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Mikael Tariwerdijew

musicmakermark
vor 10 Minuten
1 Min. Lesezeit

Sowjetischer Komponist, geboren am 15. August 1931 im georgischen Tiflis als Kind armenischer Eltern. 1953 ging er nach Moskau, wo er 1957 ein Kompositionsstudium bei Aram Chatschaturjan am Gnessin-Musikinstitut abschloss.


 

Er komponierte vier Opern, Ballette, Orchester-, Kammer-, Vokal-, Orgelmusik und über 100 Romanzen. Am bekanntesten sind jedoch seine Filmmusiken für über 130 sowjetische Filme. Bekannt wurde er unter anderem durch die Musik zur erfolgreichen Fernsehserie "Siebzehn Augenblicke des Frühlings" von 1973.

 

Diese handelte von einem sowjetischen Spion, der als SS-Standartenführer Max Otto von Stierlitz im nationalsozialistischen Deutschland im Einsatz war. Seine Lieder, beispielsweise für die Filme "Ironie des Schicksals" und "Der Lehrling des Medicus", erreichten in der Sowjetunion grosse Popularität und gingen in den allgemeinen Liedschatz ein.

 

Tariwerdijew erhielt zahlreiche Preise, darunter den Staatspreis der UdSSR (1977) und den Preis der American Academy of Music (1975). 1986 wurde er als Volkskünstler der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik ausgezeichnet. Der Preis für die beste Musik des Filmfestivals Kinotawr in Sotschi ist nach Tariwerdijew benannt, ebenso ein internationaler Orgelwettbewerb in Kaliningrad.

 

Ab Mitte/Ende der 1960er Jahre wurde sein Schaffen auf fast 50 Schallplatten dokumentiert. Die ersten Aufnahmen erschienen auf dem sowjetischen Staatslabel "Melodiya", dann später auch auf russischen Labels wie "Bomba" oder "Murzik".

 

Er starb am 25. Juli 1996 im Alter von 64 Jahren im russischen Sotschi.

                                                                                    09/26

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