2014) und die Doppel-CD bzw. Doppel-LP "The Lost Studio Sessions 1964-1982" (Sierra, 2016). "Gene Clark Sings For You" (Omnivore, 2018) bestand aus Demos von 1967.


Die Doppel-LP "No Other Sessions" (4AD, 2024) enthielt Outtakes der Sessions zum Album "No Other" von 1974. "Under The Silvery Moon" (Delta Deluxe und Iceni, 2025) war eine weitere Sammlung von rarem bzw. noch nicht veröffentlichtem Material.                    03/26

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