top of page

Georg Friedrich Haas

musicmakermark
vor 58 Minuten
3 Min. Lesezeit

Österreichischer Komponist, geboren am 16. August 1953 in Graz. Er wuchs in Tschagguns, Vorarlberg, auf und studierte 1972 bis 1979 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Komposition unter anderem bei Iván Eröd und Gösta Neuwirth, Klavier bei Doris Wolf sowie Musikpädagogik.


 

Haas war Gründungsmitglied der Grazer Komponistenvereinigung "die andere saite". Von 1981 bis 1983 studierte Haas bei Friedrich Cerha in Wien. Er nahm mehrmals an den Darmstädter Ferienkursen und am "Stage d'Informatique Musicale pour compositeur" am IRCAM in Paris teil.

 

Er lehrte zunächst als Dozent und später mit Unterbrechungen als Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz unter anderem die Fächer zeitgenössische Kompositionstechniken und Kontrapunkt.

 

Ab Herbst 2005 war er auch Dozent für Komposition an der Hochschule für Musik der Musik-Akademie der Stadt Basel. Ab September 2013 war er Professor für Komposition an der Columbia University New York. Haas gilt als Vertreter der Spektralmusik.

 

Seine Werke zeichnen sich vor allem durch klangliche Experimente aus, die oft auf ein Aufbrechen des zwölftönigen Systems zur intensiven Nutzung der Mikrointervallik und Panchromatik sowie spezieller Obertonreihen zurückgehen.

 

Auf einer CD (Karis, 2002) fanden sich die Werke "Wer, wenn ich schriee, hörte mich..." (1999) für Perkussion und Ensemble; "... Einklang freier Wesen ..." (1994/1995, Revision 1996) für zehn Instrumente; "Nacht-Schatten" (1991) für Ensemble und "....double concerto for accordion, viola and chamber ensemble" (1994).

 

"In Vain" (Kairos, 2003) enthielt das gleichnamige, 63:13-minütige Werk, das Haas 2000 für 24 Instrumente komponiert hatte. Das Kairos Quartett war auf der CD "Streichquartette 1 Und 2" (Edition Zeitklang, 2004) zu hören.

 

Auf der Doppel-CD "Donaueschinger Musiktage 2003" (Col Legno, 2004) war Haas mit dem fast 30-minütigen Stück "natures mortes", gespielt vom SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter Sylvain Cambreling, vertreten. Die CD "Magical Worlds Of Sound" (hat[now]ART, 2007) teilte sich Haas mit George Crumb und Stefano Gervasoni.

 

Von Haas stammte das dreiteilige Werk "...Schatten ... Durch unausdenkliche Wälder" (1992) für zwei Schlagzeuge und zwei Klaviere. Auf "Donaueschinger Musiktage 2006 Vol. 2" (Neos, 2007) spielt das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg die Haas-Komposition "Hyperion" (2006).  Die CD enthielt auch ein Werk von Jörg Widmann.

 

Auf "Works For Ensemble" (Neos, 2009) wurden die beiden Ensemblewerke "Wer, Wenn Ich Schriee, Hörte Mich ..." sowie "... und ..." zusammen mit dem Quartettstück "...Aus Freier Lust... Verbunden ..." veröffentlicht. Auf einem CD/Blu-ray-Set (Bmn Audiophil, 2015) des amerikanischen JACK Quartet ist Haas mit "String Quartet No 8" (2014) vertreten.

 

Das Ensemble MusikFabrik interpretiert auf der CD "Stille" (Wergo, 2017) Werke von Jani Christou, Evan Johnson und Haas. "Trois Hommages" (New Focus, 2018) enthielt drei längere Klavierstücke, gespielt von Mabel Kwan unter dem Untertitel "Trois Hommages For Two Pianos (Tuned A Quarter-Tone Apart)".

        

Auf "Mozart Haas" (Edition Belvedere, 2019) wurde das Requiem in  d-moll von Wolfgang Amadeus Mozart dem mehrteiligen Werk "7 Klangräume" von Haas gegenübergestellt. Die CD enthielt abwechslungsweise immer einen Teil des Mozart-Requiems und dann einen Teil des Haas-Werkes.

 

"Ein Schattenspiel - String Quartets No.4 & No.7" (Neos, 2020) bestand aus zwei Streichquartett-Werken mit dem Arditti Quartett und einem Pianosolo-Stück, gespielt von Sophie-Mayuko Vetter. Bei allen drei Werken kamen zusätzlich noch Live Electronics zum Einsatz.    

 

"Everything Is Gonna Be Alright" (Aurora, 2020) enthielt Vokalwerke von Georg Friedrich Haas, Lasse Thoresen und Maja S. K. Ratkje, gesungen von den Nordic Voices. Auf "Contemporary Concertos For Saxophone" (Wergo, 2023) fanden sich Werke von Haas, Peter Eötvös, Vykintas Baltakas und Johannes Maria Staud mit Marcus Weiss als Solisten.

 

Auf "2. Konzert für Violine und Orchester/de terrae fine" (Urlicht, 2025) sind Miranda Cuckson (vio) und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien die Ausführenden.                                09/26

 

Compendium musicum

©2023 von Compendium musicum. Erstellt mit Wix.com

bottom of page