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George Enescu

  • musicmakermark
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Rumänischer Komponist, Violinist und Dirigent, geboren am 19. August 1881 in Liveni Vîrnav, später in George Enescu umbenannt. Er spielte bereits mit vier Jahren Violine und schieb mit fünf Jahren seine ersten Kompositionen. Unter seinen ersten Lehrern befand sich der Komponist Eduard Caudella.


 

Von 1888 bis 1894 studierte er in Wien unter anderem bei Joseph Hellmesberger junior (Violine), Ludwig Ernst (Klavier) und Robert Fuchs (Komposition). 1889 trat er erstmals als Violinist auf. Von 1895 bis 1899 absolvierte er ein Kompositionsstudium am Pariser Konservatorium bei André Gedalge, Jules Massenet und Gabriel Fauré.

 

Zu seinen Mitschülern zählten Maurice Ravel, Florent Schmitt und Charles Koechlin. 1898 begann er in Bukarest zu dirigieren. 1902 gründete Enescu mit Louis Fournier und Alfredo Casella ein Klaviertrio, 1904 das Enescu-Quartett. Parallel zu seinen Aktivitäten in Paris wirkte er auch in seinem Heimatland, wo er ein Haus in Sinaia besass.


Er rief 1912 in Bukarest den Enescu-Preis für Komposition ins Leben. 1914 dirigierte er die erste vollständige Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie in Rumänien. 1917 gründete er das George-Enescu-Sinfonieorchester in Iași sowie die Gesellschaft rumänischer Komponisten. 1921 eröffnete er die Opera Națională București dem "Lohengrin".

 

1932 wurde er aufgrund seiner musikwissenschaftlichen Studien in die Rumänische Akademie aufgenommen. Das Jugendstilpalais des Politikers Gheorghe Grigore Cantacuzino in der Bukarester Calea Victoriei wurde zum Wohnsitz Enescus. Nach einer Konzertreise in die USA im Herbst 1946 kehrte er aus Protest gegen die kommunistische Regierung nicht mehr nach Rumänien zurück.

 

Er liess sich in Paris nieder, wo er am 4. Mai 1955 im Alter von 73 Jahren starb. Er wurde auf dem Friedhof Père-Lachaise beerdigt. Seine vielfältigen Tätigkeiten als Violinist, Dirigent, Musikwissenschaftler, Lehrer und Organisator hatten  Enescu wenig Zeit zum Komponieren gelassen.

 

Sein Werkkatalog ist überschaubar, und die einzelnen Werke haben teilweise lange Entstehungszeiten. Sein bedeutendstes Werk ist die Oper "Oedipe", entstanden in den Jahren 1921 bis 1931. Einige Stücke, so sein zweites Streichquartett und die vokale sinfonische Dichtung "Vox maris", liegen in mehreren Fassungen vor.

 

Mehrere Kompositionen wie die 4. und 5. Sinfonie, blieben unvollendet und wurden erst 2004 bzw. 2005 von Pascal Bentoiu vervollständigt. Dem breiten Publikum ist Enescu nur mit den von der rumänischen Volksmusik inspirierten Stücken, vor allem durch die beiden Rumänischen Rhapsodien.

 

Sein Werk ist auf hunderten von Schallplatten nachvollziehbar. "Facets Of A Genius - Ipostaze Ale Genialității" (Star Media, 2005) hiess ein 7-CD-R-Set. Darauf ist Enescu als Interpret von Werken von Bach sowie als Violinist und Dirigent eigener Werke zu hören.

 

Die 6-CD-Box "Masterworks" (Star Media, 2005) umfasst einige seiner Orchesterwerke und Lieder. Darauf ist Enescu auch als Pianist oder Dirigent zu hören. "Complete Works For Violin & Piano" (Hänssler, 2014) war eine Doppel-CD. "Complete Works For Piano Solo" (Hänssler, 2015) erstreckte sich über drei CDs.                                                                           04/26

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